Wandern hat touristisches Potenzial: Auf den Spuren der Römer durch die Verbandsgemeinde

13. August 2026

„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto Jessica Krügel: Wanderführer Conrad Lunar und Oliver Krügel am ersten Etappenziel, der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems.


Früh am Morgen um 8 Uhr startete die Gruppe am Römerturm in Arzbach. Von dort führte die Strecke über Bad Ems und den Wintersberg weiter nach Becheln, Schweighausen und Dornholzhausen, anschließend über Hunzel bis zum Limeskastell in Pohl. Dabei bestand die Möglichkeit, die gesamte Strecke oder einzelne Etappen mitzulaufen.

Als Wanderführer und fachkundiger Begleiter konnte Conrad Lunar gewonnen werden. Der ausgewiesene Kenner der römischen Geschichte und insbesondere des Limes vermittelte unterwegs immer wieder spannende Einblicke in das Leben an der einstigen Grenze des Römischen Reiches. Mit dabei hatte er auch originalgetreu rekonstruierte Ausrüstungsgegenstände aus römischer Zeit, anhand derer Geschichte unmittelbar erlebbar wurde. So erfuhren die Teilnehmer nicht nur viel über die Befestigungsanlagen, sondern auch darüber, wie die Menschen zur Römerzeit lebten und wie die Grenze organisiert und gesichert wurde.


Besonders eindrucksvoll war, wie sich die Spuren des Limes selbst nach fast zwei Jahrtausenden noch in der Landschaft nachvollziehen lassen. Frühere Befestigungsanlagen, Gräben und Wallstrukturen wurden im Laufe der Jahrhunderte teilweise zurückgebaut, eingeebnet oder für die landwirtschaftliche Nutzung verfüllt. Dennoch können ehemalige Strukturen unter günstigen Bedingungen bis heute anhand sogenannter Bewuchs- und Bodenmerkmale erkannt werden. Unterschiede in Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit können beispielsweise dazu führen, dass sich ehemalige Gräben oder Fundamente in Luft- und Satellitenbildern durch abweichenden Pflanzenwuchs abzeichnen.


Für Conrad Lunar liegt gerade in der heutigen Bedeutung der ehemaligen Grenze eine besondere Botschaft: „Die römische Grenze, bei uns allgemein als ‚Limes‘ bekannt, ist heute eben nicht mehr trennend, sondern eine Grenze, die verbindet. Und das nicht nur am Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland durch Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern, sondern als UNESCO-Welterbe auch weit darüber hinaus. Für Bildung, Kultur und Tourismus ist das schon eine tolle Grundlage, die genutzt werden muss“, findet Lunar.


„Wenn man sich viele Kilometer zu Fuß durch unsere Verbandsgemeinde bewegt, bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick darauf, welchen historischen Schatz wir hier unmittelbar vor unserer Haustür haben. Geschichte wird dabei nicht abstrakt vermittelt. Man läuft tatsächlich auf und entlang von Wegen, an denen vor fast 2.000 Jahren die Grenze des Römischen Reiches verlief“, so Oliver Krügel.


Einen besonderen Zwischenstopp legte die Gruppe in Bad Ems an der Ottmar-Canz-Brücke ein. Bei einem kurzen Welterbe-Talk berichtete Krügel über die „Great Spa Towns of Europe“ und darüber, was diese serielle UNESCO-Welterbestätte ausmacht. Bad Ems gehört gemeinsam mit zehn weiteren bedeutenden europäischen Kurstädten zu diesem außergewöhnlichen Welterbe.


Damit verband die Wanderung zugleich zwei besondere Kapitel der Geschichte der Region: den Obergermanisch-Raetischen Limes und die Great Spa Towns of Europe. Beide gehören zum UNESCO-Welterbe und stehen auf ganz unterschiedliche Weise für die europäische und internationale Bedeutung der Region.

Neben der Geschichte stand während der Tour auch das touristische Potenzial der Landschaft im Mittelpunkt. Wälder, Höhenzüge, weite Ausblicke, historische Orte und kulturgeschichtliche Zeugnisse machten auf der Strecke deutlich, wie viel die Verbandsgemeinde Wanderern und Gästen bieten kann. Gerade die Verbindung von Natur, Bewegung und Geschichte biete große Chancen für die touristische Entwicklung. Gleichzeitig wurde aber auch sichtbar, wo noch Handlungsbedarf besteht. 


„Wir haben großartige Wege und eine Landschaft, die sich nicht verstecken muss. Aber wir müssen bei unseren Wanderwegen stärker auf Qualität statt Quantität setzen“, lautet Krügels Fazit. Deshalb brauche es ein neues Wanderwegekonzept. Derzeit werden rund 40 Wanderwege touristisch ausgewiesen. Künftig sollte sich die Verbandsgemeinde auf etwa 21 ausgewählte Wege konzentrieren, die dafür einen verlässlich hohen Qualitätsstandard bieten. 

„Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass andere Wanderwege verschwinden oder geschlossen werden. Sie bleiben selbstverständlich erhalten, werden aber nicht mehr alle als touristische Wanderwege ausgewiesen und beworben“, stellt Krügel klar. Wer einen Weg touristisch vermarkte, müsse den Gästen schließlich auch eine entsprechende Qualität bieten können. Dazu gehörten eine durchgängige und verständliche Beschilderung, regelmäßige Kontrollen durch Wegepaten und ein dauerhaft guter und sicher begehbarer Zustand. Hindernisse oder Beeinträchtigungen müssten erkannt und möglichst zeitnah beseitigt werden. 

„Unser Anspruch muss sein: Wo Wanderweg draufsteht, muss auch ein gutes Wandererlebnis drinstecken. Wer bei uns zu Gast ist und sich für einen beworbenen Wanderweg entscheidet, soll sich auf die Beschilderung und die Qualität des Weges verlassen können“, so Krügel. Dies lasse sich mit einer konzentrierten Auswahl hochwertiger touristischer Wege wesentlich besser gewährleisten als mit rund 40 gleichzeitig zu betreuenden Routen.

Dafür brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen Verbandsgemeinde, Ortsgemeinden, Touristik und den ehrenamtlichen Wegepaten. „Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir die ausgewählten Wege dauerhaft auf einem hohen Niveau halten und professioneller vermarkten. Die übrigen Wege bleiben dabei erhalten und können selbstverständlich weiterhin genutzt werden. So schaffen wir am Ende mehr Qualität für Einheimische und Gäste – ohne unser gewachsenes Wegenetz aufzugeben.“


Gerade die Verbindung von Natur, Bewegung und Geschichte biete große Chancen für die touristische Entwicklung. Historische Orte und Sehenswürdigkeiten sollten dabei nicht isoliert betrachtet, sondern stärker miteinander verknüpft und als gemeinsame Erlebnisräume vermittelt werden.

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam die Tour sehr gut an. Durch verschiedene Einstiegsmöglichkeiten und Etappen konnten auch diejenigen teilnehmen, die nicht die gesamte Strecke zurücklegen wollten. Neben den historischen Informationen blieb unterwegs genügend Gelegenheit für Gespräche und den gemeinsamen Austausch.

Nach der positiven Resonanz soll die Limeswanderung keine einmalige Aktion bleiben. Für das kommende Jahr ist bereits eine Wiederholung geplant.


„Die vielen Kilometer waren am Ende in den Beinen zu spüren – aber sie haben sich gelohnt. Wir haben unglaublich viel Geschichte, Natur und touristisches Potenzial direkt vor unserer Haustür. Diesen Schatz müssen wir bewahren, besser sichtbar machen und gemeinsam weiterentwickeln“, so Oliver Krügel abschließend.

Für zusätzliche Motivation entlang der Strecke sorgte das Team Krügel. An verschiedenen Wegpunkten wartete das Team mit dem Versorgungsfahrzeug auf die Wanderer und sorgte mit Kuchen, Gebäck und Kaltgetränken für die nötige Stärkung. Ein kulinarisches Highlight wartete beim Zwischenstopp in Becheln: Dort gab es lukanische Bratwurst nach original römischer Rezeptur, wie sie beim REWE Pebler Markt in Nassau erhältlich ist. Mit zahlreichen Kräutern und Zutaten, die bereits zur Römerzeit bekannt waren, passte sie perfekt zum Thema des Tages.


Krügel kannte die besondere Spezialität bereits aus dem Limeskastell Pohl und freute sich, sie auch bei der Wanderung anbieten zu können: „Die lukanische Bratwurst kannte ich bereits aus dem Limeskastell in Pohl und wusste daher, wie besonders schmackhaft sie ist. Durch die vielen Kräuter und Gewürze hat sie einen ganz eigenen Geschmack. Sie schmeckt so hervorragend, dass sie tatsächlich keinen Tropfen Senf oder Ketchup braucht. Eine echte Empfehlung“, so Krügel.

Sein besonderer Dank galt zugleich dem Team, das die Wanderung an den verschiedenen Wegpunkten mit dem Versorgungsfahrzeug begleitete: „Ein ganz herzliches Dankeschön an mein Team für die großartige Unterstützung. Wenn man nach einigen Kilometern an den nächsten Wegpunkt kommt und dort schon Kaltgetränke, Kuchen oder Gebäck warten, ist das eine echte Motivation. Ohne die vielen helfenden Hände wäre eine solche Aktion in dieser Form nicht möglich.“

Foto, Jessica Krügel: Angekommen am Wintersberg am Limes-Wachposten WP 2/1 ist die Wandergruppe um Wanderführer Conrad Lunar (Bildmitte im „Römeroutfit“) und Oliver Krügel (rechts von Lunar). 

Foto, Jessica Krügel: Pause an der großen „Feme-Linde“ ein Schweighausen

Foto, Conrad Lunar: Hinter Hunzel auf dem Weg zum Tagesziel in Pohl, lies sich Oliver Krügel neben diesem schönen LIMES-Stein ablichten. 

Foto, Jessica Krügel: Oliver Krügel und Conrad Lunar - standesgemäß nun mit römischer Rüstung - am Zielort im Limeskastell Pohl. 

von CDU Bad Ems-Nassau • 27. September 2026
Herzlichen Dank an alle Wegbegleiter!
von Oliver Krügel • 16. September 2026
Gestern Abend wurde Uwe Kewitz vom Fachbacher Gemeinderat zum neuen Ortsbürgermeister gewählt und tritt damit die Nachfolge von Thorsten Heibel an. Für mich war es selbstverständlich und ein echtes Bedürfnis, Uwe persönlich zu seiner Wahl zu gratulieren und ihm für seine neue Aufgabe alles Gute, viel Erfolg und stets eine glückliche Hand zu wünschen. Genauso wichtig war es mir, seinem Vorgänger Thorsten Heibel meinen Respekt und Dank für seinen Einsatz und seine geleistete Arbeit für die Ortsgemeinde Fachbach auszusprechen. Kommunalpolitisches Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient Anerkennung. Es war ein schöner Abend mit guten Gesprächen und gut gelaunten Mitgliedern des Gemeinderates. Dabei war deutlich zu spüren: In Fachbach schaut man positiv nach vorne und zieht gemeinsam an einem Strang – auch über Parteigrenzen hinweg. Genau so verstehe ich Kommunalpolitik. Vor Ort geht es um Menschen, um gute Ideen und vor allem darum, gemeinsam Lösungen für die konkreten Sachthemen und Herausforderungen unserer Gemeinden zu finden. Entscheidend sind für mich dabei die Köpfe, das persönliche Engagement und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen – und nicht das Parteibuch. Ich wünsche Uwe Kewitz für sein neues Amt viel Erfolg und Fachbach für die kommenden Jahre alles Gute. Meine Unterstützung ist Fachbach gewiss.
14. September 2026
Ein langes Wochenende mit zahlreichen Veranstaltungen und vielen persönlichen Begegnungen liegt hinter Oliver Krügel. Von Freitag bis Montag war er bei unterschiedlichen Festen und Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau unterwegs. Den Auftakt machte am Freitag das traditionelle Kirmesbaumstellen bei der Quetschekirmes in Dausenau . Dort war Krügel auch am Sonntag beim Frühschoppen zu Gast. Am Samstag standen die Wahlkampfstände in Bad Ems und Nassau auf dem Programm. In Singhofen besuchte er am Samstag den Fassanstich und den Luftballonumzug und ließ das lange Wochenende am Montag beim dortigen Frühschoppen ausklingen. Weitere Stationen waren das Familienfest der Weinfrauen in Nievern , ein Kabarettabend im Casablanca sowie der Tag des offenen Denkmals in Bad Ems. Auch beim Fischerfest des Fischereivereins Bad Ems schaute Krügel vorbei. Zuvor startete Krügel bereits früh in den Sonntag : Ab 8:00 Uhr war er an der Bäckerei Schäfer in Nassau und ab 9:30 Uhr an der Filiale in Singhofen anzutreffen, wo er Frühstücksmarmelade an die Frühaufsteher verteilte. Im Mittelpunkt standen für ihn dabei vor allem die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche mit den Menschen . „Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam erleben, was unsere Heimat ausmacht – genau das ist mir wichtig“, so Krügel. Dabei betont er, dass seine Präsenz bei den Veranstaltungen in der Region nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt ist. Viele der Feste und Termine besucht Krügel seit Jahren regelmäßig. Für ihn gehören der persönliche Kontakt zu den Menschen und die Unterstützung des örtlichen Vereinslebens zu seinem Verständnis von kommunalem Engagement. Sein besonderer Dank gilt den zahlreichen Vereinen, Ehrenamtlichen sowie Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Veranstaltungen möglich machen. „Unsere Heimat lebt vom Mitmachen, vom Miteinander und von den Menschen, die sich für sie engagieren“, so Krügel.
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Auf ein Wort mit Oliver Krügel – mitten in der VG
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24. August 2026
Auch in den letzten beiden Wochen vor der Bürgermeisterwahl setzt Oliver Krügel auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Neben zahlreichen persönlichen Gesprächen, Haustürbesuchen und Veranstaltungsterminen finden auch die bekannten Infostände in Bad Ems und Nassau wieder statt. Samstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: wechselnde Standorte im Stadtgebiet Nassau: am Amtsplatz Samstag, 5. September, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: an der Volksbank Nassau: am Amtsplatz Darüber hinaus ist Oliver Krügel in den kommenden Tagen weiterhin in der gesamten Verbandsgemeinde unterwegs – bei Veranstaltungen , im Haustürwahlkampf und im persönlichen Gespräch mit den Menschen vor Ort . „Mir ist wichtig, bis zum letzten Tag und darüber hinaus ansprechbar zu sein und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern persönlich ins Gespräch zu kommen. Wer eine Frage, ein Anliegen oder einfach Lust auf einen direkten Austausch hat, kann mich jederzeit gerne ansprechen“, so Krügel. Wer ein persönliches Gespräch oder einen individuellen Termin vereinbaren möchte, erreicht Oliver Krügel per E-Mail unter kontakt@oliverkruegel.de oder telefonisch unter 0171 4 27 26 87 .
24. August 2026
Intensiver Austausch zur Vereinstätigkeit
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