Generalversammlung der Great Spa Towns tagte im niederösterreichischen Baden bei Wien
Stadt Bad Ems • 18. November 2024
Foto: Great Spa Towns of Europe, Catherin Loyd
Bildunterzeile: Die Generalversammlung der Great Spa Towns of Europe machte im Herbst 2024 in Baden bei Wien (A) halt
Die Treffen finden zweimal im Jahr in einer der 11 Schwesterstädten statt. Neben der Generalversammlung aller (Ober-)Bürgermeister der Städte und der Sitzung der Sitemanager, geht es um den fachlich notwendigen Austausch. Bei dieser Gelegenheit kann vor und hinter die Kulissen des jeweiligen Great Spa Towns geblickt werden und verschiedene Einrichtungen werden besucht.
Fachliche Teilnehmer für Bad Ems waren Sitemanagerin Julia Palotas und von der Generaldirektion Kulturelles Erbe des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Nadine Hoffmann, Referentin des Welterbesekretariats. Stadtbürgermeister Krügel dankte der GDKE und Frau Hoffmann für die Unterstützung von Seiten des Landes.
In der Generalversammlung wurden turnusmäßige Berichte über die laufenden Entwicklungsprojekte in den jeweiligen Städten vorgetragen und über das Budget der Great Spa Towns sowie dessen Einsatz diskutiert.
„Für Bad Ems war sicherlich das Unglück im Vier-Türme-Haus und die Zukunftsperspektive dieses stadtbildprägenden Gebäudes sowie der aktuelle Sachstand, eines der zentralen Themen. Der Umgang mit diesem Unglück und die Kommunikation von Bad Emser Seite wurde von den Partnern positiv aufgefasst. Zudem wurde die Entwicklung der Baustelle ‚Quellenturm‘ positiv zur Kenntnis genommen“, erläutert Stadtbürgermeister Krügel.
Auch wurde der Generalversammlung aus den jeweiligen Gremien und Arbeitsgruppen über Projekte im Hinblick auf den Erhalt, die Administration sowie das Marketing der Welterbestätte gesprochen.
Eine Besonderheit an dieser Generalversammlung war, dass die Great Spa Towns of Europe erstmalig mit einem „Interspace Workshop“ für die Jugend gestartet sind. In den Tagen vor der Generalversammlung kamen Schulklassen mit Lehrkräften zu diesem Jugendforum. Aus den Städten Vichy (F), Bad Kissingen (D) und Marienbad (CZ) reisten sie nach Baden bei Wien, um mit ihren gleichaltrigen Mitschülern aus dem niederösterreichischen Badeort über die Zukunft der Great Spa Towns zu sprechen und Ideen zu sammeln. Stadtbürgermeister Oliver Krügel und Sitemanagerin Julia Palotas wohnten dem Jugendforum bei.
Krügel berichtet von dem Treffen der Jugend: „Es war beeindruckend zu sehen, wie sich die Jugend mit den Fragestellungen des Jugendforums auseinandergesetzt hat und welche Antworten dazu geliefert wurden. Die abschließende Präsentation der Jugend in der Generalversammlung war beeindruckend. Für mich ist das ein fortsetzungswürdiges Format, welches ich gerne mit Bad Emser Beteiligung sehen würde.“
Die nächste Generalversammlung der Great Spa Towns of Europe findet im Mai 2025 in Marienbad (CZ) statt. Im darauffolgenden Herbst 2025 macht die Generalversammlung in Bad Ems halt.
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


