Stadt Bad Ems dankt allen Mitwirkenden für Gedenken an die Reichspogromnacht
Stadt Bad Ems • 13. November 2023

Am Abend des 9. November trafen sich etwas mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der jüdischen Gemeinde und der Ökumene, um auf Einladung des evangelischen Dekanats Nassauer-Land und Pfarrerin Antje Müller den Opfern der Novemberpogrome aus Bad Ems zu gedenken. Unter den Gästen und Rednern waren auch der Bad Emser Bürgermeister Oliver Krügel sowie die Erste Kreisbeigeordnete Gisela Bertram.
Klassenleiter David Schmidl und seinen Schülerinnen und Schülern zeigten wieder ihr Engagement um die Aufarbeitung des Holocaust. Sie berichteten dem Publikum von einige schrecklichen Schicksalsgeschichten und trugen unter anderem gegen Ende der Veranstaltung die Namen der Opfer vor.
Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des „Gedenkbuches – Opfer der Verfolgung der Juden“ wurden nachweislich 78 gebürtige beziehungsweise längere Zeit in Bad Ems ansässig gewesene jüdische Bürger Opfer des Holocaust.
Gedenken ist und bleibt wichtig
Gerade in Zeiten eines neuen Nahostkonflikts sehen wir derzeit wieder in unserer Gesellschaft antisemitische Tendenzen. Dabei wird bewusst die Religion des Judentums mit dem Staat Israel gleichgesetzt und Menschen diskriminiert, die hier in unserem Land friedlich leben.
Stadtbürgermeister Oliver Krügel ist allen Beteiligten an der Organisation und allen Teilnehmern sehr dankbar für dieses deutliche Zeichen.
„In unserer Stadt darf es keine Rolle spielen, welche religiösen Ansichten man hat“, betont er.
Stadtbürgermeister Oliver Krügel hielt nachfolgende Rede:
"Der 9. November ist ein Schicksalstag in unserer Deutschen Geschichte, davon zeugen die vielfältigen Ereignisse, die wir mit unserem heutigen Wissen und in einer Wertegemeinschaft bewerten.
1989 fällt am 9. November das Symbol der deutschen Teilung, die Berliner Mauer. 1848 hingegen wurde der Abgeordnete und Demokrat Robert Blum im Rahmen der „Märzrevolution“ hingerichtet, weil er zum Kampf um mehr Freiheit aufrief.
Am 9. November 1918 musste Kaiser Wilhelm II abdanken, Philipp Scheidemann – ein führender Sozialdemokrat – rief die Deutsche Republik aus. 1923 scheiterte der sog. „Hitlerputsch“ und damit der Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. 1938 während der Novemberpogrome, fanden in der Nacht vom 9. auf den 10. November die Reichspogromnacht statt. Sicherlich trauriger Höhepunkt in der Betrachtung dieses Datum in unserer deutschen Geschichte.
Nachdem uns die Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus zum historischen Kontext hier in Bad Ems berichtet haben, darf ich über das „Hier und Jetzt“ sprechen. Gegen das Vergessen!
Was haben wir aus diesen Geschehnissen gelernt und wie geht unsere Gesellschaft mit offenem Antisemitismus um?
Nun ja … alle die sich hier versammelt haben, sind sicherlich meiner Meinung, dass niemand in unserem Land beispielsweise wegen der Herkunft, der Hautfarbe, religiöser Ansichten, der sexuellen Orientierung oder körperlichen und geistigen Einschränkungen diskriminiert, verfolgt oder gar ermordet werden darf. Dies ist sicherlich die Kernbotschaft und schließt damit die Ablehnung gegenüber dem Antisemitismus ein. Doch trifft dies auf unsere Gesellschaft im Allgemeinen zu? Sicherlich hat ein überwiegender Teil unserer Gesellschaft die Lehren aus der Vergangenheit verinnerlicht, doch kommen immer lauter jene zu Wort, die beispielweise die Angriffe der HAMAS-Terroristen legitimieren oder gar offen befürworten.
Jüngst wurden auf offener Straße in Berlin Jüdinnen und Juden jüngst beleidigt, angepöbelt oder sogar tätlich angegriffen.
Mehrere Attacken auf Menschen, die eine Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung, trugen, wurden in den vergangenen Wochen bekannt, doch viele Übergriffe dringen gar nicht an die Öffentlichkeit. Denn es gibt auch Betroffene die davon absehen, zur Polizei zu gehen oder sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Angesichts antisemitischer Vorfälle in der Vergangenheit hatte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, bereits davon abgeraten, sich in der Öffentlichkeit, etwa durch das Tragen einer Kippa, als Jude zu erkennen zu geben.
Man muss die militärischen Aktionen Israels im Gaza-Streifen nicht gutheißen oder kann sie ablehnen oder gar verurteilen, denn wir leben in einer Demokratie.
Allerdings sind diese Konflikte im Nahen Osten noch lange kein legitimer Grund, Menschen jüdischen Glaubens hier auf unseren Straßen in unserem Land offen anzufeinden oder Gewalt zuzufügen.
Meine Damen und Herren,
es hat sich etwas verändert in unserem Land. Das Klima ist rauer geworden; Hetze und Hass greifen nicht nur im Internet um sich. Rechtspopulisten, Antisemiten und Rassisten versuchen, einen Keil zwischen die verschiedenen Gruppen in unserer Bevölkerung zu treiben, und gefährden damit den gesellschaftlichen Frieden. Immer wieder wird versucht, Tabus zu brechen, die lange Zeit aus Respekt vor den Opfern selbstverständlich eingehalten wurden; bei Rechtspopulisten gehört es regelrecht zur Strategie, zu provozieren und die Grenzen des Sagbaren zu erweitern.
Hinterher kann man ja immer noch sagen, man habe es nicht so gemeint. Aber durch dieses ständige Löcken verschiebt sich das, was als tolerabel gilt.
Zum veränderten politischen Klima trägt auch die AfD mit ihren Verbalattacken bei. Die AfD duldet Mitglieder in ihren Reihen, die völkisch-nationale Auffassungen vertreten, die Geschichtsverzerrung betreiben. Prominentes Beispiel ist Björn Höcke der die Forderung nach einer, ich zitiere, „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ erheben.
Doch das Gedenken ist ein wichtiger Kompass für unsere Gesellschaft. Mit unserem Gedenken bekunden wir nicht nur Respekt vor den Opfern. Mit dem Gedenken zeigen wir, dass wir uns unserer Vergangenheit stellen. Und zwar der ganzen Vergangenheit.
Wir picken nicht nur die Rosinen aus unserer Geschichte heraus, wir setzen uns auch mit ihren dunklen Seiten auseinander. Wir möchten nicht, dass die Lehren, die nach 1945 gezogen wurden, wieder vergessen werden; wir stehen zu unserer Verantwortung.
Und das heißt heute angesichts der Übergriffe, der Provokationen, der Versuche, die Vergangenheit zu verharmlosen, zu relativieren oder gar zu leugnen: Wir müssen mehr tun, um gegen Antisemitismus vorzugehen.
Die ganze Gesellschaft ist aufgerufen, auf allen Ebenen. Wir müssen den antisemitischen Vorurteilen und Verschwörungstheorien begegnen. Wir müssen Konzepte entwickeln und wir müssen Wege finden, Heranwachsenden die NS-Zeit und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart nahezubringen.
Ich weiß, es klingt banal und abgedroschen: Aber es ist und bleibt unsere Aufgabe, über die Vergangenheit aufzuklären. Wissen über das Nazi-Unrechtsregime, über Antisemitismus, über jüdisches Leben in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart muss immer wieder neu vermittelt werden. An jede nachwachsende Generation, an Zuwanderer und Geflüchtete, die aus Ländern zu uns gekommen sind, in denen Antisemitismus zum Alltag gehört. Dies sehe ich auch als unsere Aufgabe. Hier in Deutschland, in Rheinland-Pfalz und in Bad Ems."
Ein ereignisreiches Wochenende mit zahlreichen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, durch mehrere Gemeinden der Region. Am Sonntag besuchte er zunächst das Johannisfest in Sulzbach. Dort nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Ortsbürgermeister Ralf Mager. Neben aktuellen Themen aus den Gemeinden standen auch kommunale Praxisthemen und gemeinsame Herausforderungen der Ortsgemeinden im Mittelpunkt der Gespräche. „Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger aus Sulzbach vor Ort waren, sondern auch Gäste aus anderen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde. Darunter waren beispielsweise auch Feuerwehrkameraden aus der Stadt Nassau. Das zeigt, wie eng wir in unserer Region miteinander verbunden sind“, so Krügel. Im Gespräch mit Ortsbürgermeister Ralf Mager wurde deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch innerhalb der kommunalen Familie ist. „Wir profitieren voneinander, wenn Erfahrungen geteilt und Herausforderungen gemeinsam besprochen werden. Dieser gute Zusammenhalt zeichnet unsere Verbandsgemeinde aus“, betonte Krügel. Am Nachmittag machte die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ Station in Zimmerschied. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Michael Drees erhielt Krügel Einblicke in verschiedene Einrichtungen der Gemeinde. Besichtigt wurden unter anderem die Fahrzeughalle beziehungsweise das Feuerwehrgerätehaus, der Spielplatz sowie das Dorfgemeinschaftshaus. „Zimmerschied ist die zweitkleinste Gemeinde unserer Verbandsgemeinde. Umso beeindruckender ist der Zusammenhalt vor Ort. Hier kennt man sich, hier hilft man sich und hier wird Gemeinschaft gelebt. Das macht unsere Dörfer stark und lebenswert“, erklärte Krügel. Bereits am Freitag hatte Krügel das Waldfest der Gugge-Musiker in Bad Ems besucht. Am Samstag stand nach der Schifffahrt „Gemeinsam auf Kurs für Bad Ems-Nassau“ zudem ein Besuch beim Pannefest in Nievern auf dem Programm. „Ob in unseren Städten oder in den kleinsten Ortsgemeinden – überall begegnen mir Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Heimat engagieren. Diese Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie stark der Zusammenhalt in unserer Verbandsgemeinde ist. Darauf können wir stolz sein – und darauf können wir gemeinsam aufbauen“, so Krügel abschließend.
„Wer Verantwortung für eine Verbandsgemeinde übernehmen möchte, sollte nicht nur über die Menschen sprechen, sondern vor allem mit ihnen ins Gespräch kommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Oliver Krügel einen wichtigen Grundsatz seiner zahlreichen Besuche bei Veranstaltungen in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Am vergangenen Wochenende führte ihn sein Weg zunächst zum Jugendsommerfest des VfL Bad Ems . Dort sprach er mit dem Vorsitzenden des Traditionsvereins, Daniel Jores, über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Vereinslebens. Anschließend besuchte er das 140-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bergnassau-Scheuern . Dort tauschte sich Krügel unter anderem mit Wehrführer Mike Budow aus. Gesprächsgegenstand war dabei auch das Starkregenereignis vom Vorabend, bei dem die Feuerwehr gefordert war. „Und auch das ist Freiwillige Feuerwehr: Wenn man bis tief in die Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz war, anschließend noch die Einsatzdokumentation erledigt und am nächsten Tag dennoch mit vollem Engagement das Fest zum 140-jährigen Bestehen für die Bevölkerung ausrichtet. Das verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unseren Feuerwehren ist“, so Krügel. Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des VfR Winden fand ein Spiel der Dorflegenden statt, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Vor Ort traf Krügel unter anderem Ortsbürgermeister Gebhard Linnscheid, der die Partie als Schiedsrichter souverän leitete. Später kam es beim Bürgerfest in Zimmerschied zum Austausch mit Bürgermeisterkollege Michael Drees, der an diesem Tag die Bewirtung der Gäste selbst übernahm. Zudem nahm sich Krügel die Zeit für eine Führung durch die Alte Schule, die heute von der Ortsgemeinde unter anderem als Tagungsstätte und Sitz des Ortsbürgermeisters genutzt wird. Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag die Lahnparty in Miellen . Dort traf Oliver Krügel Bürgermeisterkollege Norman Lay sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bei guter Stimmung und großem Besucherinteresse präsentierte sich die Gemeinde von ihrer besten Seite. Musikalisch wurde die Veranstaltung unter anderem vom Miellener Chor sowie einem Gastchor aus Koblenz-Arzheim begleitet. Für Oliver Krügel sind solche Termine weit mehr als reine Festbesuche. Sie bieten die Möglichkeit, die Menschen kennenzulernen, ihre Anliegen aufzunehmen und ein unmittelbares Bild davon zu gewinnen, was die Gemeinden bewegt. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen mache deutlich, wie lebendig die Verbandsgemeinde sei und wie stark sie vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger getragen werde. „Wer die Zukunft unserer Verbandsgemeinde gestalten möchte, muss wissen, was die Menschen vor Ort bewegt. Genau dafür sind solche Begegnungen unverzichtbar“, so Krügel.

Bürgermeisterkandidat Oliver Krügel setzt seine Gespräche und Besuche bei Unternehmen, Einrichtungen und Arbeitgebern in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fort. Bereits am 21. Mai besuchte er gemeinsam mit der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat die Stiftung Scheuern, um sich aus erster Hand über die Arbeit, die Menschen und aktuelle Herausforderungen einer der bedeutendsten sozialen Einrichtungen der Region zu informieren. Empfangen wurden die Teilnehmer von Gerd Biesgen, theologischer Vorstand der Stiftung, sowie von Sebastian Becker. Anlass des Besuchs war es, einen tieferen Einblick in die Arbeit, die aktuellen Herausforderungen des größten Arbeitgebers im Rhein-Lahn-Kreis sowie in die Lebensrealität der Menschen zu erhalten, die auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Mit annähernd 1.300 Mitarbeitenden und einem Gesamtbudget von rund 80 Millionen Euro zählt die Stiftung Scheuern zu den bedeutendsten sozialen Einrichtungen Deutschlands und ist zugleich der größte Arbeitgeber im Rhein-Lahn-Kreis. Zu Beginn führte Pfarrer Biesgen die Besuchergruppe über das Gelände. Der Rundgang begann bewusst am Mahnmal „Damit wir nicht vergessen“, das an ein dunkles Kapitel der Geschichte der damaligen Pflege- und Heilanstalt Scheuern erinnert. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Einrichtung Teil der Euthanasie-Verbrechen des NS-Regimes. Die damalige Pflege- und Heilanstalt Scheuern war in die nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen eingebunden. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner wurden von dort aus in Tötungsanstalten deportiert und ermordet. Besonders eindrücklich sei dabei ein Gedanke gewesen, den Pfarrer Biesgen mit einem Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer verbunden habe: „Es gibt vor Gott kein unwertes Leben.“ Die Auseinandersetzung mit der Geschichte habe deutlich gemacht, wie wichtig Menschenwürde, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung auch heute noch seien. Im weiteren Verlauf stellte die Stiftung ihre heutige Arbeit vor. Aktuell leben insgesamt rund 580 Menschen in den unterschiedlichen Wohnformen der Stiftung. Davon befinden sich etwa 230 am Campus Scheuern, rund 290 am Lahnberg, etwa 100 am Schimmerich sowie weitere Bewohnerinnen und Bewohner an dezentralen Standorten unter anderem in Bad Ems, Nassau, Montabaur, Lahnstein, Nastätten und Laurenburg. Dabei wurde deutlich, dass die Stiftung den Weg der Dezentralisierung konsequent weiterverfolgt. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen nicht am Rand der Gesellschaft leben, sondern mitten in ihr – in den Gemeinden, Nachbarschaften und Quartieren der Region. Im Gespräch wurde deutlich, wie sich die Anforderungen im Laufe der Jahre verändert haben. Während früher häufig Menschen mit Down-Syndrom aufgenommen wurden, gebe es heute zunehmend Anfragen für Menschen mit schwersten Mehrfachbeeinträchtigungen. Ein besonders intensiver Austausch entwickelte sich über gesellschaftliche Entwicklungen und den Blick auf Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Menschen mit Einschränkungen weder Mitleid benötigen, noch automatisch unglücklicher leben als andere Menschen. Vielmehr habe jeder Mensch seine individuellen Herausforderungen und benötige im Laufe seines Lebens Unterstützung – sei es durch eine Brille, Hilfsmittel oder später Pflege und Betreuung. Die Teilnehmer sprachen auch über den gesellschaftlichen Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Während Menschen mit Behinderungen früher oftmals ausgegrenzt oder aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden, habe sich das Verständnis von Inklusion und Teilhabe erfreulicherweise weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehe heute die Erkenntnis, dass jeder Mensch wertvoll ist und unabhängig von seinen Einschränkungen ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe hat. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Rahmenbedingungen der Arbeit. Die Stiftung arbeitet auf Grundlage des Bundesteilhaberechts und steht wie viele soziale Einrichtungen vor der Herausforderung, steigende Anforderungen sowie Personal- und Sachkosten mit den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Dabei wurde der Wunsch geäußert, die tatsächlichen Bedarfe künftig stärker zu berücksichtigen. Auch wenn dies nicht unmittelbar Aufgabe der kommunalen Ebene sei, waren sich die Teilnehmer einig, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen und der sie unterstützenden Einrichtungen weiterhin auf allen politischen Ebenen Gehör finden müssen. Zum Abschluss des Besuchs zeigte sich Oliver Krügel beeindruckt: „Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welch wertvolle Arbeit hier jeden Tag geleistet wird. Es geht nicht nur um Betreuung, sondern um Würde, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Diese Arbeit verdient Anerkennung, Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Die Teilnehmer verabschiedeten sich mit vielen neuen Eindrücken und dem gemeinsamen Wunsch, den Austausch künftig fortzusetzen und das Bewusstsein für die wichtige Arbeit der Stiftung weiter zu stärken. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass Einrichtungen wie die Stiftung Scheuern eine unverzichtbare Rolle für eine solidarische und inklusive Gesellschaft spielen und ihre Anliegen auch künftig Gehör finden müssen.

Nach zahlreichen Gesprächen in den Ortsgemeinden folgt nun der nächste Schritt: die Vorstellung konkreter Ziele, Ideen und Positionen für die Zukunft der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort ist für Oliver Krügel ein zentraler Bestandteil seines Wahlkampfes. Die vielen Begegnungen bei Vereinen, Veranstaltungen, Festen und im Rahmen der Dialogreihe „Krügel grillt“ liefern wertvolle Einblicke in die Anliegen, Wünsche und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig geht es bei der Wahl einer Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters nicht nur um Präsenz und Ansprechbarkeit, sondern auch um die Frage, welche Vorstellungen, Ziele und Ideen jemand für die Zukunft einer Verbandsgemeinde mitbringt. Deshalb startet Krügel nun die neue Reihe „Themen, Inhalte & Standpunkte“. Darin stellt der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau seine Positionen, Ziele und Ideen zu wichtigen Zukunftsthemen vor und möchte gleichzeitig zur Diskussion darüber einladen. Dabei geht es unter anderem um die Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden, die Förderung des Ehrenamtes, die Weiterentwicklung der Verwaltung als moderner Dienstleister, den Brand- und Katastrophenschutz, die Kinderbetreuung, den Tourismus, die Wirtschaftsförderung sowie viele weitere Themen, die die Zukunft der Verbandsgemeinde prägen werden. „Sichtbarkeit und Präsenz sind wichtig. Wer Bürgermeister werden möchte, muss zuhören, ansprechbar sein und die Menschen kennen. Gleichzeitig geht es aber auch darum, wohin sich unsere Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren entwickeln soll. Deshalb möchte ich transparent darstellen, welche Ziele ich verfolge, welche Ideen ich einbringe und wofür ich stehe. Bürgerinnen und Bürger können sich dazu auf oliverkruegel.de ausführlich informieren“, erklärt Krügel. Die Themenreihe wird in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich erweitert. Den Auftakt bildet das Thema Ehrenamt. Darin stellt Krügel seine Überlegungen vor, wie Vereine, ehrenamtlich Engagierte und das bürgerschaftliche Engagement in der Verbandsgemeinde künftig noch besser unterstützt werden können. „Unsere Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierten Menschen leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unseren Gemeinden. Deshalb war es mir wichtig, diesem Thema den ersten inhaltlichen Schwerpunkt zu widmen“, erklärt Krügel. Da eine ausführliche Darstellung politischer Positionen und Wahlkampfthemen im amtlichen Mitteilungsblatt aus Gründen der gebotenen Neutralität nicht erfolgen kann, werden die Inhalte der Reihe auf der Internetseite des Kandidaten veröffentlicht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich dort über die jeweiligen Positionen, Hintergründe und Vorschläge zu informieren. Die einzelnen Themenfelder werden auf oliverkruegel.de fortlaufend ergänzt. So sollen nicht nur die Person, sondern vor allem die Ideen, Ziele und Vorstellungen für die Zukunft der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau im Mittelpunkt stehen. Denn am Ende geht es nicht nur darum, wer Bürgermeister wird, sondern auch darum, welchen Weg die Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren einschlagen soll.
Foto vom Sommerfest der Stiftung Scheuern mit engagierten Mitarbeitenden der Stiftung. Foto: Feix Soziales Engagement, gelebte Traditionen und gemeinschaftliche Begegnungen – der Sonntag führte den Bürgermeisterkandidaten der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und zeigte einmal mehr die große Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens in der Region. Der Tag begann mit der Teilnahme am Gottesdienst im Rahmen des Sommerfestes der Stiftung Scheuern. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit, das Sommerfest zu besuchen und mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, Angehörigen sowie den zahlreichen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Stiftung Scheuern zählt mit annähernd 1.300 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern des Rhein-Lahn-Kreises und leistet seit vielen Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. „Die Stiftung Scheuern steht beispielhaft für Menschlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung und ein beeindruckendes Maß an Engagement. Die Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, verdient höchste Anerkennung“, betonte Krügel. Am Nachmittag führte der Weg weiter nach Weinähr zur Kirmes mit ihrem traditionellen Entenrennen. Die Veranstaltung gehört seit Jahren zu den festen Bestandteilen des Dorflebens und erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten das Rennen entlang der Strecke und sorgten für beste Stimmung. „Solche Traditionen sind weit mehr als Unterhaltung. Sie schaffen Zusammenhalt, stärken die Identifikation mit dem Heimatort und bringen Generationen zusammen“, so Krügel. Den Abschluss des Tages bildete das Public Viewing in Dessighofen . Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern Ronny Metzner aus Dessighofen und Thomas Heymann aus Geisig sowie zahlreichen Fußballbegeisterten verfolgte Krügel dort den erfolgreichen WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao. Besonderen Dank richtete Krügel an die Ortsgemeinde Dessighofen für die gelungene Organisation der Veranstaltung. Mit viel Engagement sei es gelungen, einen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu schaffen. In geselliger Atmosphäre wurde gemeinsam mitgefiebert, gejubelt und der gelungene Auftakt der deutschen Mannschaft gefeiert. „Fußball verbindet Menschen über Generationen hinweg. Genau solche Veranstaltungen zeigen, wie stark der Zusammenhalt in unseren Ortsgemeinden ist. Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Begegnungen überhaupt erst möglich machen“, sagte Krügel. „Dieser Sonntag hat eindrucksvoll gezeigt, was unsere Verbandsgemeinde auszeichnet: starke soziale Einrichtungen, lebendige Traditionen und ein aktives Gemeinschaftsleben. Genau diese Vielfalt macht unsere Heimat so lebens- und liebenswert“, fasste Krügel die Eindrücke des Tages zusammen.
Ein abwechslungsreicher Samstag mit vielen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, gemeinsam mit seiner Frau zunächst nach Arzbach. Dort besuchten beide das Sommerfest des Caritas-Altenzentrums St. Josef und nahmen am gemeinsamen Gottesdienst teil. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit zum Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Gästen des Sommerfestes. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Einrichtung für das gesellschaftliche Leben und das Miteinander in der Region leistet. Am Nachmittag wurde die Dialogreihe „Krügel grillt“ in Seelbach und Attenhausen fortgesetzt. In beiden Ortsgemeinden standen der persönliche Austausch und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Zukunft der Verbandsgemeinde einzubringen. Besonders erfreut zeigte sich Krügel über den Besuch der beiden Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig aus Seelbach und Udo Ludwig aus Attenhausen. In Seelbach nahm sich Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig zudem Zeit für einen gemeinsamen Rundgang durch die Ortsgemeinde. Dabei erhielt Krügel einen Einblick in die vielfältigen Projekte und Entwicklungen vor Ort. So wurde deutlich, mit welchem Engagement sich Ortsgemeinderat und Gemeinde um die Zukunft Seelbachs kümmern. Vorgestellt wurden unter anderem die vorhandenen Bauplätze, zahlreiche in Eigenleistung umgesetzte Maßnahmen sowie innovative Ansätze zur Stärkung der Gemeindefinanzen, beispielsweise durch die Schaffung von Mietgaragen. Auch die Weiterentwicklung und Aufwertung des Friedhofs waren Themen des Rundgangs. „Gerade solche Gespräche und Einblicke vor Ort zeigen, wie viel Engagement in unseren Ortsgemeinden steckt. Viele Projekte entstehen nicht durch große Fördertöpfe, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken. Dieses Engagement verdient Respekt und Unterstützung“, betonte Krügel. Auch in Attenhausen standen die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Ortsgemeinde im Mittelpunkt der Gespräche. Die Dialogreihe bestätigte erneut das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an einer starken Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde. Die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ wird in den kommenden Wochen in weiteren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fortgesetzt. Ziel ist es, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Ideen, Wünsche und Anliegen unmittelbar einzubringen.




