Knapp 3,5 Millionen Euro für beste frühkindliche Bildung in Rheinland-Pfalz
Stadt Bad Ems • 30. August 2022
Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig übergibt Förderbescheid über mehr als 750.000 Euro in Bad Ems

Freude über die finanzielle Projektförderungen, (v. r.) Stadtbürgermeister Oliver Krügel, Ministerin Dr. Stefanie Hubig, VG-Beigeordneter Lutz Zaun, Erster Beigeordneter der Stadt Frank Ackermann.
„Ich freue mich, dass wir den Ausbau der Kindertagesbetreuung in unserem Land erneut mit knapp 3,5 Millionen Euro unterstützen können. 400 neue Betreuungsplätze werden damit in 13 Kitas landesweit entstehen. Den Neubau der Kommunalen Kita Römergarten in Bad Ems können wir dabei mit 757.500 Euro unterstützen. Hier wird eine Kita mit 85 Plätzen entstehen, damit die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet wird und unsere Kleinsten bestmöglich gefördert und betreut werden“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig bei der Übergabe des Förderbescheids an den Bürgermeister der Stadt, Oliver Krügel, am heutigen Donnerstag in Bad Ems.
„Wir bedanken uns bei Ministerin Dr. Hubig für den Besuch und beim Land für die großzügige Förderung“, sagte Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Ich denke, wir haben hier ein zukunftsweisendes Projekt. Gerade bei wenigen Bauplätzen ist es für die Kommunen wichtig, leerstehende Bestandsbauten sinnvoll anderweitig zu nutzen, so wie wir das in diesem Fall tun. Und welche Nachnutzung könnte besser und zukunftsgewandter sein, als eine Kita? mit dieser Förderung hoffen, wir dieses Projekt so schnell wie möglich umsetzen zu können.“
„Seit einigen Jahren sehen wir, dass immer mehr Eltern von ihrem Recht auf Kindertagesbetreuung Gebrauch machen. Der Ausbau von Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz ist deshalb in den vergangenen Jahren stetig vorangeschritten. Die Kommunen und Träger haben dafür große Anstrengungen unternommen, denn im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist es eine Pflichtaufgabe der Kommunen ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung bereitzustellen. Bildung ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weshalb wir es als unsere Aufgabe, aber auch als die des Bundes sehen, die Kommunen dabei bestmöglich zu unterstützen“, so die Ministerin weiter.
Für das Jahr 2022 sieht der Landeshaushalt mehr als 900 Millionen Euro für die frühkindliche Bildung vor. Damit werden neben Personalkosten auch Aus- und Neubauten von Kitas finanziell unterstützt, um gute räumliche Voraussetzungen für die beste frühkindliche Bildung und Betreuung der rheinland-pfälzischen Kinder zu schaffen. Aus Bund- und Landesmitteln wurden 2020 und 2021 im Rahmen der Investitionskostenförderung insgesamt mehr als 60 Millionen Euro verteilt auf über 300 Maßnahmen in die rheinland-pfälzischen Kitas investiert.
Nicht nur der quantitative Ausbau der Kindertageseinrichtungen wird in Rheinland-Pfalz forciert, auch die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung steht im Vordergrund. Vor rund einem Jahr ist das neue Kita-Gesetz vollständig in Kraft getreten. Das bedeutet mehr Qualität, mehr Geld und mehr Gebührenfreiheit. „Mit dem neuen Kita-Gesetz legen wir einen klaren Schwerpunkt auf die frühkindliche Bildung und arbeiten jetzt und in den kommenden Jahren daran, die Kindertagesbetreuung in unserem Land gemeinsam mit allen Beteiligten weiter voranzubringen“, so Hubig. „Kindertagesbetreuung ist für die gesamte Gesellschaft relevant: Kinder brauchen Bildung, Erziehung und Betreuung, aber auch die Kita als Ort des sozialen Miteinanders, an dem sie mit ihren Freundinnen und Freunde spielen und toben oder Erzieherinnen und Erzieher als Bezugspersonen treffen. Eltern brauchen eine gute Betreuung für ihre Kinder, damit sie Familie und Beruf vereinbaren können. Das zeigt zugleich, wie wichtig die tägliche Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher ist, die sie in den Einrichtungen leisten, und für die wir uns sehr herzlich bedanken“, sagte die Ministerin abschließend.
Quelle: Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums
Ein ereignisreiches Wochenende mit zahlreichen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, durch mehrere Gemeinden der Region. Am Sonntag besuchte er zunächst das Johannisfest in Sulzbach. Dort nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Ortsbürgermeister Ralf Mager. Neben aktuellen Themen aus den Gemeinden standen auch kommunale Praxisthemen und gemeinsame Herausforderungen der Ortsgemeinden im Mittelpunkt der Gespräche. „Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger aus Sulzbach vor Ort waren, sondern auch Gäste aus anderen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde. Darunter waren beispielsweise auch Feuerwehrkameraden aus der Stadt Nassau. Das zeigt, wie eng wir in unserer Region miteinander verbunden sind“, so Krügel. Im Gespräch mit Ortsbürgermeister Ralf Mager wurde deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch innerhalb der kommunalen Familie ist. „Wir profitieren voneinander, wenn Erfahrungen geteilt und Herausforderungen gemeinsam besprochen werden. Dieser gute Zusammenhalt zeichnet unsere Verbandsgemeinde aus“, betonte Krügel. Am Nachmittag machte die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ Station in Zimmerschied. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Michael Drees erhielt Krügel Einblicke in verschiedene Einrichtungen der Gemeinde. Besichtigt wurden unter anderem die Fahrzeughalle beziehungsweise das Feuerwehrgerätehaus, der Spielplatz sowie das Dorfgemeinschaftshaus. „Zimmerschied ist die zweitkleinste Gemeinde unserer Verbandsgemeinde. Umso beeindruckender ist der Zusammenhalt vor Ort. Hier kennt man sich, hier hilft man sich und hier wird Gemeinschaft gelebt. Das macht unsere Dörfer stark und lebenswert“, erklärte Krügel. Bereits am Freitag hatte Krügel das Waldfest der Gugge-Musiker in Bad Ems besucht. Am Samstag stand nach der Schifffahrt „Gemeinsam auf Kurs für Bad Ems-Nassau“ zudem ein Besuch beim Pannefest in Nievern auf dem Programm. „Ob in unseren Städten oder in den kleinsten Ortsgemeinden – überall begegnen mir Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Heimat engagieren. Diese Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie stark der Zusammenhalt in unserer Verbandsgemeinde ist. Darauf können wir stolz sein – und darauf können wir gemeinsam aufbauen“, so Krügel abschließend.
„Wer Verantwortung für eine Verbandsgemeinde übernehmen möchte, sollte nicht nur über die Menschen sprechen, sondern vor allem mit ihnen ins Gespräch kommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Oliver Krügel einen wichtigen Grundsatz seiner zahlreichen Besuche bei Veranstaltungen in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Am vergangenen Wochenende führte ihn sein Weg zunächst zum Jugendsommerfest des VfL Bad Ems . Dort sprach er mit dem Vorsitzenden des Traditionsvereins, Daniel Jores, über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Vereinslebens. Anschließend besuchte er das 140-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bergnassau-Scheuern . Dort tauschte sich Krügel unter anderem mit Wehrführer Mike Budow aus. Gesprächsgegenstand war dabei auch das Starkregenereignis vom Vorabend, bei dem die Feuerwehr gefordert war. „Und auch das ist Freiwillige Feuerwehr: Wenn man bis tief in die Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz war, anschließend noch die Einsatzdokumentation erledigt und am nächsten Tag dennoch mit vollem Engagement das Fest zum 140-jährigen Bestehen für die Bevölkerung ausrichtet. Das verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unseren Feuerwehren ist“, so Krügel. Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des VfR Winden fand ein Spiel der Dorflegenden statt, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Vor Ort traf Krügel unter anderem Ortsbürgermeister Gebhard Linnscheid, der die Partie als Schiedsrichter souverän leitete. Später kam es beim Bürgerfest in Zimmerschied zum Austausch mit Bürgermeisterkollege Michael Drees, der an diesem Tag die Bewirtung der Gäste selbst übernahm. Zudem nahm sich Krügel die Zeit für eine Führung durch die Alte Schule, die heute von der Ortsgemeinde unter anderem als Tagungsstätte und Sitz des Ortsbürgermeisters genutzt wird. Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag die Lahnparty in Miellen . Dort traf Oliver Krügel Bürgermeisterkollege Norman Lay sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bei guter Stimmung und großem Besucherinteresse präsentierte sich die Gemeinde von ihrer besten Seite. Musikalisch wurde die Veranstaltung unter anderem vom Miellener Chor sowie einem Gastchor aus Koblenz-Arzheim begleitet. Für Oliver Krügel sind solche Termine weit mehr als reine Festbesuche. Sie bieten die Möglichkeit, die Menschen kennenzulernen, ihre Anliegen aufzunehmen und ein unmittelbares Bild davon zu gewinnen, was die Gemeinden bewegt. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen mache deutlich, wie lebendig die Verbandsgemeinde sei und wie stark sie vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger getragen werde. „Wer die Zukunft unserer Verbandsgemeinde gestalten möchte, muss wissen, was die Menschen vor Ort bewegt. Genau dafür sind solche Begegnungen unverzichtbar“, so Krügel.

Bürgermeisterkandidat Oliver Krügel setzt seine Gespräche und Besuche bei Unternehmen, Einrichtungen und Arbeitgebern in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fort. Bereits am 21. Mai besuchte er gemeinsam mit der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat die Stiftung Scheuern, um sich aus erster Hand über die Arbeit, die Menschen und aktuelle Herausforderungen einer der bedeutendsten sozialen Einrichtungen der Region zu informieren. Empfangen wurden die Teilnehmer von Gerd Biesgen, theologischer Vorstand der Stiftung, sowie von Sebastian Becker. Anlass des Besuchs war es, einen tieferen Einblick in die Arbeit, die aktuellen Herausforderungen des größten Arbeitgebers im Rhein-Lahn-Kreis sowie in die Lebensrealität der Menschen zu erhalten, die auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Mit annähernd 1.300 Mitarbeitenden und einem Gesamtbudget von rund 80 Millionen Euro zählt die Stiftung Scheuern zu den bedeutendsten sozialen Einrichtungen Deutschlands und ist zugleich der größte Arbeitgeber im Rhein-Lahn-Kreis. Zu Beginn führte Pfarrer Biesgen die Besuchergruppe über das Gelände. Der Rundgang begann bewusst am Mahnmal „Damit wir nicht vergessen“, das an ein dunkles Kapitel der Geschichte der damaligen Pflege- und Heilanstalt Scheuern erinnert. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Einrichtung Teil der Euthanasie-Verbrechen des NS-Regimes. Die damalige Pflege- und Heilanstalt Scheuern war in die nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen eingebunden. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner wurden von dort aus in Tötungsanstalten deportiert und ermordet. Besonders eindrücklich sei dabei ein Gedanke gewesen, den Pfarrer Biesgen mit einem Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer verbunden habe: „Es gibt vor Gott kein unwertes Leben.“ Die Auseinandersetzung mit der Geschichte habe deutlich gemacht, wie wichtig Menschenwürde, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung auch heute noch seien. Im weiteren Verlauf stellte die Stiftung ihre heutige Arbeit vor. Aktuell leben insgesamt rund 580 Menschen in den unterschiedlichen Wohnformen der Stiftung. Davon befinden sich etwa 230 am Campus Scheuern, rund 290 am Lahnberg, etwa 100 am Schimmerich sowie weitere Bewohnerinnen und Bewohner an dezentralen Standorten unter anderem in Bad Ems, Nassau, Montabaur, Lahnstein, Nastätten und Laurenburg. Dabei wurde deutlich, dass die Stiftung den Weg der Dezentralisierung konsequent weiterverfolgt. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen nicht am Rand der Gesellschaft leben, sondern mitten in ihr – in den Gemeinden, Nachbarschaften und Quartieren der Region. Im Gespräch wurde deutlich, wie sich die Anforderungen im Laufe der Jahre verändert haben. Während früher häufig Menschen mit Down-Syndrom aufgenommen wurden, gebe es heute zunehmend Anfragen für Menschen mit schwersten Mehrfachbeeinträchtigungen. Ein besonders intensiver Austausch entwickelte sich über gesellschaftliche Entwicklungen und den Blick auf Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Menschen mit Einschränkungen weder Mitleid benötigen, noch automatisch unglücklicher leben als andere Menschen. Vielmehr habe jeder Mensch seine individuellen Herausforderungen und benötige im Laufe seines Lebens Unterstützung – sei es durch eine Brille, Hilfsmittel oder später Pflege und Betreuung. Die Teilnehmer sprachen auch über den gesellschaftlichen Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Während Menschen mit Behinderungen früher oftmals ausgegrenzt oder aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden, habe sich das Verständnis von Inklusion und Teilhabe erfreulicherweise weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehe heute die Erkenntnis, dass jeder Mensch wertvoll ist und unabhängig von seinen Einschränkungen ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe hat. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Rahmenbedingungen der Arbeit. Die Stiftung arbeitet auf Grundlage des Bundesteilhaberechts und steht wie viele soziale Einrichtungen vor der Herausforderung, steigende Anforderungen sowie Personal- und Sachkosten mit den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Dabei wurde der Wunsch geäußert, die tatsächlichen Bedarfe künftig stärker zu berücksichtigen. Auch wenn dies nicht unmittelbar Aufgabe der kommunalen Ebene sei, waren sich die Teilnehmer einig, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen und der sie unterstützenden Einrichtungen weiterhin auf allen politischen Ebenen Gehör finden müssen. Zum Abschluss des Besuchs zeigte sich Oliver Krügel beeindruckt: „Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welch wertvolle Arbeit hier jeden Tag geleistet wird. Es geht nicht nur um Betreuung, sondern um Würde, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben. Diese Arbeit verdient Anerkennung, Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Die Teilnehmer verabschiedeten sich mit vielen neuen Eindrücken und dem gemeinsamen Wunsch, den Austausch künftig fortzusetzen und das Bewusstsein für die wichtige Arbeit der Stiftung weiter zu stärken. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass Einrichtungen wie die Stiftung Scheuern eine unverzichtbare Rolle für eine solidarische und inklusive Gesellschaft spielen und ihre Anliegen auch künftig Gehör finden müssen.




