Goethe-Forum auf gutem Wege – rund 210.000 € fehlen!
Oliver Krügel • 18. September 2020

Auf Einladung des Fördervereins des Goethe-Gymnasiums Bad Ems, kam es in der vergangenen Woche zu einem Treffen. Der Vorsitzende des Fördervereins Dirk Wiedenhues sowie die Schulleitung Frau Christa Habscheid und Kollege Markus Pfaff, wollten den Sachstand des Projektes „Bau einer Aula auf dem Schulhof des Goethe Gymnasiums“ mit der Presse und Interessierten teilen.
Die Schule befindet sich in Trägerschaft des Rhein-Lahn-Kreises. Aufgrund des großen Engagements der Schülerschaft, unter anderem auch in der Musik, wird Platz benötigt. Daher wird in aller Regelmäßigkeit die Schulsporthalle in einen Veranstaltungssaal umfunktioniert. Allerdings ist dies immer schwieriger zu bewerkstelligen und auch mit Einschränkungen für den Schulsport verbunden. Daher haben die Verantwortlichen die Idee zum Bau einer Aula konkretisiert und kämpfen für das „Goethe-Forum“.
„Die Schulbauordnung in Rheinland-Pfalz sieht für Gymnasien keine Aula vor“, berichtete der Vorsitzende Wiedenhues. Also machten sich Landrat Frank Puchtler und er in Richtung Mainz auf und versuchten im Ministerium entsprechende Förderungen zu erhalten. „Leider ohne Erfolg, keine Unterstützung aus Mainz!“, berichtete Wiedenhues.
Doch man steckte den Kopf nicht in den Sand, sondern machte sich in Eigenregie auf den Weg. Planungen zum Bauwerk und Baugenehmigung stehen. Das Projekt kostet rund 800.000 €. Die Finanzierung ist zu einem Teil von 590.000 € durch Spendenzusagen gesichert, allerdings fehlen noch rund 210.000 €. Ein stolzer Betrag, doch „die bisherige Spendensumme macht Mut zur Hoffnung und ist bemerkenswert“, wie Stadtbürgermeister Oliver Krügel findet.
„Unter anderem aufgrund der Auskünfte aus Mainz zu den Richtlinien, können wir uns nicht engagieren, da es sich um eine freiwillige Leistung handeln würde. Zudem liegt die Trägerschaft beim Kreis und schlussendlich lässt ein Engagement die Haushaltslage der Stadt Bad Ems leider nicht zu!“, gesteht der Stadtbürgermeister.
„Daher darf man dem Engagement des Fördervereins und den Spendern, wie der Leifheit-Stiftung, umso dankbarer sein. Für den Schulstandort Bad Ems und die neue Verbandsgemeinde wäre die Realisierung dieses Projektes ein großer Gewinn!“, betonte Krügel weiter. Der Verein und die Schule bitten um Unterstützung!
Informationen zum Projekt finden Interessierte auf der Webseite des Goethe-Gymnasiums unter
Foto, Thiede: Bartosz Thiede (links im Bild, First Responder Seelbach), Manfred Brückmann (CDU Bad Ems), Dominik Klos (DRK OV Singhofen), Bürgermeisterkandidat Oliver Krügel und Achim Wagner (First Responder Dornholzhausen) im Rahmen ihres Austauschs. Die CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat Bad Ems-Nassau setzt sich für eine dauerhafte finanzielle Unterstützung der First-Responder-Gruppen in der Verbandsgemeinde ein. Einen entsprechenden Antrag hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Krügel jetzt für die nächste Sitzung des Verbandsgemeinderates eingebracht. Konkret schlägt die CDU-Fraktion vor, die derzeit drei First-Responder-Gruppen in Seelbach, Dornholzshausen und Dessighofen sowie künftig neu gegründete Gruppen mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von jeweils 2.000 Euro zu unterstützen. Die Mittel sollen insbesondere für Verbrauchsmaterialien, die Wartung medizinischer Ausrüstung sowie die Ersatz- und Neubeschaffung notwendiger Einsatzmittel verwendet werden. First Responder werden parallel zum Rettungsdienst alarmiert und leisten insbesondere im ländlichen Raum qualifizierte medizinische Ersthilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft. Gerade bei zeitkritischen Notfällen wie einem Herz-Kreislauf-Stillstand können wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. „Unsere First Responder übernehmen eine enorme Verantwortung und investieren ihre Freizeit, um anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. Dieses herausragende ehrenamtliche Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch eine verlässliche finanzielle Unterstützung“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Krügel. Nach Angaben der CDU entstehen den Gruppen regelmäßig erhebliche Kosten. Allein die Wartung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) kostet rund 300 Euro pro Gerät. Hinzu kommen Verbrauchsmaterialien, die je nach Einsatzaufkommen häufig Kosten von rund 1.000 Euro pro Jahr verursachen, sowie die Anschaffung von Notfallrucksäcken, die mit mindestens 2.500 Euro zu Buche schlagen. „Der vorgeschlagene Zuschuss wird die tatsächlich entstehenden Kosten zwar nicht vollständig decken können. Er würde die ehrenamtlichen Einsatzkräfte jedoch spürbar entlasten und zugleich ein deutliches Zeichen der Wertschätzung setzen. Gemessen am Gesamthaushalt der Verbandsgemeinde handelt es sich um einen überschaubaren Mitteleinsatz mit einem hohen Nutzen für die Sicherheit der Menschen in unserer Heimat“, so Krügel weiter. Die Förderung soll über den DRK-Ortsverein Singhofen abgewickelt werden, der die Trägerschaft der derzeitigen First-Responder-Gruppen übernommen hat. Für jede Gruppe werden dort getrennte Konten geführt. Die zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel soll gegenüber der Verbandsgemeindeverwaltung durch einen Verwendungsnachweis nachgewiesen werden. „Unsere First Responder sind da, wenn jede Minute zählt. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Verbandsgemeinde. Deshalb sollte es für uns selbstverständlich sein, dieses außergewöhnliche Ehrenamt nicht nur mit Worten, sondern auch finanziell zu unterstützen. Ich hoffe deshalb auf eine breite Zustimmung im Verbandsgemeinderat“, betont Krügel abschließend.
(Foto, Jessica Krügel): Dr. Thomas Reisinger (links), Dr. Christine Krausbeck, Dr. Hildegard Simons und Oliver Krügel nach einem umfangreichen Austausch in den Praxisräumlichkeiten auf der Bismarkhöhe. Im Rahmen seiner Gesundheitswoche hat sich der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, mit Vertretern der Emser Ärzteschaft über den aktuellen Stand des Projekts „Bürgernahes Krankenhaus“ ausgetauscht. Mit der Bekanntgabe der Schließungspläne der damaligen Paracelsus-Klinik habe die kommunale Familie den Verlust des Krankenhausstandortes keineswegs tatenlos hingenommen, betont Krügel. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne habe die Stadt Bad Ems zu einem Runden Tisch eingeladen und gemeinsam mit weiteren Akteuren intensiv für den Erhalt des Standortes geworben. Letztlich habe der Paracelsus-Konzern jedoch an seiner Entscheidung festgehalten und keine Bereitschaft erkennen lassen, den eingeschlagenen Kurs noch einmal zu überdenken. Aus dieser Situation heraus entstand die Initiative für ein bürgernahes Krankenhaus. Dr. Erich und Christine Krausbeck, Dr. Hildegard Simons und Dr. Thomas Reisinger entwickelten gemeinsam mit weiteren Beteiligten ein Konzept für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung in Bad Ems. Dieses wurde zwischenzeitlich weiterentwickelt und liegt inzwischen in einer überarbeiteten Fassung vor. Ziel ist ausdrücklich keine Rückkehr zu einer klassischen Krankenhausstruktur mit zahlreichen Fachabteilungen, sondern eine wirtschaftlich tragfähige Lösung mit einer wohnortnahen Akut- und Basisversorgung, einer überschaubaren stationären Versorgung sowie einer engen Verzahnung mit ambulanten Angeboten und geriatrischen Leistungen. „Ich bin der Projektgruppe der Emser Ärzteschaft sehr dankbar, dass sie sich weit über ihren anspruchsvollen Praxisalltag hinaus für die medizinische Versorgung unserer Heimat engagiert. Dieses Engagement verdient großen Respekt und meine volle Unterstützung“, erklärt Oliver Krügel. Im Gespräch wurde zugleich deutlich, dass die Herausforderungen weiterhin erheblich sind. Nach Einschätzung der Projektverantwortlichen stellt insbesondere die Finanzierung die größte Hürde dar. Während andere Krankenhausstandorte aufgrund ihrer Einstufung als bedarfsnotwendig auf eine stärkere öffentliche Finanzierung zurückgreifen können, müsste ein möglicher Standort in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau nach derzeitigem Stand maßgeblich durch private Investoren realisiert werden. Hinzu komme der bundesweit spürbare Fachkräftemangel. Gerade die Gewinnung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften werde für jedes neue Krankenhausprojekt zu einer zentralen Herausforderung. „Es wäre unseriös, den Menschen heute zu versprechen, dass ein solches Krankenhaus kurzfristig entstehen wird. Die gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind schwierig. Aber nur weil ein Ziel schwer zu erreichen ist, dürfen wir es nicht aufgeben. Entscheidend ist, dass engagierte Menschen weiterhin an Lösungen arbeiten – und genau das geschieht hier“, so Krügel. Er werde die weiteren Entwicklungen weiterhin konstruktiv begleiten und seine Kontakte auf Landes- und Bundesebene nutzen, um das Projekt dort zu unterstützen, wo dies möglich sei. „Eine wohnortnahe medizinische Versorgung bleibt ein entscheidender Standortfaktor für unsere Region. Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass das Projekt eines bürgernahen Krankenhauses weiterhin mit großem Engagement verfolgt wird. Allein die Tatsache, dass hier nicht aufgegeben wird, ist ein wichtiges Signal für unsere Heimat.“
Im Rahmen seiner Themenwoche Gesundheit hat sich Oliver Krügel, Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, intensiv mit der Zukunft der hausärztlichen Versorgung in der Region beschäftigt. Dazu führte er unter anderem ein Gespräch mit der Landesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, Dr. Barbara Römer. Außerdem tauschte er sich mit den Hausärzten Dr. Martin Schencking und Dr. Hildegard Simons in Bad Ems sowie Dr. Thomas Klimaschka in Nassau über die aktuelle Situation und die künftigen Herausforderungen aus. Die aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz zeigen: Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt derzeit über 17,75 hausärztliche Versorgungsaufträge. Die medizinische Grundversorgung ist damit aktuell gewährleistet. Ein genauer Blick auf die Altersstruktur macht jedoch deutlich, dass bereits heute die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Fast die Hälfte der Hausärztinnen und Hausärzte ist 60 Jahre oder älter, rund ein Drittel sogar mindestens 65 Jahre. Demgegenüber gibt es nur wenige jüngere Ärztinnen und Ärzte, die perspektivisch frei werdende Praxen übernehmen können. „Die Herausforderung besteht nicht in erster Linie darin, die medizinische Versorgung heute sicherzustellen. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, schon jetzt die Weichen dafür zu stellen, dass die Menschen auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch wohnortnah hausärztlich versorgt werden. Genau daran müssen wir bereits heute arbeiten“, betont Oliver Krügel. Dieser Eindruck wurde in allen Gesprächen bestätigt. Hinzu kommen bundespolitische Rahmenbedingungen, die die Situation zusätzlich erschweren. Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte berichten von wachsender Bürokratie, steigenden Anforderungen und wirtschaftlichem Druck. Auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband weist darauf hin, dass die derzeitigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen die Praxen zunehmend belasten. Nach Einschätzung des Verbandes führen die geplanten Reformen der Bundesregierung dazu, dass die Praxen – salopp formuliert – „ein Drittel mehr arbeiten und dafür ein Drittel weniger Vergütung erhalten“. Eine solche Entwicklung, so die Kritik des Verbandes, würde in kaum einer anderen Berufsgruppe akzeptiert werden. Ebenso deutlich wurde in den Gesprächen: Modelle großer Gesundheitsketten stoßen insbesondere im ländlichen Raum an Grenzen. Die Menschen wünschen sich Hausärztinnen und Hausärzte, die ihre Patientinnen und Patienten persönlich kennen, langfristig begleiten und sich mit der Region identifizieren. Gerade diese persönliche Bindung ist ein wesentlicher Baustein einer guten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Zwar liegt die ambulante medizinische Versorgung nicht in der Zuständigkeit der Verbandsgemeinde. Das entbindet die Kommunalpolitik jedoch nicht von der Verantwortung, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Für Oliver Krügel gehören dazu eine enge Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, dem Rhein-Lahn-Kreis sowie den Städten und Ortsgemeinden. Kommunen können bei der Suche nach geeigneten Praxisräumen unterstützen, gemeinsam geeignete Grundstücke entwickeln und – wo möglich – Wohnraum für Medizinerinnen und Mediziner bereitstellen oder vergünstigt anbieten. Ebenso wichtig sind Hilfestellungen bei der Kinderbetreuung, der Schulplatzsuche und der Integration der gesamten Familie vor Ort. Darüber hinaus spricht sich Krügel dafür aus, frühzeitig den Kontakt zu Medizinstudierenden sowie Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung zu suchen und bestehende Initiativen des Rhein-Lahn-Kreises – etwa das Stipendienprogramm zur Gewinnung von Hausärztinnen und Hausärzten – aktiv zu begleiten und zu unterstützen. „Die Gesundheitsversorgung wird ein Dauerläuferthema für die Kommunalpolitik bleiben. Auch wenn wir nicht unmittelbar zuständig sind, müssen wir uns mit Nachdruck für die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger sowie für eine wohnortnahe medizinische Versorgung einsetzen. Gesundheitsversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für Familien, Unternehmen und unsere gesamte Region. Deshalb möchte ich mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die Menschen auch künftig wohnortnah und qualitativ hochwertig medizinisch versorgt werden.“, so Oliver Krügel abschließend.
Nach 15 von insgesamt 28 Stationen meiner Dialogtour „Krügel grillt“ geht es in den kommenden Wochen mit weiteren Terminen durch unsere Verbandsgemeinde weiter. Mein herzlicher Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die die bisherigen Veranstaltungen besucht haben. Die vielen offenen Gespräche, Anregungen und Hinweise sind für mich außerordentlich wertvoll. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig der persönliche Austausch vor Ort ist. Ich lade Sie herzlich ein, auch bei einer der kommenden Stationen vorbeizuschauen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Anliegen, Ideen und Fragen direkt mit mir zu besprechen. Ich freue mich auf viele weitere interessante Begegnungen und gute Gespräche. Die nächsten Termine : Freitag, 17.07. 16:30 bis 18:30 Uhr – Geisig , gegenüber dem „Backes“ 19:00 bis 21:00 Uhr – Dessighofen , Dorfgemeinschaftshaus Samstag, 18.07. 12:00 bis 14:00 Uhr – Miellen , Dorfgemeinschaftshaus Samstag, 25.07. 15:00 bis 17:00 Uhr – Singhofen , Marktplatz Sonntag, 26.07. 13:00 bis 15:00 Uhr – Weinähr , Dorfplatz 16:00 bis 18:00 Uhr – Winden , Dorfcafé Freitag, 31.07. 16:00 bis 18:00 Uhr – Schweighausen , am Denkmal (Braubacher Straße) Ich freue mich darauf, den Dialog mit Ihnen fortzusetzen und viele weitere Bürgerinnen und Bürger persönlich kennenzulernen.




