Großer Schritt in die Mobilitätszukunft - Vertrag über Ladepark im Stadtteil Spieß unterzeichnet

Stadt Bad Ems • 23. November 2020
(v.l.): Stadtbürgermeister Oliver Krügel, Klimamanager Felix Feinauer und Oliver Kaul, Geschäftsführer der Firma Amperio, bei der Vertragsunterzeichnung.

Stadtbürgermeister Oliver Krügel und Oliver Kaul von der Firma Amperio haben einen Vertrag über die Errichtung eines beachtlichen Ladeparks für E-Mobilität im Stadtteil Spieß am Bahnhof unterzeichnet. 

Bereits vor fünf Jahren wurde ein entsprechendes Konzept für den Ausbau der Ladeinfrastruktur am Standort Bad Ems in Erwägung gezogen. Im Anschluss ist der Prozess ins Stocken geraten. Unmittelbar nach seiner Amtseinführung im Herbst 2019, habe Stadtbürgermeister Krügel den Kontakt zur Firma Amperio gesucht, um das Projekt wieder voranzutreiben. „Die E-Mobilität ist im Kommen und die Infrastrukturausstattung wird allmählich zu einem Standortfaktor für Wohnen, Arbeit und Tourismus“, zeigt sich Stadtbürgermeister Krügel überzeugt. Gemeinsam mit dem neuen Klimamanager der Verbandsgemeinde Bad Ems–Nassau, Herrn Felix Feinauer, habe der Stadtbürgermeister einen Mitstreiter finden können. Herr Feinauer hat im Dezember 2019 seinen Dienst bei der VG begonnen.

Zunächst entstehen AC-Ladeplätze mit 6 Ladepunkten für langsames Laden mit Wechselstrom und 2 DC-Schnell-Ladepunkte mit Gleichstrom, wobei mindestens einer mit einer Ladeleistung von 120 Kilowatt ausgestattet werden soll. Bei den langsamen Ladeprozessen sind die Akkus innerhalb 4 - 6 Stunden voll aufgeladen. Für Gäste auf der Durchreise sind die Schnelllader gedacht, die in bestenfalls 20 Minuten die Akkus laden.
Da sich eine größere Nachfrage nach E-Ladesäulen in naher Zukunft entwickeln könnte, werden im Zuge der tiefbaulichen Maßnahmen zusätzliche Leerrohre verlegt, durch die ohne weitere Maßnahmen in wenigen Wochen nach Beschluss zusätzliche E- Ladesäulen errichtet werden können. „Mit den Leerrohren im Stadtteil Spieß hat die Stadt damit schon kostensparend vorgesorgt, dieser vorausschauende Blick in die Zukunft ist uns wichtig“, sagte Stadtbürgermeister Krügel.

Die ersten Ladepunkte werden am Bahnhof Mitte kommenden Jahres in Betrieb gehen. Ein wichtiger Punkt für die Stadt und die Firma Amperio ist die Transparenz hinsichtlich des Preises für die Nutzer, da bisher ein Preis beim E-Laden oft nicht ersichtlich war und ist. Es wird eine Bezahlsäule geben, die den Preis ausweist und somit Klarheit für die Kunden schafft. Ein weiterer Punkt ist ein größtmöglicher Bezahlkomfort – es soll in Bad Ems eine kundenfreundliche Zahlung mit EC-Karte und Smartphone möglich sein. Die Bezahlsäule gibt der Stadt auch Aufschluss über die Häufigkeit der Nutzung der Ladesäulen. Somit kann man zeitnah bei Bedarf weitere Ladesäulen aufstellen.

Zusätzlich soll in Zukunft auch eine Ladestation für E-Bikes im Stadtgebiet entstehen.

Die Firma Amperio investiert eine Viertel Millionen Euro in dieses Projekt – die Stadt Bad Ems beteiligt sich mit den Tiefbauarbeiten. Damit ist sichergestellt, dass das E-Laden im Fall einer Insolvenz der Firma Amperio in den nächsten 20 Jahren, auch mit einem anderen Unternehmen fortgesetzt werden kann. Die Stadt erhebt eine Sondernutzungsgebühr von Amperio und wird zusätzlich minimal an jeder geladenen Kilowattstunde Strom beteiligt.
Mit dieser Maßnahme erfüllt die Stadt Bad Ems schon heute einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der den Ausbau der Leitungs- und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität vorsieht. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müsste ab 2025 eine bestimmte Anzahl an Stellplätzen im öffentlichen Bereich mit E-Ladesäulen ausgestattet sein. 

„Mit der Maßnahme werten wir die Stadt Bad Ems als Wohn- und Tourismusstandort auf und schaffen ein zukunftsweisendes Angebot“, findet unser Stadtbürgermeister. 

Öffentliches Laden ist in Bad Ems schon aktuell an der Kreisverwaltung auf der Insel Silberau sowie am Bergbaumuseum in der Arzbacher Straße möglich. Am Rathaus der Verbandsgemeinde werden in den nächsten Tagen weitere E-Ladesäulen in Betrieb gehen. In Zukunft sollen am neuen Wasserkraftwerk und im Therme-Parkhaus weitere E-Tankstellen zur Verfügung gestellt werden.





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