Bad Emser Delegation kehrt mit Vorstandserfolg von den Great Spa Towns of Europe zurück
Stadt Bad Ems • 9. Mai 2025
Oliver Krügel neuer Vorsitzender der Great Spa Towns of Europe

Foto (Julia Palotas/Stadt Bad Ems): Generalsekretärin Chiara Ronchini (Generalsekretärin, v. r.) beglückwünscht gemeinsam mit dem bisherigen Chair Stefan Szirucsek (Baden bei Wien, 3 v.r.), den neuen Vorsitzenden der Great Spa Towns of Europe, Oliver Krügel (Bad Ems, 2 v.r.). Den neuen Vorstand komplettieren (v.l.) Yves-Jean Bignon (Vichy), Lenka Průšová (Franzensbad) und Ruth Malloy (Bath).
Im Mittelpunkt der mehrtägigen Tagung standen neben einem umfassenden Statusbericht aller elf Welterbe-Bäderstädte insbesondere die Neuwahlen des Vorstands und der Vorsitzendenposition. Aus Bad Ems wurde die geplante und bereits begonnene Sanierung des Vier-Türme-Hauses als positives Signal für den Erhalt des Welterbes vorgestellt und von den Partnerstädten wohlwollend aufgenommen.
Ein bedeutender Moment der Sitzung war die Wahl des neuen Vorsitzenden. Nach dem Rückzug von Stefan Szirucsek, ehemaliger Bürgermeister von Baden bei Wien und bisheriger Chair der Great Spa Towns, wurde Oliver Krügel für diese Position vorgeschlagen. „Oliver ist seit 2019 Teil unserer Welterbefamilie und einer der erfahrensten Bürgermeister der Great Spa Towns of Europe“, lobte Szirucsek seinen Nachfolger. Krügel blickt auf eine lange und enge Verbindung zu dem Netzwerk zurück und hat nach eigenen Angaben bisher keine Generalversammlung verpasst. Zudem hat er alle elf Welterbe-Bäder persönlich besucht.
In seiner Rede betonte Krügel die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit, gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten. „Die Great Spa Towns of Europe sind ein Musterbeispiel für erfolgreiche europäische Kooperation. Wir können ein starkes Zeichen für den europäischen Zusammenhalt setzen“, so Krügel. Seine tschechischen Sprachkenntnisse – er ist zweisprachig aufgewachsen – machen ihn zu einem geschätzten Ansprechpartner, besonders in den tschechischen Partnerstädten.
Krügel warb für noch stärkere Kooperation und Austauschprojekte im Bereich der Vermittlung. Das Interspace-Projekt, das Jugendlichen aus den Great Spa Towns die Möglichkeit gibt, sich über Grenzen hinweg zu vernetzen, sei „ein guter Anfang“. Zudem sieht er großes Potenzial, das Netzwerk als Modellregion für nachhaltigen Gesundheitstourismus weiterzuentwickeln.
Seinen besonderen Dank richtete Krügel an seinen Vorgänger Stefan Szirucsek: „Sein Fortgang ist nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ein großer Verlust für uns.“
Die anschließenden Wahlen bestätigten alle vorgeschlagenen Kandidaten einstimmig. Der neue Vorstand der Great Spa Towns of Europe setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Oliver Krügel (Bad Ems, Deutschland)
Stellvertretender Vorsitzender: Yves-Jean Bignon (Vichy, Frankreich)
Schatzmeisterin: Ruth Malloy (Bath, Großbritannien)
Vorstandsmitglied: Lenka Průšová (Franzensbad, Tschechien)
Die Bad Emser Delegation kehrte damit nicht nur mit wichtigen Eindrücken, sondern auch mit einer neuen Verantwortung für die kommenden Jahre zurück.
Ein weiterer Bericht über die Generalversammlung folgt.
„Krügel unterwegs“: Von Arzbach bis Pohl führte die jüngste Tour der Reihe „Krügel unterwegs“ entlang der Spuren des römischen Limes. Die Wanderung verband Geschichte, Welterbe und Natur – und lieferte zugleich einige Erkenntnisse darüber, welches touristische Potenzial in den Wanderwegen der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau steckt.

Foto, CDU Bad Ems-Nassau: Das Freibad Singhofen Kommunale Schwimmbäder sind weit mehr als Orte der Freizeitgestaltung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung, zum Schul- und Vereinssport sowie zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Für Oliver Krügel steht deshalb fest: Der Erhalt kommunaler Bäder ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen eines Besuchs des Freibades in Singhofen, auf Einladung der FWG Singhofen, informierte sich Krügel über die Anlage und tauschte sich mit den Verantwortlichen über den laufenden Betrieb, die technische Ausstattung und die Herausforderungen kommunaler Freibäder aus. Der Besuch war zugleich Anlass, seine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema deutlich zu machen. „Gerade im Wahlkampf sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen, wofür die Kandidaten stehen. Dazu gehört für mich auch, bei wichtigen Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge klar Position zu beziehen und transparent zu machen, welche Ziele ich für unsere Verbandsgemeinde verfolge.“ „Natürlich weiß ich, dass kommunale Schwimmbäder wirtschaftlich kaum kostendeckend betrieben werden können. Das gilt auch für die Bäder in unserer Verbandsgemeinde. Dennoch dürfen wir ihren Wert nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen“, betont Krügel. Gerade Kinder müssen die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind Schwimmbäder wichtige Orte für Familien, Seniorinnen und Senioren, Vereine und den Gesundheitssport. Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander und machen unsere Region lebenswerter. Aus Sicht Krügels gehört es zu einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, auch Einrichtungen zu erhalten, die nicht kostendeckend arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen aber unbestritten ist. „Kommunale Daseinsvorsorge bedeutet, den Menschen Angebote bereitzustellen, die für das Gemeinwohl wichtig sind – auch wenn sie Geld kosten.“ Dabei geht es nicht darum, wirtschaftliche Realitäten auszublenden. Vielmehr müssen kommunale Einrichtungen effizient betrieben, Fördermöglichkeiten konsequent genutzt und Investitionen klug geplant werden. Das Freibad in Singhofen, das von der Ortsgemeinde mit großem Engagement betrieben wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Mit der Erneuerung der Mess- und Regeltechnik, der Nutzung von Quellwasser, der Photovoltaikanlage sowie zahlreichen Eigenleistungen wird dort eindrucksvoll gezeigt, wie ein kommunales Freibad zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt unserer kommunalen Schwimmbäder. Das gilt selbstverständlich auch für das Freibad Nassau, das sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet. An dieser Haltung dürfen mich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft messen.“
Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau verfügt über eine außergewöhnliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Mit dem UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes“ und der Welterbestadt Bad Ems vereint sie gleich zwei Welterbestätten auf engstem Raum. Dieses besondere Erbe möchten Oliver Krügel und der Limes-Experte Conrad Lunar im Rahmen einer gemeinsamen Welterbe-Wanderung erlebbar machen. Conrad Lunar lebt in Heimbach-Weis und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich dafür, das römische Erbe und den Limes für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Er gilt als Initiator des Neuwieder „Drachenkopfwegs“ und setzt sich mit zahlreichen Projekten für die Vermittlung der römischen Geschichte in der Region ein. Die rund 32 Kilometer lange Wanderung findet am Sonntag, 2. August 2026, statt und führt durch reizvolle Landschaften sowie entlang bedeutender geschichtlicher Orte. Start ist um 8.00 Uhr an der Grillhütte in Arzbach. Ziel ist das Limeskastell in Pohl, das gegen 17.30 bis 18.00 Uhr erreicht werden soll. Unterwegs sind mehrere Pausen vorgesehen: * ca. 10.15 Uhr an der Ottmar-Canz-Brücke in Bad Ems, * ca. 12.15 Uhr in Becheln, * ca. 13.45 Uhr an der Linde in Schweighausen sowie * ca. 15.00 Uhr am Friedhof in Dornholzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte müssen nicht die gesamte Strecke zurücklegen. Ein Zu- oder Ausstieg ist an den einzelnen Wegpunkten jederzeit möglich. Ebenso sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die Wandergruppe an den Haltepunkten zu besuchen und mit Oliver Krügel sowie Conrad Lunar ins Gespräch zu kommen. „Wir leben in einer Region, um die uns viele beneiden. Mit gleich zwei UNESCO-Welterbestätten verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dieses Potenzial sollten wir für unsere Heimat, den Tourismus und die regionale Wertschöpfung noch stärker nutzen. Gleichzeitig möchten wir Geschichte nicht nur erzählen, sondern gemeinsam erleben“, so Oliver Krügel. Während der Wanderung wird Conrad Lunar immer wieder spannende Einblicke in die Geschichte der Römer und des Limes geben und historische Zusammenhänge erläutern. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, welche Chancen das Welterbe für die touristische Entwicklung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau bietet und wie sich Natur, Geschichte und Naherholung miteinander verbinden lassen. Für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie ausreichend Getränke und eine kleine Verpflegung empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings freuen wir uns über jede Zuschrift/Ankündigung/Rückfrage an team@oliverkruegel.de Der geplante Streckenverlauf: * 8.00 Uhr – Start an der Grillhütte in Arzbach * ca. 10.15 Uhr – Ottmar-Canz-Brücke Bad Ems (Pause) * ca. 12.15 Uhr – Becheln (Mittagspause) * ca. 13.45 Uhr – Linde Schweighausen (Pause) * ca. 15.00 Uhr – Friedhof Dornholzhausen (Pause) * ca. 17.30 bis 18.00 Uhr – Ankunft am Limeskastell Pohl


