Gut besuchte Veranstaltung zum Volkstrauertag 2023

Stadt Bad Ems • 23. November 2023

Aktuelle Ereignisse in der Welt waren Thema

Leider stand der Volkstrauertag 2023 wieder unter aktuellen Eindrücken kriegerischer Ereignisse in der Welt und im Nahen Osten. Und so nimmt der Volkstrauertag in seiner Funktion als Gedenktag für die Versehrten und Verstorbenen aus den beiden Weltkriegen auch immer wieder Bezug zur Gegenwart. Stadtbürgermeister Oliver Krügel ging in seiner Rede auf die aktuellen Ereignisse ein, erinnerte an Parallelen zur Weimarer Republik aufgrund der aktuellen Stimmung im Land und zeigte die Konsequenzen auf, die sich bildlich vor den Augen der Zuhörer in gewohnter Bad Emser Umgebung abspielten. Für diese Rede erhielt er viel Lob und Zustimmung. Der kath. Pfarrer Achim Sturm hielt eine engagierte Andacht und gegen Ende der Veranstaltung wurden von ihm Fürbitten gemeinsam mit Stadtbürgermeister Krügel vorgetragen. Der Bürgerchor Bad Ems unter der Leitung von Willi Becker lieferte mit einer hervorragenden musikalischen Begleitung einen würdigen Rahmen. Traditionelle waren die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems sowie der DRK Ortsverein anwesend und zollten den Verstorbenen ihren Respekt. Stadtbürgermeister Krügel dankte den zahlreichen Gästen, darunter auch Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser, der bei der Kranzniederlegung gemeinsam mit der Feuerwehr unterstützte, sowie den Beigeordneten der Stadt und Stadtratsmitgliedern, für ihren Besuch. 

Die Rede des Stadtbürgermeisters Oliver Krügel zum Volkstrauertag 2023 im Wortlaut: 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
alljährlich begehen wir seit 1925 den Volkstrauertag als nationalen Feiertag, immer zwei Wochen vor dem ersten Adventssonntag.
Anlass ist ursprünglich das Gedenken an verstorbene oder kriegsversehrte Mitbürger aus den beiden Weltkriegen. 
Allerdings wird heutzutage immer wieder der Bezug zur Gegenwart hergestellt und mahnend auf die derzeitige Not und das Elend in der Welt hingewiesen. Im Jahr 2021 habe ich an die schrecklichen Bilder in Afghanistan erinnert, als verzweifelte Menschen am Flughafen versucht haben, sich an Fahrwerke von Flugzeugen zu klammern, da die radikalislamische Taliban in Windeseile das Land und die Hauptstadt Kabul ohne Gegenwehr der Schutzmächte eingenommen haben. Die Menschen wussten um die Konsequenz ihres verzweifelnden Klammerns an die Fahrwerke, sie konnten diese waghalsigen Aktionen nicht überleben. 
Im vergangenen Jahr stand der Volkstrauertag unter dem Eindruck des ausgebrochenen Ukrainekriegs. 
Für mich persönlich ist das Massaker von Butscha ein unrühmlicher Höhepunkt in diesem Krieg, der nach ukrainischen Angaben bis August 2022 mehr als 400 Menschen das Leben gekostet hat. Das besonders abscheuliche: Es waren Zivilisten - unschuldige Kinder, Erwachsene, Alte und Kranke, die auf offener Straße oder in ihrem geschützten Raum aufgesucht und grundlos ermordet wurden. 
Noch heute dauert der Krieg in der Ukraine an, viele Menschen sind nach Europa und nach Deutschland geflüchtet, einige auch zu uns nach Bad Ems. 

Leider bleibt es uns nicht vergönnt, dass wir lediglich auf die Vergangenheit schauen müssen. 
Heute stehen wir hier unter den noch jungen Eindrücken des kriegerischen Konflikts zwischen den Staaten Israel und Palästina. Vorausgegangen war ein Terrorangriff der Hamas auf Israel. Verschiedenste Ziele im Staat Israel wurden angegriffen und insbesondere Zivilisten getötet. Traurige Beliebtheit erlangte hierzulande das Massaker von Re’im, als Besucher eines Elektromusik „Psytrans-Festivals“ – meist noch junge Menschen am Beginn ihres Erwachsenenlebens – ermordet oder verschleppt wurden. 
Sie alle wollten einfach friedlich feiern.
Israel wehrt sich mit aller Konsequenz und greift den Gaza-Streifen an, unzählige unbeteiligte Menschen müssen ihre Heimat im Gaza-Streifen verlassen, wenn sie es können. 
Viele Menschen kommen zu Schaden oder werden getötet. Weitere Staaten der Arabischen Welt stellen sich medienwirksam an die Seite der Hamas und Amerika sowie viele Nato-Länder, darunter unsere Bundesrepublik Deutschland bekennen sich zu dem Existenzrecht Israels. Ein Pulverfass mit Sprengkraft weit über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus. 
Zudem schwappt auch dieser Konflikt in unser Land über.
Hunderte oder gar tausende von Menschen, meist ausgestattet mit islamistischem Gedankengut, protestieren bei den umstrittenen Demonstrationen in Deutschland. So warben diese Personenkreise beispielsweise in der Fußgängerzone von Essen für abscheuliche Ziele wie die Auslöschung des Judentums oder die Ausrufung eines Kalifats. Fußballprofis werben in den Sozialen Medien für die Ziele der Hamas, zweifeln das Existenzrecht Israels an.

Haben wir die Lehren aus unserer Geschichte gezogen?

Tolerieren wir nicht den Hass und die Hetze, wenn wir uns dem nicht entschieden entgegenstellen? 
Haben wir nicht oft genug aus den Mündern einiger Mitbürgerinnen und Mitbürger den Satz gehört: „Naja, die Israelis haben den Palästinensern ihr Land weggenommen“. 

Ich sage Ihnen offen und ehrlich: 
Die Geschichte der Staaten Israel und Palästina ist geprägt von Konflikten und gegenseitiger Ablehnung. Und ich lehne es persönlich ab, mir ein Urteil über diesen Dauerkonflikt zu erlauben. 
Was ich aber entschieden ablehne ist die Gleichsetzung der Religion des Judentums in seiner Gesamtheit und den Staat Israel. 

Hier in Europa, auch hier in Deutschland, leben viele Menschen jüdischen Glaubens und haben derzeit große Sorge, in Freiheit leben zu können. Ihre Kippa – die traditionelle jüdische Kopfbedeckung – tragen sie derzeit nur noch selten auf offener Straße. Vereinzelte tätliche Angriffe und verbale Attacken auf offener Straße musste dieser Personenkreis in den vergangenen Tagen und Wochen ertragen. 
Für mich ist das unerträglich! 
In unserem Land dürfen Menschen jeden Glaubens offen ihre Religion ausüben und das verfassungsrechtlich garantiert. 
Und ich persönlich möchte auch nur in einem solchen Land leben, in dem die Menschen sich nicht fürchten müssen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder weiterer Merkmale. Christen, Muslime, Juden, Hindus und weitere Religionen der Welt sowie die als religionslose Atheisten bezeichnete haben wir hier in Bad Ems. 


Sollten wir alle – liebe Gäste – eine Anfeindung gegenüber anderen Mitbürgerinnen und Mitbürgern erleben, so sollten wir uns umgehend, lautstark und entschieden gegen Hass und Hetze zur Wehr setzen und den angefeindeten beistehen. 

Haben wir die Lehren aus unserer Geschichte gezogen?  

Die rechtspopulistische AfD befindet sich auf einem allzeit Hoch. Auch hier in unserem Kreis, in unserer Verbandsgemeinde und unserer Stadt leben Mitglieder oder Sympathisanten dieser Partei, die offen völkisches Gedankengut propagiert. In ihren Reihen beispielsweise befindet sich der rechtsextreme Spitzenpolitiker Björn Höcke, der – ich habe es bereits bei der kürzlichen Gedenkfeier an die Pogromnacht zitiert – die „Erinnerungspolitische Wende um 180 Grad gefordert hat“. 
Das heißt, wir würden nach Ansicht Höckes womöglich nicht hier stehen oder wenn dann unter der verklärten Sicht um die „Helden der Vergangenheit“ trauern. 
Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass die Konsequenzen unseres Handels, insbesondere an der Wahlurne, erst später spürbar werden. In der Weimarer Republik begann alles mit einer schwelenden Unzufriedenheit der Bevölkerung und einer Niederlage der demokratischen Kräfte bei den Reichstagswahlen. 

Es endete in einem der verheerendsten Kriege der Menschheitsgeschichte mit Millionen von Toten. Darunter auch viele Bad Emser, die für ihr Vaterland in den Krieg gezogen und gefallen sind. 

Was würden diese Menschen uns raten, wenn Sie noch könnten?

Hierzu lese ich einen Absatz aus dem Buch Wilfried Diederichs mit dem Titel „Bad Ems 1914-1964“:
 
Neue Horrorbefehle kommen am 8. März 1945 aus dem „Führerhauptquartier”: Auf Befehl Hitlers droht allen deutschen Familien „Sippenhaft”, wenn sich Angehörige, die als Soldaten eingezogen sind, kampflos in Gefangenschaft begeben, ohne bis zum Äußersten gekämpft zu haben oder verwundet worden zu sein. Am selben Tag, nur wenige Minuten nach Mitternacht, erreicht einer der letzten Lazarettzüge Bad Ems, und wieder bringt er viele Tote mit: 
Heinrich Mundt (30), Unteroffizier einer Flakabteilung, stirbt um 0.25 Uhr während der Ankunft nach einem Lungen- und Zwerchfelldurchschuss an inneren Verblutungen. Alle Lazarette in der Kurstadt sind hoffnungslos überfüllt, täglich treffen neue Transporte mit Verwundeten von der bedrohlich nahen Westfront ein, es gibt erhebliche Versorgungsprobleme. 
Sogar im Theatersaal des Kurhauses liegen die Verwundeten, dichtgedrängt Matratze an Matratze, der Gestank von Blut, Jod, Äther, Chloroform und Urin dringt durch die geöffneten Fenster auf die obere Römerstraße. 

Solche oder ähnliche Erlebnisse würden uns womöglich die vielen Gefallenen Bad Emser oder Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den Zeiten der beiden Weltkriege erzählen, wenn Sie noch könnten. 

Was glauben Sie würden uns diese Menschen raten? 
Der Demokratie zu streben oder sich den Extremen hinzugeben? 

von CDU Bad Ems-Nassau • 27. September 2026
Herzlichen Dank an alle Wegbegleiter!
von Oliver Krügel • 16. September 2026
Gestern Abend wurde Uwe Kewitz vom Fachbacher Gemeinderat zum neuen Ortsbürgermeister gewählt und tritt damit die Nachfolge von Thorsten Heibel an. Für mich war es selbstverständlich und ein echtes Bedürfnis, Uwe persönlich zu seiner Wahl zu gratulieren und ihm für seine neue Aufgabe alles Gute, viel Erfolg und stets eine glückliche Hand zu wünschen. Genauso wichtig war es mir, seinem Vorgänger Thorsten Heibel meinen Respekt und Dank für seinen Einsatz und seine geleistete Arbeit für die Ortsgemeinde Fachbach auszusprechen. Kommunalpolitisches Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient Anerkennung. Es war ein schöner Abend mit guten Gesprächen und gut gelaunten Mitgliedern des Gemeinderates. Dabei war deutlich zu spüren: In Fachbach schaut man positiv nach vorne und zieht gemeinsam an einem Strang – auch über Parteigrenzen hinweg. Genau so verstehe ich Kommunalpolitik. Vor Ort geht es um Menschen, um gute Ideen und vor allem darum, gemeinsam Lösungen für die konkreten Sachthemen und Herausforderungen unserer Gemeinden zu finden. Entscheidend sind für mich dabei die Köpfe, das persönliche Engagement und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen – und nicht das Parteibuch. Ich wünsche Uwe Kewitz für sein neues Amt viel Erfolg und Fachbach für die kommenden Jahre alles Gute. Meine Unterstützung ist Fachbach gewiss.
14. September 2026
Ein langes Wochenende mit zahlreichen Veranstaltungen und vielen persönlichen Begegnungen liegt hinter Oliver Krügel. Von Freitag bis Montag war er bei unterschiedlichen Festen und Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau unterwegs. Den Auftakt machte am Freitag das traditionelle Kirmesbaumstellen bei der Quetschekirmes in Dausenau . Dort war Krügel auch am Sonntag beim Frühschoppen zu Gast. Am Samstag standen die Wahlkampfstände in Bad Ems und Nassau auf dem Programm. In Singhofen besuchte er am Samstag den Fassanstich und den Luftballonumzug und ließ das lange Wochenende am Montag beim dortigen Frühschoppen ausklingen. Weitere Stationen waren das Familienfest der Weinfrauen in Nievern , ein Kabarettabend im Casablanca sowie der Tag des offenen Denkmals in Bad Ems. Auch beim Fischerfest des Fischereivereins Bad Ems schaute Krügel vorbei. Zuvor startete Krügel bereits früh in den Sonntag : Ab 8:00 Uhr war er an der Bäckerei Schäfer in Nassau und ab 9:30 Uhr an der Filiale in Singhofen anzutreffen, wo er Frühstücksmarmelade an die Frühaufsteher verteilte. Im Mittelpunkt standen für ihn dabei vor allem die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche mit den Menschen . „Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam erleben, was unsere Heimat ausmacht – genau das ist mir wichtig“, so Krügel. Dabei betont er, dass seine Präsenz bei den Veranstaltungen in der Region nicht auf Wahlkampfzeiten beschränkt ist. Viele der Feste und Termine besucht Krügel seit Jahren regelmäßig. Für ihn gehören der persönliche Kontakt zu den Menschen und die Unterstützung des örtlichen Vereinslebens zu seinem Verständnis von kommunalem Engagement. Sein besonderer Dank gilt den zahlreichen Vereinen, Ehrenamtlichen sowie Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Veranstaltungen möglich machen. „Unsere Heimat lebt vom Mitmachen, vom Miteinander und von den Menschen, die sich für sie engagieren“, so Krügel.
12. September 2026
In einer Minute Online beantragen
11. September 2026
Auf ein Wort mit Oliver Krügel – mitten in der VG
3. September 2026
Breiter Rückhalt für Oliver Krügel
25. August 2026
Praktikumstag bei AyVital
24. August 2026
Auch in den letzten beiden Wochen vor der Bürgermeisterwahl setzt Oliver Krügel auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Neben zahlreichen persönlichen Gesprächen, Haustürbesuchen und Veranstaltungsterminen finden auch die bekannten Infostände in Bad Ems und Nassau wieder statt. Samstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: wechselnde Standorte im Stadtgebiet Nassau: am Amtsplatz Samstag, 5. September, 9 bis 12 Uhr Bad Ems: an der Volksbank Nassau: am Amtsplatz Darüber hinaus ist Oliver Krügel in den kommenden Tagen weiterhin in der gesamten Verbandsgemeinde unterwegs – bei Veranstaltungen , im Haustürwahlkampf und im persönlichen Gespräch mit den Menschen vor Ort . „Mir ist wichtig, bis zum letzten Tag und darüber hinaus ansprechbar zu sein und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern persönlich ins Gespräch zu kommen. Wer eine Frage, ein Anliegen oder einfach Lust auf einen direkten Austausch hat, kann mich jederzeit gerne ansprechen“, so Krügel. Wer ein persönliches Gespräch oder einen individuellen Termin vereinbaren möchte, erreicht Oliver Krügel per E-Mail unter kontakt@oliverkruegel.de oder telefonisch unter 0171 4 27 26 87 .
24. August 2026
Intensiver Austausch zur Vereinstätigkeit
Show More