10.100 Euro für Sanierung der Tahara-Halle gespendet
Stadt Bad Ems • 19. November 2020
Stadt Bad Ems dankt dem Evangelischen Dekanat, der Bürgerstiftung und der Jüdischen Gemeinde Koblenz

Evangelisches Dekanat, Bürgerstiftung und jüdische Gemeinde überreichen Scheck an Stadtbürgermeister Oliver Krügel; v. l.: Wilhelm Augst, Dr. Christoph Simonis, Stadtbürgermeister Oliver Krügel und Dekanin Renate Weigel.
Eine Spende in Höhe von 10.100 Euro zur Sanierung der jüdischen Trauerhalle, wurde unserem Stadtbürgermeister Oliver Krügel überreicht. Das evangelische Dekanat Nassauer Land, die Bürgerstiftung Bad Ems und die jüdische Gemeinde Koblenz waren dabei zugegen.
„Sie als Ort des Gedenkens und des Gebets zu erhalten, erscheint mir als eine Friedensaufgabe“, so Dekanin Renate Weigel, die sich seit einigen Jahren mit Herzblut für die Sanierung der Tahara-Halle einsetzt.
Das Besondere: „Das kleine Gebäude ist wohl das einzige, noch erhaltene und nicht einem anderen Zweck zugeführte, Gebäude aus jüdischem Besitz auf dem Gebiet unseres Dekanats“, so die Theologin. Das Dekanat steuert 4.600 Euro für die Sanierung dazu.
Dabei freut es sie besonders, dass das Gebäude bereits in der Phase vor der Sanierung wieder sinnvoll genutzt wird, beispielsweise als Unterrichtsziel für die Bad Emser Schulen. Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums erarbeiteten einen digitalen Video-Stadtrundgang zu jüdischen Gebäuden, in welchem die Tahara-Halle einen Wegpunkt markiert. Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums und der Realschule Plus Bad Ems-Nassau, waren bereits auf einer Gedenkveranstaltung im vergangenen Jahr beteiligt, bei der die Tahara-Halle den Veranstaltungsort bot.
Die Bürgerstiftung Bad Ems, die sich auch in Sachen Stadtgeschichte enorm engagiert, hat bereits mehrere Projekte begleitet, bei denen es um die Erinnerung an die jüdische Geschichte in unserer Stadt ging. Exemplarisch sind dort die „Stolpersteine“ oder die Anschaffung der Namenstaffeln in der Tahara-Halle zu nennen, die an die jüdischen Bad Emser Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, die grausam Opfer des Holocaust wurden.
Besonders froh ist Vorsitzender Wilhelm Augst, dass dazu junge Menschen der Realschule plus und des Goethe-Gymnasiums eingebunden werden konnten. „Alte Gebäude sind nicht nur etwas für alte Leute“, unterstrich Augst, warum die Stiftung 4.500 Euro zur Sanierung beisteuerte. Die sollen nicht zuletzt der Bildung junger Leute, in der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte der Stadt, dienen.
Wie wichtig das ist, unterstrich Dr. Christoph Simonis von der Jüdischen Gemeinde in Koblenz, wenn es schon gefährlich sei, öffentlich eine Kippa, also die jüdische Kopfbedeckung, zu tragen. 1.000 Euro steuerte die Gemeinde zur Sanierung des Gebäudes bei.
„Das ist nicht selbstverständlich und hilft uns sehr weiter, denn hier ist einiges zu tun“, dankte Stadtbürgermeister Oliver Krügel den Spendern. Die jüngsten Erinnerungen an die Geschehnisse des 10. November 1938 hätten einem Schauer über den Rücken laufen lassen bei der Vorstellung, wie damals mit Mitbürgern umgegangen worden sei, so der Stadtchef.
An Sanierungskosten ist mit einem Betrag in Höhe von 50.000,00 Euro zu rechnen, die Stadt Bad Ems übernimmt dabei den Differenzbetrag von ca. 40.000 Euro an der Sanierung. „Nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern unser Beitrag gegen das Vergessen!“, betonte der Stadtbürgermeister.
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


