Bad Emser Bahnhof: Sanierung beginnt bald
Stadt Bad Ems • 8. September 2024
Bundestagsabgeordneter Josef Oster und Stadtbürgermeister Oliver Krügel haben das Projekt seit Jahren im Blick

Besser geworden ist der Zustand in den vergangenen drei Jahren nicht - das bemerkte der Abgeordnete Josef Oster bei seinem Besuch in Bad Ems bei Stadtbürgermeister Oliver Krügel natürlich sofort. 2021 hatte Oster die Nachricht über die längerfristigen Sanierungspläne nach Bad Ems gebracht. Jetzt soll's losgehen. Foto: Michaela Cetto
Berlin/Bad Ems.
Endlich tut sich was am Hauptbahnhof Bad Ems: Die dringenden Arbeiten am sanierungsbedürftigen Hallendach und an den Bahngleisen sollen innerhalb der nächsten Monate in Angriff genommen werden. Die gute Nachricht, die jetzt von Seiten der Deutschen Bahn in Bad Ems eintrudelte, hat Stadtbürgermeister Oliver Krügel gleich mit dem Bundestagsabgeordneten Josef Oster geteilt.
Dieser hatte nämlich vor drei Jahren beim zuständigen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin und beim Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn energisch angeklopft. Damals wandte sich der Bad Emser Stadtbürgermeister Krügel an den Bundestagsabgeordneten Oster mit der Bitte um Unterstützung. Josef Oster machte da noch einmal auf den höchst bedauernswerten Zustand des Bahnhofs und auf die nötige Sanierung und Renovierung von Hallendach und Bahngleisen aufmerksam. „Anfang des Jahres 2021 hatte ich die Auskunft erhalten, dass die Sanierung als längerfristiges Ziel für 2024 geplant sei", sagt der Wahlkreisabgeordnete. „Es freut mich, dass die Bahn hier ihrem Zeitplan entspricht und pünktlich die Bagger schickt." Ab dem 11. November soll die Sanierung mit der Baustelleneinrichtung begonnen werden.
Laut den Planungen von 2021 sollen das denkmalgeschützte Bahnsteigdach und das ebenfalls denkmalgeschützte Hallendach saniert werden. Auch die Erneuerung der Bahnsteigkanten, des Pflasterbelags, die Einbringung eines taktilen Leitsystems am Mittelbahnsteig für sehbehinderte Menschen sowie der Rückbau der Überlänge am Mittelbahnsteig sind vorgesehen, außerdem eine neue Beleuchtung und Ausstattung des Wartebereichs. Sieben Millionen Euro sind für all das angesetzt.
Selbstredend begrüßt auch Stadtchef Krügel den baldigen Beginn der Arbeiten. „Der Bahnhof ist für Bad Ems als Eingangstor der Stadt natürlich touristisch wichtig", sagt er.
Zudem habe man auch das marode Bahnhofsgebäude im vorderen Bereich im Blick. Dieses steht seit vielen Jahren leer und ist nach wie vor in Privatbesitz. Dort sollen nun Wohnungen entstehen, der Investor befinde sich aktuell im Genehmigungsprozess mit der Baubehörde, so Krügel. Auch dort habe die Stadt Bad Ems unterstützt und den Vorhabenträger in Eigentumsfragen und damit bei der Umsetzung notwendiger Auflagen geholfen.

Abbildung, Deutsche Bahn:
Das Empfangsgebäude ist 1860 erbaut worden im spätklassizistischen Stil mit Rundbogenfenstern und einem Fürstenempfangssaal im Westtrakt und steht unter Denkmalschutz. Das Empfangsgebäude ging 1862 in Betrieb.
Ein ereignisreiches Wochenende mit zahlreichen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, durch mehrere Gemeinden der Region. Am Sonntag besuchte er zunächst das Johannisfest in Sulzbach. Dort nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Ortsbürgermeister Ralf Mager. Neben aktuellen Themen aus den Gemeinden standen auch kommunale Praxisthemen und gemeinsame Herausforderungen der Ortsgemeinden im Mittelpunkt der Gespräche. „Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger aus Sulzbach vor Ort waren, sondern auch Gäste aus anderen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde. Darunter waren beispielsweise auch Feuerwehrkameraden aus der Stadt Nassau. Das zeigt, wie eng wir in unserer Region miteinander verbunden sind“, so Krügel. Im Gespräch mit Ortsbürgermeister Ralf Mager wurde deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch innerhalb der kommunalen Familie ist. „Wir profitieren voneinander, wenn Erfahrungen geteilt und Herausforderungen gemeinsam besprochen werden. Dieser gute Zusammenhalt zeichnet unsere Verbandsgemeinde aus“, betonte Krügel. Am Nachmittag machte die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ Station in Zimmerschied. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Michael Drees erhielt Krügel Einblicke in verschiedene Einrichtungen der Gemeinde. Besichtigt wurden unter anderem die Fahrzeughalle beziehungsweise das Feuerwehrgerätehaus, der Spielplatz sowie das Dorfgemeinschaftshaus. „Zimmerschied ist die zweitkleinste Gemeinde unserer Verbandsgemeinde. Umso beeindruckender ist der Zusammenhalt vor Ort. Hier kennt man sich, hier hilft man sich und hier wird Gemeinschaft gelebt. Das macht unsere Dörfer stark und lebenswert“, erklärte Krügel. Bereits am Freitag hatte Krügel das Waldfest der Gugge-Musiker in Bad Ems besucht. Am Samstag stand nach der Schifffahrt „Gemeinsam auf Kurs für Bad Ems-Nassau“ zudem ein Besuch beim Pannefest in Nievern auf dem Programm. „Ob in unseren Städten oder in den kleinsten Ortsgemeinden – überall begegnen mir Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Heimat engagieren. Diese Begegnungen zeigen mir immer wieder, wie stark der Zusammenhalt in unserer Verbandsgemeinde ist. Darauf können wir stolz sein – und darauf können wir gemeinsam aufbauen“, so Krügel abschließend.
„Wer Verantwortung für eine Verbandsgemeinde übernehmen möchte, sollte nicht nur über die Menschen sprechen, sondern vor allem mit ihnen ins Gespräch kommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Oliver Krügel einen wichtigen Grundsatz seiner zahlreichen Besuche bei Veranstaltungen in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Am vergangenen Wochenende führte ihn sein Weg zunächst zum Jugendsommerfest des VfL Bad Ems . Dort sprach er mit dem Vorsitzenden des Traditionsvereins, Daniel Jores, über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven des Vereinslebens. Anschließend besuchte er das 140-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bergnassau-Scheuern . Dort tauschte sich Krügel unter anderem mit Wehrführer Mike Budow aus. Gesprächsgegenstand war dabei auch das Starkregenereignis vom Vorabend, bei dem die Feuerwehr gefordert war. „Und auch das ist Freiwillige Feuerwehr: Wenn man bis tief in die Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz war, anschließend noch die Einsatzdokumentation erledigt und am nächsten Tag dennoch mit vollem Engagement das Fest zum 140-jährigen Bestehen für die Bevölkerung ausrichtet. Das verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unseren Feuerwehren ist“, so Krügel. Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des VfR Winden fand ein Spiel der Dorflegenden statt, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Vor Ort traf Krügel unter anderem Ortsbürgermeister Gebhard Linnscheid, der die Partie als Schiedsrichter souverän leitete. Später kam es beim Bürgerfest in Zimmerschied zum Austausch mit Bürgermeisterkollege Michael Drees, der an diesem Tag die Bewirtung der Gäste selbst übernahm. Zudem nahm sich Krügel die Zeit für eine Führung durch die Alte Schule, die heute von der Ortsgemeinde unter anderem als Tagungsstätte und Sitz des Ortsbürgermeisters genutzt wird. Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag die Lahnparty in Miellen . Dort traf Oliver Krügel Bürgermeisterkollege Norman Lay sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Bei guter Stimmung und großem Besucherinteresse präsentierte sich die Gemeinde von ihrer besten Seite. Musikalisch wurde die Veranstaltung unter anderem vom Miellener Chor sowie einem Gastchor aus Koblenz-Arzheim begleitet. Für Oliver Krügel sind solche Termine weit mehr als reine Festbesuche. Sie bieten die Möglichkeit, die Menschen kennenzulernen, ihre Anliegen aufzunehmen und ein unmittelbares Bild davon zu gewinnen, was die Gemeinden bewegt. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen mache deutlich, wie lebendig die Verbandsgemeinde sei und wie stark sie vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger getragen werde. „Wer die Zukunft unserer Verbandsgemeinde gestalten möchte, muss wissen, was die Menschen vor Ort bewegt. Genau dafür sind solche Begegnungen unverzichtbar“, so Krügel.




