Wir wollen den Menschen das festliche Ambiente nicht nehmen
Stadt Bad Ems • 28. Oktober 2022
Wie unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ihren Beitrag zur Energiekrise leisten, bleibt deren Geheimnis. Es liegt in unserer aller Eigenverantwortung.
Allerdings wird eine Kommune in besonderem Maße beäugt und eine vorbildliche Haltung erwartet.
Dies fängt bei der Straßenbeleuchtung an, wo immer wieder aufgeregte Anrufe oder Nachrichten das Stadtbüro erreichen, sobald tagsüber die Straßenlaternen leuchten. Wie ich bereits öffentlichkeitswirksam erläutert habe, sind dies bewusste Schaltungen unseres Energieversorgers zu Wartungszwecken.
Jedoch wird dieses Thema auch nicht vor unserer Adventszeit halt machen.
Verschiedene Kommunen deutschlandweit und teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft haben proaktiv angekündigt, die festliche Straßenbeleuchtung in diesem Jahr aufgrund der Vorbildfunktion ausfallen zu lassen.
Nicht nur diese Tatsache hat mich nachdenklich gestimmt.
Auch ich als Stadtbürgermeister habe eine Vorbildfunktion. Sollte nun auch ich auf eine festliche Beleuchtung im Advent verzichten?
Relativ schnell empfand ich diese Vorstellung als absurd, denn es gibt so viele andere Bereiche in unserem Leben, wo man Strom sparen kann. Sei es der einfache Stand-By-Modus von etlichen Geräten in den Haushalten oder Ladekabel von Mobilgeräten, die in den Steckdosen verbleiben, obwohl kein Ladevorgang erfolgt. Wo ist also der richtige Ansatz? Wo liegt das richtige Maß des Verzichtes?
Persönlich bin ich fest davon überzeugt, dass wir alle etwas zum Energiesparen beitragen müssen, wir aber deswegen nicht alle Traditionen über Bord werfen sollten. In den vergangen beiden Jahren musste die Bevölkerung auf vieles verzichten und noch immer müssen wir Krisen meistern. Besonders die Weihnachtszeit und die festliche Beleuchtung, die damit einher geht, spenden vielen Menschen Trost und Hoffnung in dunklen Zeiten.
Die öffentliche Meinung zu dieser Frage hatte mich brennend interessiert, also habe ich eine Umfrage in den sozialen Medien gestartet.
Die Rückmeldungen waren überraschend eindeutig: Auf Facebook habe sich über 90% FÜR eine festliche Beleuchtung ausgesprochen, auf Instagram waren es 64%.
Bad Ems ist nicht zuletzt durch unsere vielen Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie sowie unsere Sehenswürdigkeiten mit den beiden Welterbestätten Great Spa Towns of Europe und dem Limes touristisch geprägt. Auch diesen Aspekt durften wir nicht aus den Augen lassen.
Also fragte ich mich, über welchen Verbrauch wir sprechen.
Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatten wir die Beleuchtungstechnik auf LED umgestellt.
Der Verbrauch für die Beleuchtung mit LED in der gesamten Stadt liegen bei rund 780 kw/h.
Dies entspricht einem Verbrauch von unter 300€.
Mit den vorgenannten Fakten habe ich den Ältestenrat der Stadt Bad Ems um dessen Meinung gebeten.
Aus der Diskussion heraus hat sich ein klares Meinungsbild ergeben:
Wir wollen den Menschen das festliche Ambiente nicht nehmen!
Denn in Relation zu den entstehenden Kosten steht der Verzicht dieser Tradition in keinem Verhältnis.
An anderen Stellen gibt es deutlich bessere Einsparpotenziale, auch bei jedem von uns Zuhause.
Wir alle sind in Eigenverantwortung gefordert.
Sicherlich sind 780 kw/h nicht wenig, verglichen mit dem Verbrauch von 10.100 Einwohnern und weit über 5.000 Haushalte ist dies allerdings verschwindend gering.
Zum Vergleich: Ein 2 Personen Haushalt verbraucht im Durchschnitt ca. 2.500 kw/h pro Jahr.
Allerdings habe ich vorgeschlagen, dass auch wir einen Beitrag zur Einsparung leisten.
Entgegen der üblichen Handhabung, die festliche Beleuchtung erst Ende der Kalenderwoche 2 des neuen Jahres zu entfernen, werden wir dies im Jahr 2023 unmittelbar nach Dienstantritt im neuen Jahr veranlassen. So sparen wir mehr als eine Woche Beleuchtungszeit und damit Stromverbrauch ein.
Eine oft erfragte Variante, die tageszeitlich kürzere Schaltung, ist aus praktischen Gründen nicht möglich.
Denn die Lichterketten sind geschaltet MIT der Straßenbeleuchtung.
Sollten wir also die Lichterketten anders schalten wollen, wird es später hell und früher dunkel auf den Gehwegen.
Dies schließe ich alleine aufgrund der Verkehrssicherungspflicht kategorisch aus.
Eine Anschaffung von Zeitschaltuhren für die rund 60 Standorte stehen nicht im Verhältnis zu den Einsparungen.
Aus dieser Sicht ist die Verkürzung des Dekorationszeitraums die beste Lösung.
Wir hoffen, dass wir mit dieser Lösung auf eine breite Zustimmung stoßen und einerseits den Menschen dienen, die sich über die weihnachtliche Dekoration freuen und andererseits den besorgten Mitbürger*innen eine sinnvolle Einsparung vorstellen, indem wir den Zeitraum in den Januar des neuen Jahres deutlich begrenzen und andererseits bereits seit zwei Jahren auf LED-Technik setzen.
Allen Teilnehmern an der Umfrage sowie dem Ältestenrat der Stadt danke ich für die Unterstützung bei der Meinungsfindung!
Es grüßt herzlich in Vorfreude auf eine festliche Weihnachtszeit in Bad Ems
Ihr
Oliver Krügel
Stadtbürgermeister
Gestern Abend wurde Uwe Kewitz vom Fachbacher Gemeinderat zum neuen Ortsbürgermeister gewählt und tritt damit die Nachfolge von Thorsten Heibel an. Für mich war es selbstverständlich und ein echtes Bedürfnis, Uwe persönlich zu seiner Wahl zu gratulieren und ihm für seine neue Aufgabe alles Gute, viel Erfolg und stets eine glückliche Hand zu wünschen. Genauso wichtig war es mir, seinem Vorgänger Thorsten Heibel meinen Respekt und Dank für seinen Einsatz und seine geleistete Arbeit für die Ortsgemeinde Fachbach auszusprechen. Kommunalpolitisches Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient Anerkennung. Es war ein schöner Abend mit guten Gesprächen und gut gelaunten Mitgliedern des Gemeinderates. Dabei war deutlich zu spüren: In Fachbach schaut man positiv nach vorne und zieht gemeinsam an einem Strang – auch über Parteigrenzen hinweg. Genau so verstehe ich Kommunalpolitik. Vor Ort geht es um Menschen, um gute Ideen und vor allem darum, gemeinsam Lösungen für die konkreten Sachthemen und Herausforderungen unserer Gemeinden zu finden. Entscheidend sind für mich dabei die Köpfe, das persönliche Engagement und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen – und nicht das Parteibuch. Ich wünsche Uwe Kewitz für sein neues Amt viel Erfolg und Fachbach für die kommenden Jahre alles Gute. Meine Unterstützung ist Fachbach gewiss.
Ein langes Wochenende mit zahlreichen Veranstaltungen und vielen persönlichen Begegnungen liegt hinter Oliver Krügel. Von Freitag bis Montag war er bei unterschiedlichen Festen und Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau unterwegs. Den Auftakt machte am Freitag das traditionelle Kirmesbaumstellen bei der Quetschekirmes in Dausenau . Dort war Krügel auch am Sonntag beim Frühschoppen zu Gast. Am Samstag standen die Wahlkampfstände in Bad Ems und Nassau auf dem Programm. In Singhofen besuchte er am Samstag den Fassanstich und den Luftballonumzug und ließ das lange Wochenende am Montag beim dortigen Frühschoppen ausklingen. Weitere Stationen waren das Familienfest der Weinfrauen in Nievern , ein Kabarettabend im Casablanca sowie der Tag des offenen Denkmals in Bad Ems. Auch beim Fischerfest des Fischereivereins Bad Ems schaute Krügel vorbei. Zuvor startete Krügel bereits früh in den Sonntag : Ab 8:00 Uhr war er an der Bäckerei Schäfer in Nassau und ab 9:30 Uhr an der Filiale in Singhofen anzutreffen, wo er Frühstücksmarmelade an die Frühaufsteher verteilte. Im Mittelpunkt standen für ihn dabei vor allem die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche mit den Menschen . „Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam erleben, was unsere Heimat ausmacht – genau das ist mir wichtig“, so Krügel. Dabei betont er, dass seine Präsenz bei den Veranstaltungen in der Region nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt ist. Viele der Feste und Termine besucht Krügel seit Jahren regelmäßig. Für ihn gehören der persönliche Kontakt zu den Menschen und die Unterstützung des örtlichen Vereinslebens zu seinem Verständnis von kommunalem Engagement. Sein besonderer Dank gilt den zahlreichen Vereinen, Ehrenamtlichen sowie Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Veranstaltungen möglich machen. „Unsere Heimat lebt vom Mitmachen, vom Miteinander und von den Menschen, die sich für sie engagieren“, so Krügel.
Auch in den letzten beiden Wochen vor der Bürgermeisterwahl setzt Oliver Krügel auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Neben zahlreichen persönlichen Gesprächen, Haustürbesuchen und Veranstaltungsterminen finden auch die bekannten Infostände in Bad Ems und Nassau wieder statt. Samstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: wechselnde Standorte im Stadtgebiet Nassau: am Amtsplatz Samstag, 5. September, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: an der Volksbank Nassau: am Amtsplatz Darüber hinaus ist Oliver Krügel in den kommenden Tagen weiterhin in der gesamten Verbandsgemeinde unterwegs – bei Veranstaltungen , im Haustürwahlkampf und im persönlichen Gespräch mit den Menschen vor Ort . „Mir ist wichtig, bis zum letzten Tag und darüber hinaus ansprechbar zu sein und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern persönlich ins Gespräch zu kommen. Wer eine Frage, ein Anliegen oder einfach Lust auf einen direkten Austausch hat, kann mich jederzeit gerne ansprechen“, so Krügel. Wer ein persönliches Gespräch oder einen individuellen Termin vereinbaren möchte, erreicht Oliver Krügel per E-Mail unter kontakt@oliverkruegel.de oder telefonisch unter 0171 4 27 26 87 .




