Einblick in Produktion und Innovation im Gesundheitsbereich

Stadt Bad Ems • 9. Dezember 2024

Besuch und Führung bei URIACH in Bad Ems

Bildunterzeile: Staatsbad Geschäftsführer Achim Deusner (rechts) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel (links) im Gespräch mit URIACH CEO Sebastian Werner

In einer exklusiven Führung durch das Produktionswerk von URIACH Bad Ems haben Dr. Jan Rossbach, Leiter der Produktion, und Sebastian Werner, CEO der URIACH Germany GmbH, Stadtbürgermeister Oliver Krügel sowie den Leiter des Staatsbades, Achim Deusner, durch die Produktionsstätten und Labore geführt. 
Bad Ems hat gleich 2 Werke: das Werk an der Lahn steht im Mittelpunkt der Salzgewinnung und -verarbeitung aus der 73 Meter tiefen Quelle an der Lahn. Natürliches Emser Salz wird durch Eindampfen des Emser Thermalwassers gewonnen. Es besteht aus mehr als 30 Mineralstoffen und Spurenelementen, die das Salz in seiner Zusammensetzung so einzigartig machen. Das Besondere am Natürlichen Emser Salz ist sein hoher Anteil an Hydrogencarbonat-Ionen. Es unterstützt und verbessert die natürliche Reinigungsfunktion der Schleimhäute und lässt diese abschwellen. Wegen seiner nachgewiesenen Wirkung auf die Schleimhaut der Atemwege ist Emser Salz das einzige als Arzneimittel zugelassene Salz.  
In Werk 2 in der Arzbacher Straße sind die Produktion sowie die Labore zu finden. Im Tee-Labor werden die Sidroga-Teeprodukte, Arzneimittel mit Traditions- und Individualzulassungen, geprüft. Sidroga-Produkte zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und die sorgfältige Verpackung aus, die die pflanzlichen Wirk- und Aromastoffe optimal bewahrt und die natürliche Wirksamkeit sicherstellt.
Ein weiteres bedeutendes Produkt aus der Bad Emser Produktion ist die Emser Pastille. Diese wird aus Zucker und Emser Salz hergestellt, wobei der Zucker bei 80 Grad Celsius zu Granulat verarbeitet und mit Salz sowie optionalen Aromen vermischt wird. Ein halb-automatisches Wiegesystem gewährleistet die präzise Einwaage des Zuckers. Die Produktion einer Charge umfasst 250.000 bis 270.000 Pastillen. Pro Jahr werden in Bad Ems rund 106 Millionen Pastillen produziert. Besonders beeindruckend: Pro Stunde produziert die Tablettenpresse 130.000 Pastillen, die in der Blisterlinie mit einer Geschwindigkeit von 240 Blistern pro Minute verpackt werden. Die Qualitätssicherung der Pastillen-Anlage überprüft jeden Blister auf Fehler.
Ein weiterer Schwerpunkt der Führung lag auf der Stick-Produktion, wo derzeit mit drei Anlagen gearbeitet wird. Hier wird der Stick geformt, befüllt und verschlossen. Die Produktion läuft während des Jahres in einem Schichtbetrieb, der in den Spitzenzeiten 24 Stunden täglich läuft, um eine kontinuierliche Versorgung der Märkte zu gewährleisten. Die Medizinalsalz-Sticks dienen beispielsweise zur Anwendung mit der Nasendusche oder zur Inhalation.

Uriach – Ein Unternehmen mit Tradition und Vision
Uriach, ein seit 185 Jahren bestehendes Familienunternehmen, hat sich mittlerweile von einem regionalen Anbieter zu einem global agierenden Unternehmen entwickelt. Mit der Übernahme von Sidroga Pharma im Jahr 2021 und der Erweiterung auf die zentral europäische -Region hat Uriach seine internationale Präsenz ausgebaut. Derzeit ist Uriach in Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland stark vertreten und zielt darauf ab, bis Ende 2024 eine führende Position im Bereich Natural Consumer Healthcare zu erreichen.
Nachhaltigkeit und Innovation im Mittelpunkt
Das Unternehmen verfolgt eine klare Vision: „Kraft der Natur ergänzt durch Wissenschaft“. Nachhaltigkeit und Natürlichkeit stehen dabei an erster Stelle. Die chemischen Aspekte werden dabei weitgehend vermieden, um natürliche Gesundheitslösungen zu fördern. Das Engagement für Umwelt und Gesundheit spiegelt sich auch in der Produktpalette wider, die in Apotheken von Marken wie EMS, Sidroga, Fisiocreme bis hin zu Aquilea reicht. Mit etwa 330 unterschiedlichen Produkten ist Uriach ein bedeutender Akteur im Gesundheitssektor.

Zukunftsaussichten
Die Zukunft von Uriach Germany ist vielversprechend: Mit rund 1500 Mitarbeitern weltweit und etwa 400 Mitarbeitern in Deutschland ist das Unternehmen gut aufgestellt. Dank des kontinuierlichen Wachstums und der starken Marken wird für 2024 ein weiterer Anstieg der Produktionszahlen erwartet. 

Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie der Staatsbad Bad Ems GmbH und der Stadt Bad Ems macht das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur in der Region. Als Unternehmen mit einer langen Tradition ist Bad Ems als Standort für die URIACH Germany nicht nur ein zentraler Teil Unternehmensgeschichte, sondern auch ein Symbol für das kontinuierliche Engagement in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Produkten.

Pressemitteilung und Fotos: Stadt Bad Ems, Kerstin Fuchs

19. August 2026
Weitere Möglichkeiten zum persönlichen Austausch
19. August 2026
RLP-Innenminister Achim Schwickert zu Gast
18. August 2026
Von Bad Ems über Nassau nach Singhofen, Dienethal und Becheln
13. August 2026
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.
3. August 2026
Bürgermeisterkandidat Oliver Krügel setzt Dialogtour durch die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fort
30. Juli 2026
Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
27. Juli 2026
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl
22. Juli 2026
Bürgerdialog mit Innenminister Achim Schwickert
Show More