Neujahrsgrüße
Oliver Krügel • 4. Januar 2021
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2020 ist sicherlich für uns alle anders gelaufen, als wir es erwartet haben. Auch für die Stadt Bad Ems hat die Corona-Pandemie Auswirkungen, die sich bereits im vergangenen Jahr ausgewirkt haben oder noch bis in die nächsten Jahre ausstrahlen werden, insbesondere in finanzieller Hinsicht.
Dennoch gilt es den Blick nach vorne zu richten und wir dürfen optimistisch und zuversichtlich zu sein. Mit der Zulassung des ersten Impfstoffes und den aussichtsreichen weiteren Zulassungsverfahren für weitere Impfungen, können wir hoffen, dass das Ende der Pandemie absehbar sein wird. Zudem gibt es eine Korrelation zwischen dem nasskaltem Herbst- sowie Winterwetter und den Infektionszahlen von viralen Atemwegserkrankungen, zu welchen das SARS-CoV2 Virus gehört. Wir dürfen also auf sinkende Zahlen in den kommenden Monaten und entscheidende Erfolge hoffen – vorausgesetzt wir halten uns weiter diszipliniert an die Regeln.
Ich bedanke mich bei all jenen, die sich ehren- oder hauptamtlich bei der Bekämpfung der Pandemie engagiert haben und fortwährend engagieren. Ob es im medizinischen Sektor, der Verwaltung oder im Einzelhandel zur Versorgung der Bevölkerung war, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Hier ist Bad Ems in einer gewissen Vorreiterrolle mit einer ausgezeichnet organisierten Corona-Ambulanz Dr. Schwab/Dr. Simons, der Hufeland-Klinik als Lungenfachklinik und der Paracelsus Klinik als Akutkrankenhaus, welches aufgrund von Investitionen in modernste Technik, als eines der ersten Einrichtungen der Region, in Eigenregie Corona-Testungen durchführen konnte.
Beeindruckend finde ich das Durchhaltevermögen vieler Gewerbebetriebe, die aufgrund der auferlegten Schließungen während der „Lockdownphasen“ zu kämpfen hatten und auch noch zu kämpfen haben. Ihnen allen gilt mein Respekt!
Hinsichtlich der Kommunalpolitik und dem Stadtrat darf ich sagen: Mit 21 Sitzungen städtischer Gremien, weitere Sitzungen des Ältestenrats sowie Fraktionssitzungen nicht mit eingenommen, darf das Programm als „stramm“ bezeichnet werden. 8 Sitzungen hat der Stadtrat im vergangenen Jahr durchgeführt, meist mit einer Dauer von mehr als 3 Stunden pro Sitzung. Die Anzahl an Sitzungen und deren Dauer kamen nicht von ungefähr. Mit meiner Amtsübernahme im August 2019 haben wir viele Themen angeschoben oder es kamen akute Sachverhalte hinzu. Diese erfordern intensive Beratungen und es ging um viel.
Wichtige Entscheidungen wurden getroffen, ob es um den Erhalt der Hufeland-Klinik oder die Schaffung neuer Plätze für den Bedarf an Kitaplätzen ging.
Ich behaupte, dass im Jahr 2020 viele Dinge auf den Weg gebracht wurden, die unsere Stadt voranbringen. Dies darf uns optimistisch für das neue Jahr stimmen. Auf einzelne Punkte darf ich in der kommenden Ausgabe zu sprechen kommen. Dem Stadtrat und den Gremiumsmitgliedern sowie der Verwaltung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau möchte ich hier besonders danken. Ohne deren Mitwirken wäre dieses Pensum, die getroffenen Entscheidungen und deren Umsetzung nicht möglich gewesen.
Wichtig ist mir ebenso eines: Bleiben Sie auch im neuen Jahr mit mir in konstruktivem Kontakt, so wie ich es von Ihnen gewohnt bin. Fragen und Anregungen dürfen Sie gerne via E-Mail (kontakt@oliverkruegel.de) oder über das städtische Vorzimmer (stadt-bad-ems@vgben.de sowie telefonisch 02603/793-124) an mich richten. Auf meiner Website www.oliverkruegel.de oder in den sozialen Medien Facebook und Instagram, finden Sie immer aktuelle Informationen zu neuerlichen Entwicklungen in der Stadt oder über meine alltägliche Arbeit sowie laufende und neue Projekte.
Auch meine regelmäßige Online-Bürgersprechstunde, die im April 2020 aus der Not heraus entstand, erfreut sich einer regen Teilnahme und ging im vergangenen Dezember in die 8. Auflage. Der regelmäßige persönliche Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern war durch die Pandemie schwierig geworden, aber das Informationsbedürfnis in schwierigen Zeiten umso größer. Also war die Idee der Online-Bürgersprechstunde entstanden. Sie trifft den Zahn der Zeit und ich darf ankündigen, dass diese, unabhängig von der Pandemie, fortbestehen wird, da sie sich etabliert hat.
Zur ersten Auflage am 16.04.2020 haben bis zum Ende (nach rund 1 1/4 Stunden) 679 Zuschauer zugeschaltet. Im Schnitt haben 60 Personen durchgehend teilgenommen. Über 13.000 Aufrufe haben die acht Auflagen der Bürgersprechstunde bis heute erzielt. Sämtliche Ausgaben der Bürgersprechstunde sind heute noch abrufbar über Facebook oder über Verlinkung von meiner Internetseite.
Ein weiterer Personenkreis ist mir besonders wichtig: Es gibt eine Reihe von Köpfen und Gesichtern, ohne die eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, ein gepflegtes Stadtbild, ein Angebot an Literatur, die Jugendarbeit, die Geschichtspflege oder die Beantwortung Ihrer Anfragen und die Vertretung der städtischen Interessen, nicht möglich wären.
Den über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Bad Ems möchte ich meinen herzlichen Dank für Ihre Leistungen im Jahr 2020 aussprechen. Sie haben sich im vergangenen Jahr, trotz vieler Widrigkeiten und einer ungewissen Zeit, immer in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und ihre eigenen Interessen hintenangestellt. Im Übrigen wird die Zahl der Mitarbeiter aufgrund der geplanten Inbetriebnahme der Kindertagesstätte in der Villenpromenade, auf annähernd 90 Personen steigen. Wir waren und werden also auch in Zukunft ein wichtiger Arbeitgeber in der Stadt bleiben.
Abschließend möchte ich Ihnen allen (einschließlich vorgenannten) sowie Ihren Familien, im Namen der Stadt Bad Ems und ganz persönlich, unseren Freunden und Gästen aus nah und fern sowie unseren Ansprechpartnern aus der Verwaltung und den Ministerien, ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2021 wünschen!
Herzlichst,
Ihr
Oliver Krügel
Stadtbürgermeister
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


