Was unsere ambulanten Pflegedienste möglich machen
Praktikumstag bei AyVital

Foto Tymur Vagabov: Oliver Krügel, Inhaberin Aysun Kiziltoprak und Pflegefachkraft Jennifer Pfeil haben einige Stunden miteinander im Dienst verbracht
Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können – dazu leisten unsere ambulanten Pflegedienste jeden Tag einen wichtigen Beitrag. Bei einem Praktikumstag beim interkulturellen Pflegedienst AyVital in Bad Ems begleitete Oliver Krügel Inhaberin Aysun Kiziltoprak auf ihrer Tour und erhielt unmittelbare Einblicke in den Arbeitsalltag der ambulanten Pflege.
„Mir war wichtig, nicht nur über Pflege und die Herausforderungen unserer Pflegelandschaft zu sprechen, sondern selbst einmal mitzufahren und zu erleben, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste Tag für Tag leisten“, erklärt Krügel.
AyVital wurde Anfang des Jahres von Aysun Kiziltoprak in Bad Ems gegründet. Die ausgebildete Pflegefachkraft verfügt über langjährige Erfahrung. Vor ihrer Selbstständigkeit arbeitete sie unter anderem in einem Pflegeheim als Pflegefachkraft und Wohnbereichsleitung und später als Pflegedienstleitung einer Reha-Klinik in Bad Ems. Mit dem eigenen Pflegedienst verwirklichte sie schließlich einen lang gehegten Wunsch.
„Es war immer meine Vorstellung, einen eigenen Pflegedienst zu eröffnen, damit ich den Menschen noch das Leben zu Hause schenken kann“, berichtete Kiziltoprak während des gemeinsamen Praktikumstages.
Mittlerweile beschäftigt AyVital vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zwei Pflegefachkräfte und zwei Kräfte in der Hauswirtschaft – und betreut aktuell 44 Klientinnen und Klienten. Weitere Neuaufnahmen stehen bereits an. Zum Angebot gehören neben der häuslichen Pflege und Behandlungspflege auch hauswirtschaftliche Unterstützung, Betreuung und Pflegeberatung. Ein besonderes Merkmal ist der interkulturelle Ansatz des Pflegedienstes.
Möglichst lange im vertrauten Zuhause leben
Für Krügel steht der Besuch bei AyVital stellvertretend für die wichtige Arbeit aller ambulanten Pflegedienste in der Region.
„Viele Menschen wünschen sich, auch dann in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können, wenn sie im Alltag Unterstützung oder Pflege benötigen. Angehörige können diese Aufgabe aber nicht immer übernehmen – beispielsweise weil sie berufstätig sind, weiter entfernt wohnen oder weil es keine Angehörigen mehr gibt. Unsere ambulanten Pflegedienste leisten deshalb einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können.“
Dabei muss die Unterstützung keineswegs immer dauerhaft notwendig sein. Das zeigte sich bei einem Besuch während der gemeinsamen Tour besonders anschaulich. Birgit Stoffel, die seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich als St. Martin bei der Spießer-Martini-Kirmes aktiv ist, ist nach einem Unfall vorübergehend auf Unterstützung angewiesen.

Foto: Birgit Stoffel, langjährige "Emser Sankt Martin", mit Oliver Krügel, beim Besuch mit Aysun Kiziltoprak.
Im Gespräch berichtete sie von ihren sehr positiven Erfahrungen mit Aysun Kiziltoprak und ihrem Pflegedienst. Krügel wünschte ihr einen guten Genesungsverlauf – verbunden mit der Hoffnung, sie schon bald wieder als St. Martin erleben zu können. „Dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie vielfältig ambulante Pflege ist. Manchmal braucht ein Mensch dauerhaft Unterstützung, manchmal nur für eine begrenzte Zeit nach einem Unfall oder einer Erkrankung. Entscheidend ist, dass verlässliche Angebote vorhanden sind, wenn Menschen sie benötigen“, so Krügel.
Wichtiger Baustein unserer Pflegelandschaft
Mit einer älter werdenden Gesellschaft wird nach Auffassung Krügels die Frage, wie eine gute und wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden kann, weiter an Bedeutung gewinnen. Ambulante Pflegedienste seien dabei neben stationären Einrichtungen und weiteren Unterstützungsangeboten ein unverzichtbarer Bestandteil der Pflegelandschaft.
„Pflege ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben der kommenden Jahre. Dabei müssen wir unterschiedliche Angebote zusammendenken. Und überall dort, wo Menschen zu Hause leben möchten und dort gut versorgt werden können, sollten wir froh sein, dass unsere ambulanten Pflegedienste genau das ermöglichen.“ Zum Abschluss dankte Krügel Aysun Kiziltoprak und ihrem Team für die Möglichkeit, einen Teil ihres Arbeitsalltags unmittelbar mitzuerleben.
„Mein Dank gilt Aysun und ihrem Team für die offenen und sehr persönlichen Einblicke – aber ausdrücklich auch stellvertretend allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer ambulanten Pflegedienste. Sie leisten Tag für Tag einen wichtigen Dienst für die Menschen und ihre Familien und tragen dazu bei, Selbstständigkeit, Lebensqualität und ein Leben im vertrauten Zuhause zu erhalten.“
Nachfolgend geht es zum Praktikums-Video von Oliver Krügel:



