SWR dreht sieben Tage in unserer Kurstadt!
Stadt Bad Ems • 28. Juni 2020
„Bekannt im Land“ - demnächst im TV

Im Februar 2020 kam der SWR auf die Stadt Bad Ems zu mit der Absicht, hier einen Dokumentationsfilm zu drehen. Anlass sei der 150. Jahrestag der Emser Depesche am 13. Juli, außerdem 300 Jahre Bad Emser Spielbank und natürlich die Welterbebewerbung. Redakteurin Jutta Kastenholz führte Vorgespräche mit Stadtbürgermeister Oliver Krügel sowie Andrea Schneider und Hans-Jürgen Sarholz vom Museum. Sieben volle Drehtage waren vorgesehen für eine dreißigminütige Folge der Reihe „Bekannt im Land“. Und dann kam Corona... Hinter den Kulissen wurde jedoch weiter gearbeitet, Drehbuch geschrieben und Details abgestimmt.
Anfang Mai war es dann soweit, das Fernsehteam rückte an. Wer nun glaubt, da wird eine Kamera aufgestellt, ein paar Aufnahmen werden gemacht und alles ist im Kasten, der hat noch keine professionellen Dreharbeiten erlebt. Eine Szene im Kurgarten zum Beispiel, vor Häcker’s Grand Hotel. Eine Kamera auf Schienen samt Stativ, diverse Lampen, Reflektoren, riesiges Mikrofon, und dann die Frage: Wo steht die Sonne? Ach, jetzt ist sie wieder weg. Die rot-weißen Corona-Absperrbänder vor dem Hotel stören, das geht gar nicht! Vielleicht doch an einer anderen Stelle? Inzwischen ist die Wolke weg. Schnell die Kamera fokussiert, doch da läuft noch ein Passant durchs Bild. Also nochmal. Beim nächsten Versuch kommt ein Windstoß zur Unzeit, plötzlich fliegt eine Nilgans durchs Bild, dann dröhnt ein markiges „Tatütata“ von der anderen Lahnseite herüber. Und so ging das an jedem einzelnen Drehort, an jedem Drehtag.
Im Mittelpunkt standen natürlich die Highlights unserer Bäderarchitektur. Belebt wurden die Szenen mit der Gruppe historischer Kurgäste, samt Kaiser Wilhelm und samt Dienstmädchen Grete. Auch die berühmte Szene zur Emser Depesche wurde nachgestellt und im Marmorsaal präsentierte das „Duo W“ Kurmusik vom Feinsten.
Weitere Drehorte waren die Spielbank, der Blaue Salon, der Schützenhof und die Malbergbahn. Eineinhalb Drehtage wurden allein dem Stadtmuseum gewidmet. In mehreren kleinen Szenen wurden hier Schätze ausgebreitet, mit denen das Museum durchaus trumpfen kann: originale Badeschriften aus dem 16. Jahrhundert, Kurlisten mit klangvollen Namen, historische Ansichten, einer der ältesten Roulettekessel Europas, der Liebesbrief von Katharina Dolgoruki an den russischen Zaren usw. Auch das historische Hotelzimmer mit dem zusammengetragenen Inventar aus hiesigen Logierhäusern war einen Dreh wert.
Der letzte Drehtag stand thematisch ganz im Zeichen der Great Spas of Europe. Im Biergarten des Kursaalrestaurants standen Stadtbürgermeister Oliver Krügel, Hans-Jürgen Sarholz und Andrea Schneider Rede und Antwort. Nicht ohne Stolz durften alle Beteiligten ihre schöne Stadt präsentieren. Das Filmteam war sehr angetan angesichts der pittoresken Motive, der gut erhaltenen Bausubstanz und der großartigen Geschichte. „Wir dürfen uns freuen, hier wohnen zu dürfen, wo andere Urlaub machen und sogar das öffentlich-rechtliche Fernsehen uns so viel Aufmerksamkeit schenkt!“, zeigte sich Stadtbürgermeister Oliver Krügel sichtlich und hörbar stolz. Außerdem war es für alle sehr interessant zu sehen, was für ein Aufwand hinter einer solchen Filmproduktion steht. Nun dürfen wir gespannt sein, was der SWR aus den Drehszenen macht - sehen können wir das am: Sonntag, 13. September in der Sendung „Bekannt im Land“ um 18.45 Uhr!
Stadtbürgermeister Oliver Krügel dankte ausdrücklich den Hauptprotagonisten Andrea Schneider und Dr. Hans-Jürgen Sarholz sowie den vielen Beteiligten vor und hinter der Kamera, deren einzelne Nennung hier aufgrund der großen Anzahl schwierig ist. „Sie alle haben unserer schönen Heimatstadt mit ihrer Unterstützung einen tollen Dienst zur positiven Werbung erwiesen“, zeigte sich Stadtbürgermeister Krügel dankbar.
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


