70 Jahre Malbergklinik Bad Ems
Stadt Bad Ems • 5. Juli 2020
Traditionsreiches Haus ist eine wichtige Säule für den Gesundheitsstandort

Gratulationsbesuch von Stadtbürgermeister Oliver Krügel bei Geschäftsführerin Jutta Doepner (Mitte) und dem medizinischen Leiter Dr. Johannes Rösgen (Rechts).
Die Anfänge des Hauses reichen zurück in die unmittelbare Nachkriegszeit. In freien Zimmern des Hotels „Russischer Hof“ richteten Dr. Fritz und Ruth Doepner 1950 ihr Sanatorium ein und nannten es in Erinnerung an die alte ostpreußische Heimat „Deutsch-Ordens-Hospital“. Die Gründer hatten einen entscheidenden Anteil am Wiederaufbau des Kurbetriebs nach dem Zweiten Weltkrieg. Bald fand die Klinik eine dauerhafte Bleibe im ehemaligen Hotel „Englischer Hof“. 1982 kam das Haus Nassau hinzu, später das Haus Preußen, 2000 die Therapieabteilung im neuen Anbau, der hinter der historischen Fassade entstand.
Siebzig Jahre sind für ein Unternehmen eine lange Zeit, gerade heute, im Zeitalter so genannter Startups, die erst einmal beweisen müssen, dass sie auf eigenen Füßen stehen können. Die Veränderungen und Umbrüche in der Gesundheitspolitik brachten stets neue Herausforderungen. Da gab es Anfang der 1980er Jahre die Kostendämpfungsgesetze, dann kam die Gesundheitsreform in mehreren Stufen. Stets haben eine kompetente Klinikleitung und ein engagiertes Team es verstanden, die Herausforderungen anzunehmen, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Neue Fachabteilungen wurden entwickelt und mit Veranstaltungen wie dem jährlichen Treffen der Kehlkopflosen hat das Haus ganz eigene Akzente gesetzt.
Aus der Kurklinik wurde eine Rehabilitationsklinik, aus dem Deutsch-Ordens-Hospital die Malbergklinik. Das Haus ist geblieben und es hat seinen Charakter, den die Gründer geprägt haben, bis heute bewahrt. Die Patienten wissen es zu schätzen: kein gesichtsloser Klinikbau in einem Außenbezirk, kein Anhängsel eines großen Gesundheitskonzerns, sondern eine moderne Klinik im Ambiente eines einstigen Grand Hotels, im Herzen des historischen Kurviertels, direkt am Kurpark und natürlich mit Blick auf die waldreichen Hänge des Malbergs. Bis heute hat die Klinik den Charakter eines Familienunternehmens bewahrt, in dem die Patienten keine Nummern, sondern gern gesehene Gäste sind.
Die Malbergklinik ist eine tragende Säule des Gesundheitsstandortes Bad Ems. Dafür sind wir sehr dankbar. Durch die Klinik hat ein alt-ehrwürdiges Baudenkmal eine zeitgemäße Nutzung erfahren. Nachdem das Haus die Launen der Gesundheitspolitik überstanden hat, traf es nun ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Corona-Epidemie. Wie in vielen anderen Einrichtungen mussten auch hier Kapazitäten vorgehalten werden, die letztlich nicht in Anspruch genommen wurden. Hoffen wir, dass auch diese Krise bald überwunden wird, dass es nun wieder bergauf geht.
„Siebzig Jahre, das ist für unser schnelllebiges Zeitalter der Globalisierung ein langer Zeitraum. Die Malbergklinik ist bis heute eine stabile und verlässliche Säule des Gesundheitsstandorts Bad Ems, eines der Great-Spas-of-Europe-Bewerber“, betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel beim Gratulationsbesuch.
„Ich wünsche der Malbergklinik, den Eigentümern und dem Team viele weitere erfolgreiche Jahrzehnte im Dienste der Gesundheit. Mögen sich noch viele Gäste an einen angenehmen Aufenthalt in der Malbergklinik und in unserer schönen Stadt erinnern!“, so unser Stadtbürgermeister abschließend.
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


