Elternbrief des Stadtbürgermeisters Oliver Krügel aufgrund der aktuellen Corona-Situation
Stadt Bad Ems • 18. Februar 2021
Aktuelle Lage ist besorgniserregend

Kita Haus Maria Anna bleibt geschlossen
Allgemeine Lage besorgniserregend
aktuell (Stand 18.02. 13:57 Uhr) sind 25 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, die der Kita Haus Maria Anna direkt zuzurechnen sind. Bei 23 Personen wurde die mutierte britische Variante festgestellt, weitere Testungen stehen noch aus.
Eine Erzieherin mit der mutierten britischen Corona-Variante wurde inzwischen negativ getestet und gilt als genesen. Die Absonderungsmaßnahme konnte bei ihr beendet werden.
Hinsichtlich einer erneuten Eröffnung der Kita sei erwähnt, dass alle Mitarbeiter/Erzieherinnen einen negativen Test vorweisen müssen, um wieder die Arbeit aufnehmen zu können. Zusätzlich sind einige in der Belegschaft noch nicht vollkommen genesen. Leider steht derzeit für eine erneute Öffnung der Kita Haus Maria Anna nicht ausreichend Personal zur Verfügung. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Lahn-Kreises und der Kita-Leitung bleibt die Einrichtung bis mindestens 24.02.2021 geschlossen. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass die Kita Haus Maria Anna voraussichtlich nicht vor dem 1. März 2021 öffnen wird.
In der Kita Eisenbach bleiben wir wie angekündigt vorerst im Notbetrieb. Diese Regelung wird auch bei der Kita Haus Maria Anna gelten.
Allgemein bitte ich Sie, im Interesse aller Beteiligten, das Betreuungsangebot nur in Anspruch zu nehmen, sofern Sie keine andere Möglichkeit haben. Für Ihre persönliche Situation habe ich volles Verständnis – die letzten Monate waren für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Diese Pandemie und die Begleiterscheinungen stellen vieles auf den Kopf und die Kinder sind eine besonders betroffene Gruppe in der Pandemie. Bald ein Jahr beschäftigt uns die Corona-Pandemie nun. Für viele Erwachsene ist dieses Jahr ein relativ kurzer Zeitraum im Vergleich zum Lebensalter. Für viele Kinder ist es ein nicht unbedeutender Teil ihres noch jungen Lebens!
Dennoch zeigen die Infektionsgeschehen in der Kita Haus Maria Anna, dass Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder sehr wohl zu einem raschen Infektionsgeschehen beitragen können. Aus tiefster persönlicher Überzeugung teile ich die Auffassung von Experten, dass wir nur eine Chance gegen die rasche Ausbreitung haben, wenn wir persönliche Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum reduzieren. Zu dieser Strategie gehört auch die ehrliche Betrachtung jedes Einzelnen, ob ein Betreuungsangebot in Anspruch genommen werden muss.
Ihnen allen, liebe Eltern und Sorgeberechtigte, gilt im Namen der Stadt Bad Ems mein besonderer Dank. Mich hat es mit Stolz erfüllt, wie Sie in dieser Pandemie mit den Maßnahmen umgegangen sind. Nicht eine kritische Nachricht oder ein Anruf wurden bis dato an uns herangetragen, in welchen die seitens der Stadt veranlassten Maßnahmen kritisiert wurden. Gleichwohl wird die Kritik an der Landespolitik größer, denn die ständige Abkehr von Bundesempfehlungen durch einige Bundesländer wurde uns gegenüber lauter. Wir haben nun am eigenen Leibe erfahren, dass selbst die Notbetreuung uns nicht vor Infektionsgeschehen schützt. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass wir uns mit einer anderen Situation in der Pandemiebekämpfung konfrontiert sehen würden, wenn wir bereits im Spätherbst letzten Jahres einen anderen Kurs gefahren wären und uns an den Maßnahmen des ersten „Lockdowns“ orientiert hätten. Es gehört nicht zu meinen persönlichen Eigenschaften, Maßnahmen im Nachhinein zu kritisieren, denn das wäre einfach. Da wir allerdings mitten im zweiten „Lockdown“ medienwirksam und konstruktiv an diesem Kurs gezweifelt und auf die Missstände aufmerksam gemacht haben, „erlaube“ ich mir auch heute diese Feststellung.
Zu unserer Situation sei noch erwähnt, dass wir Sie zeitnah informieren, sollten sich weitere Änderungen ergeben.
Ihnen allen danke ich nochmals für ihr kooperatives und verständnisvolles Verhalten und wünsche Ihnen Gesundheit. Trotz dieser Umstände freut es mich auch aufgrund Ihres Zuspruchs, sich unter anderem für Ihre Belange und die ihrer Kinder einzusetzen.
Allen von einer Infektion betroffenen Kindern, Erzieherinnen und deren Angehörigen wünsche ich weiterhin gute und vollständige Genesung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Oliver Krügel
Stadtbürgermeister
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


