Gedanken zu Weihnachten
Oliver Krügel • 23. Dezember 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich hoffe, Ihnen und Ihren Lieben geht es gut.
Dieser Wunsch, der in früheren Jahren mehr wie eine Höflichkeitsfloskel erschien, hat in diesem Jahr seine Bedeutung zurückgewonnen.
Mit einem Mal sind wir uns bewusst, was Gesundheit wirklich bedeutet. Und mit einem Mal wird uns – oder doch den allermeisten von uns – klar, dass wir mit unserem Verhalten im Alltag eine große Verantwortung tragen, nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern für die unserer Mitmenschen. Es mag lästig sein, die Maske zu tragen, in der Schlange an der Kasse im Supermarkt auf Abstand zu achten, aber ehrlich: Es ist vergleichsweise ein Leichtes, die allgemeinen Regeln einzuhalten. Je ernsthafter wir alle diese lästigen, aber einfachen Regeln beachten, umso schneller gewinnen wir an Normalität zurück, können wieder Restaurants besuchen und verreisen. Es hängt von uns allen ab, wie schnell wir auch Erleichterung schaffen für die Menschen, die wirklich an ihre Grenzen kommen in dieser Krise.
Vielleicht liegt darin eine Chance, zu mehr Solidarität zu finden. Das zeigt sich schon im Kleinen: die gegenseitige Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die Nachbarschaftshilfe oder der Verzicht auf Aktivitäten, die uns oder unseren Mitmenschen Schaden zufügen könnten. Ehrenamtliches Engagement, für ganz viele Bad Emser ohnehin eine Selbstverständlichkeit, hat noch einmal einen Ruck bekommen. In einer Stadt ist das sicher schwieriger, als in einem Dorf, wo vielfach die Dorfgemeinschaft noch gelebt wird. Aber auch in einer Stadt wie Bad Ems wird die Gemeinschaft gepflegt. Und das wollen wir fördern und den Zusammenhalt stärken.
Ein schwieriges Jahr neigt sich dem Ende entgegen, welches trotz aller (Corona-)Widrigkeiten auch mit Fortschritten für die Stadt Bad Ems verbunden war. Auf einzelne Punkte und was wir in 2021 vorhaben - darauf möchte ich in einem Jahresrückblick 2020 und Ausblick 2021 in den kommenden Wochen zurückkommen. Vorwegschicken darf ich: Bad Ems hat Potenziale und Chancen. Der Blick von außen, etwa die Fernsehsendung „Casino Royale“ im SWR oder der mehrseitige Bericht im „Stern“ zeigen: Wir dürfen auf unsere Stadt stolz sein.
Das bevorstehende Weihnachtsfest
mag anders sein als sonst.
Heute leben noch Menschen in unserer Stadt, welche die Nachkriegszeit in Erinnerung haben, als es an allem mangelte. In dieser Zeit fanden Schulspeisungen im Hof des heutigen Alten Rathauses statt, die den Kindern über den ärgsten Hunger hinweg helfen sollten. Oder denken wir an Weihnachten 1945 in unserer Nachbarstadt Nassau, die kurz vor Kriegsende schreckliche Bombenangriffe erleben musste und wo es galt, den Menschen überhaupt wieder ein Obdach zu schaffen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass in Deutschland frieden herrscht.
Die Menschen, die genug zum Essen und ein Dach über dem Kopf haben, dürfen sich glücklich schätzen. Ich meine, es ist erträglich, wenn wir in diesem Jahr nicht verreisen und – hoffentlich nur dieses eine Mal – uns nicht im größeren Kreis treffen können.
Wichtig ist vor allem eines, dass wir gesund bleiben.
Das wünsche ich Ihnen und uns allen von Herzen!
Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2021.
Ihr
Oliver Krügel
Stadtbürgermeister
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


