Neujahrsempfang der Stadt Bad Ems: Zusammenhalt, Anerkennung und Zuversicht prägen den Jahresauftakt


Bildunterzeile: Daniel Jores (Mitte im Bild) mit Laudator Birk Utermark (rechts) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel
Für Zivilcourage und herausragende Jugendarbeit im Vereinssport wurde Daniel Jores, Erster Vorsitzender des VfL Bad Ems, ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Beigeordneter Birk Utermark. Der VfL Bad Ems genieße weit über die Stadt- und Verbandsgemeindegrenzen hinaus einen exzellenten Ruf für seine vorbildliche Jugendarbeit. Mit über 120 Kindern und Jugendlichen in sechs Jugendmannschaften sowie einer Bambini-Mannschaft würden hier sportliche Ausbildung, Wertevermittlung, Integration und Inklusion konsequent miteinander verbunden. Besondere Bedeutung erhielt die Ehrung durch das couragierte Handeln von Daniel Jores nach einem schweren Vorfall bei einem D-Jugendspiel im April 2025.Dies
Nachdem Erwachsene massiv die Grenzen des sportlich Vertretbaren überschritten hatten und es zu einem tätlichen Angriff auf eine Schiedsrichterin kam, übernahm Jores Verantwortung. Er suchte konsequent den Dialog – mit der betroffenen Schiedsrichterin, den beteiligten Vereinen, dem Fußballverband, der Polizei sowie den zuständigen Gremien auf Kreis- und Verbandsebene – und setzte klare Zeichen gegen Gewalt im Sport.
Stadtbürgermeister Oliver Krügel hob besonders hervor, dass der Vorschlag für diese Ehrung vom TuS Singhofen kam – jenem Verein, der in dem damaligen Spiel die Schiedsrichterin gestellt hatte. Dies sei ein bemerkenswertes Zeichen des fairen und respektvollen Miteinanders und stehe exemplarisch für die gute Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau.
Ehrung für den Erhalt und die Pflege des örtlichen Brauchtums

Bildunterzeile: Rainer Goldschmitt (Mitte im Bild) mit Laudator Frank Ackermann (rechts) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel
Die Auszeichnung für den Erhalt und die Pflege des örtlichen Brauchtums erhielt Rainer Goldschmitt. In seiner Laudatio würdigte der Erste Beigeordnete Frank Ackermann einen Menschen, der Gemeinschaft nicht nur beschreibt, sondern über Jahrzehnte hinweg aktiv gestaltet hat.Dies
Goldschmitt ist ein echtes Bad Emser Urgestein. Sein Engagement reicht vom Sport über die Kommunalpolitik bis tief hinein in das Vereinsleben der Stadt. Über 67 Jahre war er aktives und überaus erfolgreiches Mitglied im Tennisclub Bad Ems mit mehr als 100 Turniersiegen. Politisch brachte er sich viele Jahre in der Freien Wählergemeinschaft ein und arbeitete engagiert im Bauausschuss des Stadtrates mit. ist
Sein Herz schlägt jedoch besonders für den Karneval. Seit 1984 ist Goldschmitt eine feste Größe in der Bad Emser Karnevalsgesellschaft. 1985 stand er gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelika als Prinz Karneval auf der Bühne, 2008 folgte ein legendärer Auftritt als Jungfrau im ersten und bislang einzigen Dreigestirn der EKG. Zahlreiche hohe Auszeichnungen belegen sein außergewöhnliches Wirken. Bis heute ist er einer der Ersten, wenn es im Kurhaus gilt, mit anzupacken – zuverlässig, motivierend und mit großer Vorbildwirkung für Jung und Alt.
Ehrung für außergewöhnliches und prägendes ehrenamtliches Engagement

Bildunterzeile: Wilhelm Augst (Mitte im Bild) mit Laudator Bernd Geppert (rechts) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel
Für sein außergewöhnliches und prägendes ehrenamtliches Engagement wurde Wilhelm Augst geehrt. Die Laudatio hielt Beigeordneter Bernd Geppert.Die
Augst lebt seit 1967 in Bad Ems und hat über Jahrzehnte hinweg Verantwortung für seine Heimatstadt übernommen. Ab 1980 war er über lange Zeit Mitglied des Stadtrates und brachte sich dort engagiert, sachorientiert und verlässlich in zahlreiche Ausschüsse ein. Darüber hinaus war er Gründungsmitglied der Amnesty-Gruppe Koblenz, engagierte sich über viele Jahre in der Arbeiterwohlfahrt, initiierte das „Stadtgespräch“ und war Mitgründer des Fördervereins der Ernst-Born-Schule.s ist Absatz
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens ist die Bürgerstiftung Bad Ems. Diese gründete Wilhelm Augst im Jahr 2010 gemeinsam mit dem ehemaligen Stadtbürgermeister Ottmar Canz (†). Nach dem Tod des Mitbegründers führt Augst seit nunmehr zehn Jahren als Erster Vorsitzender die Geschicke der Stiftung mit großem persönlichem Einsatz und prägt deren Arbeit bis heute maßgeblich. Stadtbürgermeister Oliver Krügel betonte, dass Augst auch in den vergangenen Jahren nicht müde geworden sei, weiter Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen – ein eindrucksvolles Beispiel für gelebtes Ehrenamt über Generationen hinweg.
Herausragende bürgerschaftliche Initiative des Jahres: Aktion Betreuter Taubenschlag

Bildunterzeile: Lydia Lehmann (Mitte im Bild) und Peter Meuer (rechts) - stellvertretend für die Handwerker-Crew - nahmen die Urkunde und Präsente von Stadtbürgermeister Oliver Krügel
Als herausragende bürgerschaftliche Initiative des Jahres wurde die Aktion Betreuter Taubenschlag ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Stadtbürgermeister Oliver Krügel.Die
Initiiert wurde das Projekt von Lydia Lehmann, die mit Beharrlichkeit, Überzeugungsarbeit und großem persönlichem Einsatz den Anstoß für eine nachhaltige Lösung gab. Maßgeblich umgesetzt wurde der Taubenschlag durch das handwerkliche Engagement von Alex Michel, Peter Meuer und Sascha Meuer. Die drei Handwerker investierten gemeinsam über 200 ehrenamtliche Arbeitsstunden in Planung, Bau und Umsetzung des Projekts.s ist
Krügel dankte darüber hinaus ausdrücklich den hiesigen Unternehmen Heuchemer, Trappehl und Hermani, die das Bürgerprojekt konkret unterstützt und damit gezeigt hätten, dass lokale Wirtschaft und ehrenamtliches Engagement in Bad Ems zusammengehören. Ebenso sprach er der Bürgerstiftung Bad Ems, dem Staatsbad Bad Ems, dem städtischen Bauhof sowie den mittlerweile rund zehn ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern seinen Dank aus, die sich bis heute täglich um Fütterung, Pflege und Sauberkeit kümmern und den laufenden Betrieb des Taubenschlags sichern.
Für einen der heiteren Momente des Abends sorgte der Stadtbürgermeister selbst: Mit augenzwinkernder Offenheit berichtete Oliver Krügel, dass Peter Meuer zugleich sein Schwiegervater sei. Umso bemerkenswerter sei es, dass für den Bau des Taubenschlags über 200 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert wurden, während das Treppenhaus in der eigenen Immobilie des Stadtbürgermeisters bis heute noch nicht fertiggestellt sei – dieses private Projekt sei zugunsten des Taubenhauses bewusst zurückgestellt worden. Die Anekdote sorgte für langanhaltendes, herzliches Lachen im Marmorsaal.
In seiner Würdigung betonte Krügel abschließend:
„Was wir heute würdigen, ist mehr als ein Bauwerk. Wir würdigen vorausschauendes Denken, gelebten Tierschutz, ehrenamtliches Engagement und eine Stadtgesellschaft, die Probleme nicht verdrängt, sondern gestaltet.“
Die Aktion sei ein Musterbeispiel dafür, wie Bad Ems mit absehbaren Entwicklungen umgehe – frühzeitig handeln, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen finden, bevor Probleme größer werden.
Musikalischer Glanz und geselliger Ausklang

Bildunterzeile: Kay Gutjahr und seine Lahn-Sin(n)fonie sorgten für Gänsehautmomente und musikalischen Hochgenuss im Marmorsaal
Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgte die Lahn-Sin(n)fonie Nassau unter der Leitung von Kay Gutjahr. Mit über 40 Musikerinnen und Musikern begeisterte das Orchester mit einem abwechslungsreichen Programm – von „Arsenal“ und „Cassiopeia“ bis hin zu einem mitreißenden 80er-Jahre-Kulttour-Medley. Mehrere Standing Ovations unterstrichen die hohe musikalische Qualität.Die
Im Anschluss klang der Neujahrsempfang bei einem Sektempfang aus, musikalisch begleitet vom Jazz-Duo Get Over Keys. Noch lange nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zu persönlichen Gesprächen.s i
Der Neujahrsempfang 2026 zeigte eindrucksvoll, wie viel Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Zuversicht in Bad Ems stecken – und machte Mut für ein gemeinsames, starkes Jahr.










