Gut besuchte Veranstaltung zum Volkstrauertag 2023

Stadt Bad Ems • 23. November 2023

Aktuelle Ereignisse in der Welt waren Thema

Leider stand der Volkstrauertag 2023 wieder unter aktuellen Eindrücken kriegerischer Ereignisse in der Welt und im Nahen Osten. Und so nimmt der Volkstrauertag in seiner Funktion als Gedenktag für die Versehrten und Verstorbenen aus den beiden Weltkriegen auch immer wieder Bezug zur Gegenwart. Stadtbürgermeister Oliver Krügel ging in seiner Rede auf die aktuellen Ereignisse ein, erinnerte an Parallelen zur Weimarer Republik aufgrund der aktuellen Stimmung im Land und zeigte die Konsequenzen auf, die sich bildlich vor den Augen der Zuhörer in gewohnter Bad Emser Umgebung abspielten. Für diese Rede erhielt er viel Lob und Zustimmung. Der kath. Pfarrer Achim Sturm hielt eine engagierte Andacht und gegen Ende der Veranstaltung wurden von ihm Fürbitten gemeinsam mit Stadtbürgermeister Krügel vorgetragen. Der Bürgerchor Bad Ems unter der Leitung von Willi Becker lieferte mit einer hervorragenden musikalischen Begleitung einen würdigen Rahmen. Traditionelle waren die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems sowie der DRK Ortsverein anwesend und zollten den Verstorbenen ihren Respekt. Stadtbürgermeister Krügel dankte den zahlreichen Gästen, darunter auch Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser, der bei der Kranzniederlegung gemeinsam mit der Feuerwehr unterstützte, sowie den Beigeordneten der Stadt und Stadtratsmitgliedern, für ihren Besuch. 

Die Rede des Stadtbürgermeisters Oliver Krügel zum Volkstrauertag 2023 im Wortlaut: 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
alljährlich begehen wir seit 1925 den Volkstrauertag als nationalen Feiertag, immer zwei Wochen vor dem ersten Adventssonntag.
Anlass ist ursprünglich das Gedenken an verstorbene oder kriegsversehrte Mitbürger aus den beiden Weltkriegen. 
Allerdings wird heutzutage immer wieder der Bezug zur Gegenwart hergestellt und mahnend auf die derzeitige Not und das Elend in der Welt hingewiesen. Im Jahr 2021 habe ich an die schrecklichen Bilder in Afghanistan erinnert, als verzweifelte Menschen am Flughafen versucht haben, sich an Fahrwerke von Flugzeugen zu klammern, da die radikalislamische Taliban in Windeseile das Land und die Hauptstadt Kabul ohne Gegenwehr der Schutzmächte eingenommen haben. Die Menschen wussten um die Konsequenz ihres verzweifelnden Klammerns an die Fahrwerke, sie konnten diese waghalsigen Aktionen nicht überleben. 
Im vergangenen Jahr stand der Volkstrauertag unter dem Eindruck des ausgebrochenen Ukrainekriegs. 
Für mich persönlich ist das Massaker von Butscha ein unrühmlicher Höhepunkt in diesem Krieg, der nach ukrainischen Angaben bis August 2022 mehr als 400 Menschen das Leben gekostet hat. Das besonders abscheuliche: Es waren Zivilisten - unschuldige Kinder, Erwachsene, Alte und Kranke, die auf offener Straße oder in ihrem geschützten Raum aufgesucht und grundlos ermordet wurden. 
Noch heute dauert der Krieg in der Ukraine an, viele Menschen sind nach Europa und nach Deutschland geflüchtet, einige auch zu uns nach Bad Ems. 

Leider bleibt es uns nicht vergönnt, dass wir lediglich auf die Vergangenheit schauen müssen. 
Heute stehen wir hier unter den noch jungen Eindrücken des kriegerischen Konflikts zwischen den Staaten Israel und Palästina. Vorausgegangen war ein Terrorangriff der Hamas auf Israel. Verschiedenste Ziele im Staat Israel wurden angegriffen und insbesondere Zivilisten getötet. Traurige Beliebtheit erlangte hierzulande das Massaker von Re’im, als Besucher eines Elektromusik „Psytrans-Festivals“ – meist noch junge Menschen am Beginn ihres Erwachsenenlebens – ermordet oder verschleppt wurden. 
Sie alle wollten einfach friedlich feiern.
Israel wehrt sich mit aller Konsequenz und greift den Gaza-Streifen an, unzählige unbeteiligte Menschen müssen ihre Heimat im Gaza-Streifen verlassen, wenn sie es können. 
Viele Menschen kommen zu Schaden oder werden getötet. Weitere Staaten der Arabischen Welt stellen sich medienwirksam an die Seite der Hamas und Amerika sowie viele Nato-Länder, darunter unsere Bundesrepublik Deutschland bekennen sich zu dem Existenzrecht Israels. Ein Pulverfass mit Sprengkraft weit über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus. 
Zudem schwappt auch dieser Konflikt in unser Land über.
Hunderte oder gar tausende von Menschen, meist ausgestattet mit islamistischem Gedankengut, protestieren bei den umstrittenen Demonstrationen in Deutschland. So warben diese Personenkreise beispielsweise in der Fußgängerzone von Essen für abscheuliche Ziele wie die Auslöschung des Judentums oder die Ausrufung eines Kalifats. Fußballprofis werben in den Sozialen Medien für die Ziele der Hamas, zweifeln das Existenzrecht Israels an.

Haben wir die Lehren aus unserer Geschichte gezogen?

Tolerieren wir nicht den Hass und die Hetze, wenn wir uns dem nicht entschieden entgegenstellen? 
Haben wir nicht oft genug aus den Mündern einiger Mitbürgerinnen und Mitbürger den Satz gehört: „Naja, die Israelis haben den Palästinensern ihr Land weggenommen“. 

Ich sage Ihnen offen und ehrlich: 
Die Geschichte der Staaten Israel und Palästina ist geprägt von Konflikten und gegenseitiger Ablehnung. Und ich lehne es persönlich ab, mir ein Urteil über diesen Dauerkonflikt zu erlauben. 
Was ich aber entschieden ablehne ist die Gleichsetzung der Religion des Judentums in seiner Gesamtheit und den Staat Israel. 

Hier in Europa, auch hier in Deutschland, leben viele Menschen jüdischen Glaubens und haben derzeit große Sorge, in Freiheit leben zu können. Ihre Kippa – die traditionelle jüdische Kopfbedeckung – tragen sie derzeit nur noch selten auf offener Straße. Vereinzelte tätliche Angriffe und verbale Attacken auf offener Straße musste dieser Personenkreis in den vergangenen Tagen und Wochen ertragen. 
Für mich ist das unerträglich! 
In unserem Land dürfen Menschen jeden Glaubens offen ihre Religion ausüben und das verfassungsrechtlich garantiert. 
Und ich persönlich möchte auch nur in einem solchen Land leben, in dem die Menschen sich nicht fürchten müssen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder weiterer Merkmale. Christen, Muslime, Juden, Hindus und weitere Religionen der Welt sowie die als religionslose Atheisten bezeichnete haben wir hier in Bad Ems. 


Sollten wir alle – liebe Gäste – eine Anfeindung gegenüber anderen Mitbürgerinnen und Mitbürgern erleben, so sollten wir uns umgehend, lautstark und entschieden gegen Hass und Hetze zur Wehr setzen und den angefeindeten beistehen. 

Haben wir die Lehren aus unserer Geschichte gezogen?  

Die rechtspopulistische AfD befindet sich auf einem allzeit Hoch. Auch hier in unserem Kreis, in unserer Verbandsgemeinde und unserer Stadt leben Mitglieder oder Sympathisanten dieser Partei, die offen völkisches Gedankengut propagiert. In ihren Reihen beispielsweise befindet sich der rechtsextreme Spitzenpolitiker Björn Höcke, der – ich habe es bereits bei der kürzlichen Gedenkfeier an die Pogromnacht zitiert – die „Erinnerungspolitische Wende um 180 Grad gefordert hat“. 
Das heißt, wir würden nach Ansicht Höckes womöglich nicht hier stehen oder wenn dann unter der verklärten Sicht um die „Helden der Vergangenheit“ trauern. 
Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass die Konsequenzen unseres Handels, insbesondere an der Wahlurne, erst später spürbar werden. In der Weimarer Republik begann alles mit einer schwelenden Unzufriedenheit der Bevölkerung und einer Niederlage der demokratischen Kräfte bei den Reichstagswahlen. 

Es endete in einem der verheerendsten Kriege der Menschheitsgeschichte mit Millionen von Toten. Darunter auch viele Bad Emser, die für ihr Vaterland in den Krieg gezogen und gefallen sind. 

Was würden diese Menschen uns raten, wenn Sie noch könnten?

Hierzu lese ich einen Absatz aus dem Buch Wilfried Diederichs mit dem Titel „Bad Ems 1914-1964“:
 
Neue Horrorbefehle kommen am 8. März 1945 aus dem „Führerhauptquartier”: Auf Befehl Hitlers droht allen deutschen Familien „Sippenhaft”, wenn sich Angehörige, die als Soldaten eingezogen sind, kampflos in Gefangenschaft begeben, ohne bis zum Äußersten gekämpft zu haben oder verwundet worden zu sein. Am selben Tag, nur wenige Minuten nach Mitternacht, erreicht einer der letzten Lazarettzüge Bad Ems, und wieder bringt er viele Tote mit: 
Heinrich Mundt (30), Unteroffizier einer Flakabteilung, stirbt um 0.25 Uhr während der Ankunft nach einem Lungen- und Zwerchfelldurchschuss an inneren Verblutungen. Alle Lazarette in der Kurstadt sind hoffnungslos überfüllt, täglich treffen neue Transporte mit Verwundeten von der bedrohlich nahen Westfront ein, es gibt erhebliche Versorgungsprobleme. 
Sogar im Theatersaal des Kurhauses liegen die Verwundeten, dichtgedrängt Matratze an Matratze, der Gestank von Blut, Jod, Äther, Chloroform und Urin dringt durch die geöffneten Fenster auf die obere Römerstraße. 

Solche oder ähnliche Erlebnisse würden uns womöglich die vielen Gefallenen Bad Emser oder Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den Zeiten der beiden Weltkriege erzählen, wenn Sie noch könnten. 

Was glauben Sie würden uns diese Menschen raten? 
Der Demokratie zu streben oder sich den Extremen hinzugeben? 

von Oliver Krügel 6. Juli 2026
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28. Juni 2026
Ein ereignisreiches Wochenende mit zahlreichen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, durch mehrere Gemeinden der Region. Am Sonntag besuchte er zunächst das Johannisfest in Sulzbach. Dort nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Ortsbürgermeister Ralf Mager. Neben aktuellen Themen aus den Gemeinden standen auch kommunale Praxisthemen und gemeinsame Herausforderungen der Ortsgemeinden im Mittelpunkt der Gespräche. „Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger aus Sulzbach vor Ort waren, sondern auch Gäste aus anderen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde. Darunter waren beispielsweise auch Feuerwehrkameraden aus der Stadt Nassau. Das zeigt, wie eng wir in unserer Region miteinander verbunden sind“, so Krügel. Im Gespräch mit Ortsbürgermeister Ralf Mager wurde deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch innerhalb der kommunalen Familie ist. „Wir profitieren voneinander, wenn Erfahrungen geteilt und Herausforderungen gemeinsam besprochen werden. Dieser gute Zusammenhalt zeichnet unsere Verbandsgemeinde aus“, betonte Krügel. Am Nachmittag machte die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ Station in Zimmerschied. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Michael Drees erhielt Krügel Einblicke in verschiedene Einrichtungen der Gemeinde. Besichtigt wurden unter anderem die Fahrzeughalle beziehungsweise das Feuerwehrgerätehaus, der Spielplatz sowie das Dorfgemeinschaftshaus. „Zimmerschied ist die zweitkleinste Gemeinde unserer Verbandsgemeinde. Umso beeindruckender ist der Zusammenhalt vor Ort. Hier kennt man sich, hier hilft man sich und hier wird Gemeinschaft gelebt. Das macht unsere Dörfer stark und lebenswert“, erklärte Krügel. Bereits am Freitag hatte Krügel das Waldfest der Gugge-Musiker in Bad Ems besucht. Am Samstag stand nach der Schifffahrt „Gemeinsam auf Kurs für Bad Ems-Nassau“ zudem ein Besuch beim Pannefest in Nievern auf dem Programm. „Ob in unseren Städten oder in den kleinsten Ortsgemeinden – überall begegnen mir Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Heimat engagieren. Diese Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie stark der Zusammenhalt in unserer Verbandsgemeinde ist. Darauf können wir stolz sein – und darauf können wir gemeinsam aufbauen“, so Krügel abschließend.
von Oliver Krügel 23. Juni 2026
„Wer Verantwortung für eine Verbandsgemeinde übernehmen möchte, sollte nicht nur über die Menschen sprechen, sondern vor allem mit ihnen ins Gespräch kommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Oliver Krügel einen wichtigen Grundsatz seiner zahlreichen Besuche bei Veranstaltungen in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Am vergangenen Wochenende führte ihn sein Weg zunächst zum Jugendsommerfest des VfL Bad Ems . Dort sprach er mit dem Vorsitzenden des Traditionsvereins, Daniel Jores, über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Vereinslebens. Anschließend besuchte er das 140-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bergnassau-Scheuern . Dort tauschte sich Krügel unter anderem mit Wehrführer Mike Budow aus. Gesprächsgegenstand war dabei auch das Starkregenereignis vom Vorabend, bei dem die Feuerwehr gefordert war. „Und auch das ist Freiwillige Feuerwehr: Wenn man bis tief in die Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz war, anschließend noch die Einsatzdokumentation erledigt und am nächsten Tag dennoch mit vollem Engagement das Fest zum 140-jährigen Bestehen für die Bevölkerung ausrichtet. Das verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unseren Feuerwehren ist“, so Krügel. Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des VfR Winden fand ein Spiel der Dorflegenden statt, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Vor Ort traf Krügel unter anderem Ortsbürgermeister Gebhard Linnscheid, der die Partie als Schiedsrichter souverän leitete. Später kam es beim Bürgerfest in Zimmerschied zum Austausch mit Bürgermeisterkollege Michael Drees, der an diesem Tag die Bewirtung der Gäste selbst übernahm. Zudem nahm sich Krügel die Zeit für eine Führung durch die Alte Schule, die heute von der Ortsgemeinde unter anderem als Tagungsstätte und Sitz des Ortsbürgermeisters genutzt wird. Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag die Lahnparty in Miellen . Dort traf Oliver Krügel Bürgermeisterkollege Norman Lay sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bei guter Stimmung und großem Besucherinteresse präsentierte sich die Gemeinde von ihrer besten Seite. Musikalisch wurde die Veranstaltung unter anderem vom Miellener Chor sowie einem Gastchor aus Koblenz-Arzheim begleitet. Für Oliver Krügel sind solche Termine weit mehr als reine Festbesuche. Sie bieten die Möglichkeit, die Menschen kennenzulernen, ihre Anliegen aufzunehmen und ein unmittelbares Bild davon zu gewinnen, was die Gemeinden bewegt. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen mache deutlich, wie lebendig die Verbandsgemeinde sei und wie stark sie vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger getragen werde. „Wer die Zukunft unserer Verbandsgemeinde gestalten möchte, muss wissen, was die Menschen vor Ort bewegt. Genau dafür sind solche Begegnungen unverzichtbar“, so Krügel.
von Oliver Krügel 22. Juni 2026
Bürgermeisterkandidat Oliver Krügel setzt seine Gespräche und Besuche bei Unternehmen, Einrichtungen und Arbeitgebern in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fort. Bereits am 21. Mai besuchte er gemeinsam mit der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat die Stiftung Scheuern, um sich aus erster Hand über die Arbeit, die Menschen und aktuelle Herausforderungen einer der bedeutendsten sozialen Einrichtungen der Region zu informieren. Empfangen wurden die Teilnehmer von Gerd Biesgen, theologischer Vorstand der Stiftung, sowie von Sebastian Becker. Anlass des Besuchs war es, einen tieferen Einblick in die Arbeit, die aktuellen Herausforderungen des größten Arbeitgebers im Rhein-Lahn-Kreis sowie in die Lebensrealität der Menschen zu erhalten, die auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Mit annähernd 1.300 Mitarbeitenden und einem Gesamtbudget von rund 80 Millionen Euro zählt die Stiftung Scheuern zu den bedeutendsten sozialen Einrichtungen Deutschlands und ist zugleich der größte Arbeitgeber im Rhein-Lahn-Kreis. Zu Beginn führte Pfarrer Biesgen die Besuchergruppe über das Gelände. Der Rundgang begann bewusst am Mahnmal „Damit wir nicht vergessen“, das an ein dunkles Kapitel der Geschichte der damaligen Pflege- und Heilanstalt Scheuern erinnert. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Einrichtung Teil der Euthanasie-Verbrechen des NS-Regimes. Die damalige Pflege- und Heilanstalt Scheuern war in die nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen eingebunden. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner wurden von dort aus in Tötungsanstalten deportiert und ermordet. Besonders eindrücklich sei dabei ein Gedanke gewesen, den Pfarrer Biesgen mit einem Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer verbunden habe: „Es gibt vor Gott kein unwertes Leben.“ Die Auseinandersetzung mit der Geschichte habe deutlich gemacht, wie wichtig Menschenwürde, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung auch heute noch seien. Im weiteren Verlauf stellte die Stiftung ihre heutige Arbeit vor. Aktuell leben insgesamt rund 580 Menschen in den unterschiedlichen Wohnformen der Stiftung. Davon befinden sich etwa 230 am Campus Scheuern, rund 290 am Lahnberg, etwa 100 am Schimmerich sowie weitere Bewohnerinnen und Bewohner an dezentralen Standorten unter anderem in Bad Ems, Nassau, Montabaur, Lahnstein, Nastätten und Laurenburg. Dabei wurde deutlich, dass die Stiftung den Weg der Dezentralisierung konsequent weiterverfolgt. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen nicht am Rand der Gesellschaft leben, sondern mitten in ihr – in den Gemeinden, Nachbarschaften und Quartieren der Region. Im Gespräch wurde deutlich, wie sich die Anforderungen im Laufe der Jahre verändert haben. Während früher häufig Menschen mit Down-Syndrom aufgenommen wurden, gebe es heute zunehmend Anfragen für Menschen mit schwersten Mehrfachbeeinträchtigungen. Ein besonders intensiver Austausch entwickelte sich über gesellschaftliche Entwicklungen und den Blick auf Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Menschen mit Einschränkungen weder Mitleid benötigen, noch automatisch unglücklicher leben als andere Menschen. Vielmehr habe jeder Mensch seine individuellen Herausforderungen und benötige im Laufe seines Lebens Unterstützung – sei es durch eine Brille, Hilfsmittel oder später Pflege und Betreuung. Die Teilnehmer sprachen auch über den gesellschaftlichen Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Während Menschen mit Behinderungen früher oftmals ausgegrenzt oder aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden, habe sich das Verständnis von Inklusion und Teilhabe erfreulicherweise weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehe heute die Erkenntnis, dass jeder Mensch wertvoll ist und unabhängig von seinen Einschränkungen ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe hat. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Rahmenbedingungen der Arbeit. Die Stiftung arbeitet auf Grundlage des Bundesteilhaberechts und steht wie viele soziale Einrichtungen vor der Herausforderung, steigende Anforderungen sowie Personal- und Sachkosten mit den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Dabei wurde der Wunsch geäußert, die tatsächlichen Bedarfe künftig stärker zu berücksichtigen. Auch wenn dies nicht unmittelbar Aufgabe der kommunalen Ebene sei, waren sich die Teilnehmer einig, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen und der sie unterstützenden Einrichtungen weiterhin auf allen politischen Ebenen Gehör finden müssen. Zum Abschluss des Besuchs zeigte sich Oliver Krügel beeindruckt: „Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welch wertvolle Arbeit hier jeden Tag geleistet wird. Es geht nicht nur um Betreuung, sondern um Würde, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Diese Arbeit verdient Anerkennung, Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Die Teilnehmer verabschiedeten sich mit vielen neuen Eindrücken und dem gemeinsamen Wunsch, den Austausch künftig fortzusetzen und das Bewusstsein für die wichtige Arbeit der Stiftung weiter zu stärken. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass Einrichtungen wie die Stiftung Scheuern eine unverzichtbare Rolle für eine solidarische und inklusive Gesellschaft spielen und ihre Anliegen auch künftig Gehör finden müssen.
15. Juni 2026
Nach zahlreichen Gesprächen in den Ortsgemeinden folgt nun der nächste Schritt: die Vorstellung konkreter Ziele, Ideen und Positionen für die Zukunft der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort ist für Oliver Krügel ein zentraler Bestandteil seines Wahlkampfes. Die vielen Begegnungen bei Vereinen, Veranstaltungen, Festen und im Rahmen der Dialogreihe „Krügel grillt“ liefern wertvolle Einblicke in die Anliegen, Wünsche und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig geht es bei der Wahl einer Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters nicht nur um Präsenz und Ansprechbarkeit, sondern auch um die Frage, welche Vorstellungen, Ziele und Ideen jemand für die Zukunft einer Verbandsgemeinde mitbringt. Deshalb startet Krügel nun die neue Reihe „Themen, Inhalte & Standpunkte“. Darin stellt der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau seine Positionen, Ziele und Ideen zu wichtigen Zukunftsthemen vor und möchte gleichzeitig zur Diskussion darüber einladen. Dabei geht es unter anderem um die Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden, die Förderung des Ehrenamtes, die Weiterentwicklung der Verwaltung als moderner Dienstleister, den Brand- und Katastrophenschutz, die Kinderbetreuung, den Tourismus, die Wirtschaftsförderung sowie viele weitere Themen, die die Zukunft der Verbandsgemeinde prägen werden. „Sichtbarkeit und Präsenz sind wichtig. Wer Bürgermeister werden möchte, muss zuhören, ansprechbar sein und die Menschen kennen. Gleichzeitig geht es aber auch darum, wohin sich unsere Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren entwickeln soll. Deshalb möchte ich transparent darstellen, welche Ziele ich verfolge, welche Ideen ich einbringe und wofür ich stehe. Bürgerinnen und Bürger können sich dazu auf oliverkruegel.de ausführlich informieren“, erklärt Krügel. Die Themenreihe wird in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich erweitert. Den Auftakt bildet das Thema Ehrenamt. Darin stellt Krügel seine Überlegungen vor, wie Vereine, ehrenamtlich Engagierte und das bürgerschaftliche Engagement in der Verbandsgemeinde künftig noch besser unterstützt werden können. „Unsere Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierten Menschen leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unseren Gemeinden. Deshalb war es mir wichtig, diesem Thema den ersten inhaltlichen Schwerpunkt zu widmen“, erklärt Krügel. Da eine ausführliche Darstellung politischer Positionen und Wahlkampfthemen im amtlichen Mitteilungsblatt aus Gründen der gebotenen Neutralität nicht erfolgen kann, werden die Inhalte der Reihe auf der Internetseite des Kandidaten veröffentlicht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich dort über die jeweiligen Positionen, Hintergründe und Vorschläge zu informieren. Die einzelnen Themenfelder werden auf oliverkruegel.de fortlaufend ergänzt. So sollen nicht nur die Person, sondern vor allem die Ideen, Ziele und Vorstellungen für die Zukunft der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau im Mittelpunkt stehen. Denn am Ende geht es nicht nur darum, wer Bürgermeister wird, sondern auch darum, welchen Weg die Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren einschlagen soll.
von Oliver Krügel 15. Juni 2026
Foto vom Sommerfest der Stiftung Scheuern mit engagierten Mitarbeitenden der Stiftung. Foto: Feix Soziales Engagement, gelebte Traditionen und gemeinschaftliche Begegnungen – der Sonntag führte den Bürgermeisterkandidaten der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und zeigte einmal mehr die große Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens in der Region. Der Tag begann mit der Teilnahme am Gottesdienst im Rahmen des Sommerfestes der Stiftung Scheuern. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit, das Sommerfest zu besuchen und mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, Angehörigen sowie den zahlreichen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Stiftung Scheuern zählt mit annähernd 1.300 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern des Rhein-Lahn-Kreises und leistet seit vielen Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. „Die Stiftung Scheuern steht beispielhaft für Menschlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung und ein beeindruckendes Maß an Engagement. Die Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, verdient höchste Anerkennung“, betonte Krügel. Am Nachmittag führte der Weg weiter nach Weinähr zur Kirmes mit ihrem traditionellen Entenrennen. Die Veranstaltung gehört seit Jahren zu den festen Bestandteilen des Dorflebens und erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten das Rennen entlang der Strecke und sorgten für beste Stimmung. „Solche Traditionen sind weit mehr als Unterhaltung. Sie schaffen Zusammenhalt, stärken die Identifikation mit dem Heimatort und bringen Generationen zusammen“, so Krügel. Den Abschluss des Tages bildete das Public Viewing in Dessighofen . Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern Ronny Metzner aus Dessighofen und Thomas Heymann aus Geisig sowie zahlreichen Fußballbegeisterten verfolgte Krügel dort den erfolgreichen WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao. Besonderen Dank richtete Krügel an die Ortsgemeinde Dessighofen für die gelungene Organisation der Veranstaltung. Mit viel Engagement sei es gelungen, einen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu schaffen. In geselliger Atmosphäre wurde gemeinsam mitgefiebert, gejubelt und der gelungene Auftakt der deutschen Mannschaft gefeiert. „Fußball verbindet Menschen über Generationen hinweg. Genau solche Veranstaltungen zeigen, wie stark der Zusammenhalt in unseren Ortsgemeinden ist. Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Begegnungen überhaupt erst möglich machen“, sagte Krügel. „Dieser Sonntag hat eindrucksvoll gezeigt, was unsere Verbandsgemeinde auszeichnet: starke soziale Einrichtungen, lebendige Traditionen und ein aktives Gemeinschaftsleben. Genau diese Vielfalt macht unsere Heimat so lebens- und liebenswert“, fasste Krügel die Eindrücke des Tages zusammen.
von Oliver Krügel 15. Juni 2026
Ein abwechslungsreicher Samstag mit vielen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, gemeinsam mit seiner Frau zunächst nach Arzbach. Dort besuchten beide das Sommerfest des Caritas-Altenzentrums St. Josef und nahmen am gemeinsamen Gottesdienst teil. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit zum Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Gästen des Sommerfestes. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Einrichtung für das gesellschaftliche Leben und das Miteinander in der Region leistet. Am Nachmittag wurde die Dialogreihe „Krügel grillt“ in Seelbach und Attenhausen fortgesetzt. In beiden Ortsgemeinden standen der persönliche Austausch und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Zukunft der Verbandsgemeinde einzubringen. Besonders erfreut zeigte sich Krügel über den Besuch der beiden Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig aus Seelbach und Udo Ludwig aus Attenhausen. In Seelbach nahm sich Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig zudem Zeit für einen gemeinsamen Rundgang durch die Ortsgemeinde. Dabei erhielt Krügel einen Einblick in die vielfältigen Projekte und Entwicklungen vor Ort. So wurde deutlich, mit welchem Engagement sich Ortsgemeinderat und Gemeinde um die Zukunft Seelbachs kümmern. Vorgestellt wurden unter anderem die vorhandenen Bauplätze, zahlreiche in Eigenleistung umgesetzte Maßnahmen sowie innovative Ansätze zur Stärkung der Gemeindefinanzen, beispielsweise durch die Schaffung von Mietgaragen. Auch die Weiterentwicklung und Aufwertung des Friedhofs waren Themen des Rundgangs. „Gerade solche Gespräche und Einblicke vor Ort zeigen, wie viel Engagement in unseren Ortsgemeinden steckt. Viele Projekte entstehen nicht durch große Fördertöpfe, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken. Dieses Engagement verdient Respekt und Unterstützung“, betonte Krügel. Auch in Attenhausen standen die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Ortsgemeinde im Mittelpunkt der Gespräche. Die Dialogreihe bestätigte erneut das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an einer starken Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde. Die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ wird in den kommenden Wochen in weiteren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fortgesetzt. Ziel ist es, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Ideen, Wünsche und Anliegen unmittelbar einzubringen.
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