Neue Tagespflege Wilhelmsallee schließt Versorgungslücke
Stadt Bad Ems • 4. September 2023
Bildunterzeile: (v.l) Stadtbürgermeister Oliver Krügel, Pflegedienstleitung Natascha Eggert, Beigeordneter der VG Birk Utermark und Fachvorstand Oliver Eggert
Freudestrahlend empfing die Pflegedienstleitung Natascha Eggert die Gäste beim Tag der offenen Tür in der Tagespflege Wilhelmsallee.
Dazu hatte sie allen Grund, denn neben einigen Stammgästen kamen zahlreiche Angehörige, sowohl engagierte als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Diakonie, Kommunalpolitik und Bürgerschaft.
Unter ihnen auch der Bad Emser Stadtbürgermeister Oliver Krügel sowie der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau Birk Utermark.
„Dieses breite Interesse verwundert mich nicht, wenn man die Sorgen und Nöte von Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen kennt“, betonte Stadtbürgermeister Krügel. Denn „häufig geht es um die Vereinbarkeit von Beruf, der Zeit mit weiteren Familienmitgliedern und dem Zeitaufwand für die Pflege der Angehörigen. Mutter oder Vater in ein Pflegeheim zu übersiedeln, dieser Schritt fällt vielen Menschen verständlicherweise schwer.“ Auch weiß Krügel, dass „auch die betroffenen Personen oft in ihrem gewohnten und vertrauten Zuhause bleiben wollen.“ Eine Tagespflegeeinrichtung ist hier für Personen mit Familienanschluss eine geeignete Alternative zum Eintritt in ein Pflegeheim.
Natascha Eggert betonte in ihrem Grußwort:
„Mit der Errichtung einer solitären Tagespflege hat die FW eine Versorgungslücke im Rhein-Lahn-Kreis geschlossen. Denn ein solches Angebot findet sich bislang im Rhein-Lahn-Kreis noch nicht.“
Sie betonte dabei, dass durch das Angebot der Diakonie Friedenswarte „ältere und hilfsbedürftige Menschen länger in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben können. Sie erleben abwechslungsreiche Tage, schließen neue Bekanntschaften und können am sozialen Leben teilhaben.“
Für die Angehörigen der pflegebedürftigen Person schafft dieses Angebot die Möglichkeit, der beruflichen Tätigkeit nachkommen oder einfach eine wohlverdiente Auszeit nehmen zu können.
Dabei soll nicht nur die Betreuung ein Baustein der Leistung in der Tagespflege Wilhelmsallee sein. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gäste entsprechend ihren Ressourcen zu fördern, um ihnen ein Teil der Selbständigkeit wieder zurückzugeben“, betonte die Pflegedienstleitung.
Oliver Eggert, Fachvorstand der Diakonie Friedenswarte, tauschte sich ebenfalls mit dem Stadtbürgermeister sowie dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde aus und erläuterte auf dem Parkplatz eine weitere Neuanschaffung der Diakonie, die neuen Fahrzeuge für den Menüservice.
Die Besonderheit: Eine endgültige Zubereitung von qualitativen Speisen erfolgt in einem mobilen Konvektomat, der fest in das Fahrzeug verbaut ist. Damit kommen die Speisen auch wohl temperiert beim Kunden an. Auch damit wird in ein Serviceangebot für pflegebedürftige oder alleinstehende Bürgerinnen und Bürger geschaffen beziehungsweise erweitert. Birk Utermark und Oliver Krügel befanden die Kostprobe – ein Cordon Bleu mit Kartoffeln und Gemüse – für „lecker“.
Utermark zeigte sich überzeugt von dem Nutzen dieser Angebote – auch für die Bürgerinnen und Bürger in kleineren Ortsgemeinden, fern von den Mittel- und Grundzentren.
Abschließend dankte Stadtbürgermeister Oliver Krügel für den guten Austausch und freute sich über dieses neue Angebot in Bad Ems: „Damit haben wir ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im unteren Lahntal und ein tolles Angebot, welches insbesondere den älteren Generationen hilfreich sein wird, die unserer Gesellschaft und ihren Familien in ihrem Leben viel gegeben haben“.
Die Tagespflege in der Wilhelmsallee befindet sich in zentraler Lage in der Wilhelmsallee 37. In diesem Neubau warten auf die pflegebedürftigen Personen großzügige, helle und übersichtliche Räume, die Barrierefreiheit sind und zudem eine wohnliche und angenehme Atmosphäre bieten. Eine Loggia und ein großzügiger Garten laden bei gutem Wetter zum Aufenthalt im freien ein. Geöffnet ist die Tagespflege von 08:00 bis 16:00 Uhr, weitere Informationen finden Interessierte im Netz unter www.diakoniewerk-friedenswarte.de oder telefonisch unter 02603 602 800.
Weitere Fotos zeigen den Innen- und Außenbereich der Tagespflege Wilhelmsallee
Fotos: Petra Huhmann, Diakonie Friedenswarte

„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


