Praxisübernahme in Bad Ems: Stadtbürgermeister gratuliert persönlich
Stadt Bad Ems • 1. Oktober 2025

Foto/Praxis Alsadaie: Stadtbürgermeister Oliver Krügel (v.l.) mit dem neuen Praxisinhaber Facharzt Khalid Alsadaie, Praxismanagerin Lea Kiesewetter und Fayez Bittar.
Zum Leistungsspektrum gehören ästhetischer Zahnersatz, zahnerhaltende Therapien, Endodontie, professionelle Zahnreinigung und Zahnaufhellung. Besondere Schwerpunkte setzt der neue Praxisinhaber in der schonenden Weisheitszahnentfernung, Implantologie, modernem Knochenaufbau, Wurzelspitzenresektionen sowie der 3D-Volumentomographie (DVT) für höchste Präzision – auf Wunsch auch unter Sedierung.
Stadtbürgermeister Oliver Krügel besuchte die Praxis persönlich, um Herrn Alsadaie zur Übernahme zu gratulieren.
„Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Alsadaie und seinem Team dafür, dass sie mit ihrem Engagement dazu beitragen, die zahnärztliche Versorgung in Bad Ems auch künftig sicherzustellen“, so Krügel.
(Foto, Jessica Krügel): Dr. Thomas Reisinger (links), Dr. Christine Krausbeck, Dr. Hildegard Simons und Oliver Krügel nach einem umfangreichen Austausch in den Praxisräumlichkeiten auf der Bismarkhöhe. Im Rahmen seiner Gesundheitswoche hat sich der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, mit Vertretern der Emser Ärzteschaft über den aktuellen Stand des Projekts „Bürgernahes Krankenhaus“ ausgetauscht. Mit der Bekanntgabe der Schließungspläne der damaligen Paracelsus-Klinik habe die kommunale Familie den Verlust des Krankenhausstandortes keineswegs tatenlos hingenommen, betont Krügel. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne habe die Stadt Bad Ems zu einem Runden Tisch eingeladen und gemeinsam mit weiteren Akteuren intensiv für den Erhalt des Standortes geworben. Letztlich habe der Paracelsus-Konzern jedoch an seiner Entscheidung festgehalten und keine Bereitschaft erkennen lassen, den eingeschlagenen Kurs noch einmal zu überdenken. Aus dieser Situation heraus entstand die Initiative für ein bürgernahes Krankenhaus. Dr. Erich und Christine Krausbeck, Dr. Hildegard Simons und Dr. Thomas Reisinger entwickelten gemeinsam mit weiteren Beteiligten ein Konzept für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung in Bad Ems. Dieses wurde zwischenzeitlich weiterentwickelt und liegt inzwischen in einer überarbeiteten Fassung vor. Ziel ist ausdrücklich keine Rückkehr zu einer klassischen Krankenhausstruktur mit zahlreichen Fachabteilungen, sondern eine wirtschaftlich tragfähige Lösung mit einer wohnortnahen Akut- und Basisversorgung, einer überschaubaren stationären Versorgung sowie einer engen Verzahnung mit ambulanten Angeboten und geriatrischen Leistungen. „Ich bin der Projektgruppe der Emser Ärzteschaft sehr dankbar, dass sie sich weit über ihren anspruchsvollen Praxisalltag hinaus für die medizinische Versorgung unserer Heimat engagiert. Dieses Engagement verdient großen Respekt und meine volle Unterstützung“, erklärt Oliver Krügel. Im Gespräch wurde zugleich deutlich, dass die Herausforderungen weiterhin erheblich sind. Nach Einschätzung der Projektverantwortlichen stellt insbesondere die Finanzierung die größte Hürde dar. Während andere Krankenhausstandorte aufgrund ihrer Einstufung als bedarfsnotwendig auf eine stärkere öffentliche Finanzierung zurückgreifen können, müsste ein möglicher Standort in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau nach derzeitigem Stand maßgeblich durch private Investoren realisiert werden. Hinzu komme der bundesweit spürbare Fachkräftemangel. Gerade die Gewinnung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften werde für jedes neue Krankenhausprojekt zu einer zentralen Herausforderung. „Es wäre unseriös, den Menschen heute zu versprechen, dass ein solches Krankenhaus kurzfristig entstehen wird. Die gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind schwierig. Aber nur weil ein Ziel schwer zu erreichen ist, dürfen wir es nicht aufgeben. Entscheidend ist, dass engagierte Menschen weiterhin an Lösungen arbeiten – und genau das geschieht hier“, so Krügel. Er werde die weiteren Entwicklungen weiterhin konstruktiv begleiten und seine Kontakte auf Landes- und Bundesebene nutzen, um das Projekt dort zu unterstützen, wo dies möglich sei. „Eine wohnortnahe medizinische Versorgung bleibt ein entscheidender Standortfaktor für unsere Region. Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass das Projekt eines bürgernahen Krankenhauses weiterhin mit großem Engagement verfolgt wird. Allein die Tatsache, dass hier nicht aufgegeben wird, ist ein wichtiges Signal für unsere Heimat.“
Im Rahmen seiner Themenwoche Gesundheit hat sich Oliver Krügel, Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, intensiv mit der Zukunft der hausärztlichen Versorgung in der Region beschäftigt. Dazu führte er unter anderem ein Gespräch mit der Landesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, Dr. Barbara Römer. Außerdem tauschte er sich mit den Hausärzten Dr. Martin Schencking und Dr. Hildegard Simons in Bad Ems sowie Dr. Thomas Klimaschka in Nassau über die aktuelle Situation und die künftigen Herausforderungen aus. Die aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz zeigen: Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt derzeit über 17,75 hausärztliche Versorgungsaufträge. Die medizinische Grundversorgung ist damit aktuell gewährleistet. Ein genauer Blick auf die Altersstruktur macht jedoch deutlich, dass bereits heute die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Fast die Hälfte der Hausärztinnen und Hausärzte ist 60 Jahre oder älter, rund ein Drittel sogar mindestens 65 Jahre. Demgegenüber gibt es nur wenige jüngere Ärztinnen und Ärzte, die perspektivisch frei werdende Praxen übernehmen können. „Die Herausforderung besteht nicht in erster Linie darin, die medizinische Versorgung heute sicherzustellen. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, schon jetzt die Weichen dafür zu stellen, dass die Menschen auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch wohnortnah hausärztlich versorgt werden. Genau daran müssen wir bereits heute arbeiten“, betont Oliver Krügel. Dieser Eindruck wurde in allen Gesprächen bestätigt. Hinzu kommen bundespolitische Rahmenbedingungen, die die Situation zusätzlich erschweren. Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte berichten von wachsender Bürokratie, steigenden Anforderungen und wirtschaftlichem Druck. Auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband weist darauf hin, dass die derzeitigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen die Praxen zunehmend belasten. Nach Einschätzung des Verbandes führen die geplanten Reformen der Bundesregierung dazu, dass die Praxen – salopp formuliert – „ein Drittel mehr arbeiten und dafür ein Drittel weniger Vergütung erhalten“. Eine solche Entwicklung, so die Kritik des Verbandes, würde in kaum einer anderen Berufsgruppe akzeptiert werden. Ebenso deutlich wurde in den Gesprächen: Modelle großer Gesundheitsketten stoßen insbesondere im ländlichen Raum an Grenzen. Die Menschen wünschen sich Hausärztinnen und Hausärzte, die ihre Patientinnen und Patienten persönlich kennen, langfristig begleiten und sich mit der Region identifizieren. Gerade diese persönliche Bindung ist ein wesentlicher Baustein einer guten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Zwar liegt die ambulante medizinische Versorgung nicht in der Zuständigkeit der Verbandsgemeinde. Das entbindet die Kommunalpolitik jedoch nicht von der Verantwortung, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Für Oliver Krügel gehören dazu eine enge Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, dem Rhein-Lahn-Kreis sowie den Städten und Ortsgemeinden. Kommunen können bei der Suche nach geeigneten Praxisräumen unterstützen, gemeinsam geeignete Grundstücke entwickeln und – wo möglich – Wohnraum für Medizinerinnen und Mediziner bereitstellen oder vergünstigt anbieten. Ebenso wichtig sind Hilfestellungen bei der Kinderbetreuung, der Schulplatzsuche und der Integration der gesamten Familie vor Ort. Darüber hinaus spricht sich Krügel dafür aus, frühzeitig den Kontakt zu Medizinstudierenden sowie Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung zu suchen und bestehende Initiativen des Rhein-Lahn-Kreises – etwa das Stipendienprogramm zur Gewinnung von Hausärztinnen und Hausärzten – aktiv zu begleiten und zu unterstützen. „Die Gesundheitsversorgung wird ein Dauerläuferthema für die Kommunalpolitik bleiben. Auch wenn wir nicht unmittelbar zuständig sind, müssen wir uns mit Nachdruck für die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger sowie für eine wohnortnahe medizinische Versorgung einsetzen. Gesundheitsversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für Familien, Unternehmen und unsere gesamte Region. Deshalb möchte ich mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die Menschen auch künftig wohnortnah und qualitativ hochwertig medizinisch versorgt werden.“, so Oliver Krügel abschließend.
Nach 15 von insgesamt 28 Stationen meiner Dialogtour „Krügel grillt“ geht es in den kommenden Wochen mit weiteren Terminen durch unsere Verbandsgemeinde weiter. Mein herzlicher Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die die bisherigen Veranstaltungen besucht haben. Die vielen offenen Gespräche, Anregungen und Hinweise sind für mich außerordentlich wertvoll. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig der persönliche Austausch vor Ort ist. Ich lade Sie herzlich ein, auch bei einer der kommenden Stationen vorbeizuschauen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Anliegen, Ideen und Fragen direkt mit mir zu besprechen. Ich freue mich auf viele weitere interessante Begegnungen und gute Gespräche. Die nächsten Termine : Freitag, 17.07. 16:30 bis 18:30 Uhr – Geisig , gegenüber dem „Backes“ 19:00 bis 21:00 Uhr – Dessighofen , Dorfgemeinschaftshaus Samstag, 18.07. 12:00 bis 14:00 Uhr – Miellen , Dorfgemeinschaftshaus Samstag, 25.07. 15:00 bis 17:00 Uhr – Singhofen , Marktplatz Sonntag, 26.07. 13:00 bis 15:00 Uhr – Weinähr , Dorfplatz 16:00 bis 18:00 Uhr – Winden , Dorfcafé Freitag, 31.07. 16:00 bis 18:00 Uhr – Schweighausen , am Denkmal (Braubacher Straße) Ich freue mich darauf, den Dialog mit Ihnen fortzusetzen und viele weitere Bürgerinnen und Bürger persönlich kennenzulernen.



