Neujahrsempfang in Bad Ems - Freud und Leid nah beieinander

Stadt Bad Ems • 20. Januar 2025

Wertschätzung für verdiente Persönlichkeiten im Marmorsaal fester Bestandteil

Es ist bereits gute Tradition, dass die Stadt am dritten Freitag eines neuen Jahres ihren Neujahrsempfang im altehrwürdigen Marmorsaal begeht. In diesem Jahr allerdings mit der ein oder anderen Überraschung und in einem geänderten Format. So viel vorneweg – es wurden auch verdiente Persönlichkeiten und eine städtische Institution geehrt, diese Würdigungen verblieben im feierlichen Rahmen. 
Stadtbürgermeister Oliver Krügel durfte neben beinahe 150 Gästen auch einige Politiker aus den Parlamenten begrüßen. Katharina Barley (SPD), Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments sowie Matthias Lammert (CDU), Vizepräsident des Rheinland-Pfälzischen Landtags waren ebenso zu Gast, wie die beiden Bundestagsabgeordneten Josef Oster (CDU) und Dr. Thorsten Rudolph (SPD). Landrat Jörg Denninghof (SPD) und Verbandsbürgermeister Uwe Bruchhäuser (SPD) führten die kommunale Familie an, zu denen auch der Nieverner Ortsbürgermeister Lutz Zaun (CDU) und zahlreiche Stadträte angehörten. Ein guter und würdiger Rahmen für die anstehenden Ehrungen. 

Neujahrsgrüße auch mit gesellschaftlichem Appell 

 „Ein Neujahrsempfang lädt uns dazu ein, nicht nur den Blick nach vorn zu richten, sondern auch zurückzuschauen“, sagte Stadtbürgermeister Oliver Krügel und startete mit einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2024. Dabei räumte er gleich zu Beginn ein, dass es „Momente gab, die uns alle gefordert haben“. Damit spielte er auf den Brand des Vier-Türme-Hauses am Morgen des 3. Julis an, der „zweifellos ein Tiefpunkt war und […] in die Stadtgeschichte [eingegangen ist]. 

„Umso dankbarer sind wir der Familie Löwenstein und ihrer Stiftung, dass sie trotz dieses Rückschlags an ihrem wichtigen Hotelprojekt festhalten. Als Gemeinschaft haben wir gezeigt, dass wir auch in Krisenzeiten zusammenstehen.“

Auf das Thema des Brandes ist Krügel gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Frank Ackermann und dem Wehrführer der Einheit Bad Ems, Dirk Reckenthäler, in einer rund 30-minütigen Talkrunde eingegangen. Eine der Neuerungen des Veranstaltungsformats Neujahrsempfang. 

 

 

 

Zu den positiven Errungenschaften und Projekten im ablaufenden Jahr konnte Krügel eine ganze Reihe aufzählen. Im September sei mit dem Bau der Kita Römergarten gestartet worden, hier ist die Eröffnung im kommenden Sommer 2025 geplant. „Ein wichtiger Schritt, um auch den künftigen Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken“, betont Krügel. 

Als „wichtige Errungenschaft für die Familien“ bezeichnete er den Bau zweier neuer Spielplätze, die „unseren jüngsten Bürgern attraktivere Spielmöglichkeiten bieten“. 

Zu den dicken Brettern des vergangenen Jahres zählte er den Start des Bebauungsplanverfahrens Wipsch ebenso wie das Verkehrskonzept und die Vorbereitungen für das Festwochenende `700 Jahre Stadtrechte´ im Juli, welches  „ein voller Erfolg war“. Der Emser Abendmarkt als neue Veranstaltungsreihe wurde erfolgreich etabliert und brachte ebenso Leben in die Stadt, wie das erste Foodtruckfestival Ende Mai. Bei Veranstaltungen kehren in diesem Jahr zurück in die Stadt, kündigte er an. 

 

Besonders dankte er 

„allen, die sich im vergangenen Jahr für unsere Stadt und unsere Region engagiert haben – sei es im Ehrenamt, in Vereinen, in der Wirtschaft oder in der Verwaltung. Ihr Einsatz macht unsere Region erst zu dem, was sie ist: eine lebenswerte Heimat für uns alle.“

                  Stadtbürgermeister Oliver Krügel


Gesellschaftliche Entwicklungen stimmen nachdenklich

Nachdenkliche Töne schlug Krügel an, als es um das allgemeine Miteinander ging und zählte die zahlreichen gesellschaftlichen Themen des vergangenen Jahres an, wie beispielweise die Migrationsfrage, den Klimawandel und die Wirtschaftskrise, die zum Ampel-Aus im Bund geführt haben, weil man keinen Konsens fand. 

„Unsere Gesellschaft steht vor großen Aufgaben. Und dabei spüren wir alle, dass sich der Ton im Umgang miteinander verändert hat“, beklagte er und stellte dabei heraus, dass nach seiner Meinung „unsere Gesellschaft zunehmend Schwierigkeiten hat, in der Sache zu diskutieren – offen, respektvoll und ohne persönliche Angriffe.“ 

„Leider wird heute oft weniger miteinander gesprochen und mehr übereinander. Doch genau dieser Austausch ist eine der Grundlagen unserer Demokratie. Es ist vollkommen in Ordnung, unterschiedlicher Meinung zu sein – ja es ist sogar notwendig, um neue Perspektiven und Lösungen zu finden. Aber dieser Dialog muss von Respekt und echtem Zuhören geprägt sein.“ Für diese Aussagen erntete er Szenenapplaus. 

Außerdem appellierte er an die Bürgerschaft, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und demokratisch zu wählen – blickte dabei auf die demnächst bevorstehende Bundestagswahl. 


Ambitionierte Ziele für 2025

Als er thematisch zurück in die Heimat ging, nannte er Themen und Ziele für das noch junge Jahr. 

Neben der Eröffnung der Kita Römergarten, soll das gerade in Arbeit befindliche Kita-Konzept die Betreuungsplätze sichern und die Einrichtungen fit für die Zukunft machen. 

„Wir denken da langfristig“, betonte er und zeigte sich zufrieden mit der heutigen Situation, dass Bad Ems über ausreichend Kitaplätze verfügt. Dies sei keine Selbstverständlichkeit und landesweit nicht die Regel! 

Als weitere Themen nannte er die Innenstadtentwicklung, das Parkhaus in der Grabenstraße - welches unbedingt an Attraktivität gewinnen müsse - und den Kreisverkehrsplatz in der Silberaustraße, Ecke Thermenhotel und Parkhaus, wo zumindest mit den Planungen begonnen werden sollte.

Im anschließenden neuen Talkformat ging es um das Thema, welches die Menschen in Bad Ems und vielleicht auch in unmittelbarer Nachbarschaft, besonders beschäftigt habe. Der Brand im Vier-Türme-Haus war im negativen Sinne ein Jahrhundertereignis. Wehrführer Dirk Reckenthäler und der Stadtbürgermeister wurden von Frank Ackermann, der als langjähriger Moderator die Fragerunde unterhaltsam lenkte, zu ihren Eindrücken vom frühen Morgen des 3. Juli befragt. „Schon bei der Anfahrt wussten wir, dass dies ein langer Einsatz wird“, räumte dabei Reckenthäler ein. Krügel erzählte, dass seine Frau ihn auf die Aussage „das Vier-Türme-Haus brennt“ bat, sich wieder hinzulegen und nicht so einen Unsinn zu erzählen. Dies brachte die Zuhörer im Saal zum Lachen und gleichzeitig verdeutlichte es, dass ein unfassbares und undenkbares Szenario eintrat.

Hotelmanagerin Barbara Wunderlich befand sich ebenfalls im Publikum und wurde von Ackermann begrüßt. Bei dieser Gelegenheit berichtete er von einer amüsanten Anekdote zu Frau Wunderlich. Sie habe ihm verdeutlicht, dass sie „die einzige Hotelmanagerin ohne Hotel in Bad Ems sei“, was wiederum das Publikum zum lachen brachte. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, konnten die Beteiligten dennoch Humor aufweisen. Diesen bestätigte auch Reckenthäler, als er von kuriosen Einsätzen und Alarmstichworten berichtete. „Urnengrab brennt auf Friedhof“, sei da so eine Alarmierung gewesen, die im Gedächtnis blieb. Er appellierte auch an die Zuhörerschaft, nicht für „jede Kleinigkeit“ die Feuerwehr zu rufen. Im Fall des Urnengrabs war es ein einfaches Gesteck, welches durch eine umgefallene Kerze entzündet wurde. „Ein Fall für die Gießkanne, nicht für die Feuerwehr“, betonte der Wehrführer entschieden. Zurück zum Hotelprojekt `Vier-Türme-Haus` in welchem der Vorhabenträger in seiner Planung um rund 2 Jahre zurückgeworfen wurde. Lichtblick sei die Wiedereröffnung des Badhauses in diesem Jahr ebenso wie die Meldung, dass man das Projekt überhaupt fortsetze. 

 

„Wir sind der Familie Löwenstein und ihrer Stiftung sehr dankbar, dass sie trotz dieses Rückschlags an ihrem wichtigen Hotelprojekt festhalten“, betonte Stadtbürgermeister Krügel bereits in seiner Neujahrsansprache. 


Bad Emser Feuerwehr Institution des Jahres 2024



Umso weniger wunderte es die Anwesenden nicht, dass der Stadtbürgermeister bei seiner Laudatio die Wahl der Bad Emser Einheit als Institution des Jahres bekanntgab. Zu Beginn hielt er diese Wahl noch geheim, allerdings wussten die Anwesenden spätestens mit dem 

Hinweis auf ihr besonderes „gesellschaftliches Engagement und der Ausrichtung von teilweise traditionellen Veranstaltungen“ bereits, wer heute geehrt wird. 

„Ich denke da beispielsweise an das Neujahrstreffen auf dem Trümmerborn. Nun wird klar: Die Rede ist von unserer Freiwilligen Feuerwehr.“

Mit 254 Einsätzen im vergangenen Jahr und bereits 32 Einsätzen in diesem noch jungen Jahr 2025 zeige sich, wie unverzichtbar ihr Dienst sei. 

„Ihr schützt unser Leben und Eigentum - und dies alles ehrenamtlich, mit einer Professionalität, die ihresgleichen sucht.“

Besonders erwähnenswert befand Krügel den Einsatz am Vier-Türme-Haus.

„Dass dieses stadtbildprägende Gebäude heute überhaupt noch steht und eine Substanz vorweist, auf die sich wieder aufbauen lässt, dies ist unter anderem euer Verdienst!“ 

Diese Aussage fand Zustimmung im Saal mit einem tosenden Applaus. 

„Doch Euer Engagement reicht weit über die Alarmierungen hinaus. Ob am Tag der Vereine, beim Weihnachtsmarkt mit der legendären Bratwurst und dem Winzerglühwein. […] Ihr stärkt unsere Gemeinschaft und auch dafür möchten wir heute danke sagen!“

Weiter betonte Krügel, dass diese Ehrung allen Angehörigen der Feuerwehr,  der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr, den Alterskameraden, den Gerätewarten und dem Förderverein, gelte. „Und sie gilt auch denjenigen, die oft im Hintergrund bleiben: den Partnern und Familien. Sie tragen Eure Einsatzbereitschaft mit und halten sicherlich auch das ein oder andere Mal bange Stunden aus, bis ihr wieder sicher nach Hause kommt.“

 

Nachdem Krügel seine Laudatio mit den Worten „ihr seid Vorbild für uns alle“ sowie 

 

„wir danken Euch von Herzen für Euren unermüdlichen Einsatz und wünschen eine immer sichere Rückkehr von jedem Einsatz. Unsere Stadt ist stolz auf Euch!“,

            Stadtbürgermeister Oliver Krügel

hielt es den Marmorsaal nicht mehr auf den Sitzen. 

Eine solche Wertschätzung war den Wehrleuten sichtbar unangenehm und unterstich deren Persönlichkeit. 

Bei der anschließenden Urkundenübergabe und der Verlesung, übergab Krügel noch den Gutschein der Stadt Bad Ems für die Versorgung mit Grillgut im Rahmen eines der nächsten Übungsdienste. „Inklusive der Arbeit am Grill“, betonte der Stadtbürgermeister.


Musikalische Abwechslung und Gänsehaut 

Für die musikalische und gesangliche Unterhaltung sorgte an diesem Abend unter anderem Sarah Pfaff aus Mainz. Sie stammt ursprünglich aus Oberwies, ebenfalls unserer Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau zugehörig. Mit einer starken Stimme brachte sie Popmusik und Evergreens in den Marmorsaal und berührte die Zuhörer emotional. Ihre Stimme ging sprichwörtlich unter die Haut und begeisterte das Publikum. 

Pablo Villafuerte (Gitarre) und Katharina Wimmer (Violine) unterhielten nicht nur mit klassischen Tönen gekonnt und wechselten sich mit Sarah Pfaff während der kurzweiligen Programmpausen ab. 


Ehrung für langjährige Arbeit in der Deutsch Französischen Gesellschaft für Gregor Hermann

„Eine Person, für die der europäische Gedanke der Verständigung und Zusammenarbeit in freundschaftlichem und friedvollem Umgang im Vordergrund steht“, werde heute geehrt, so Krügel. Er hielt die Laudatio für den kurzfristig erkrankten Beigeordneten Birk Utermark, dem er aus dem Marmorsaal Genesungswünsche schickte.

Seit nunmehr 30 Jahren sei Gregor Hermann in der Verantwortung des Präsidenten dieser DFG. Ihm ist das heutige, lebendige Wirken dieser hiesigen Städtepartnerschaft zu verdanken. Er stand in dieser Zeit mit mehreren Bürgermeistern von Cosne in freundschaftlichem Kontakt und genießt auch dort hohes Ansehen.

Die Organisation der Austauschtreffen erfordert viele und langfristige Vorbereitungen und stellt die Partner vor große Herausforderungen. Gegenseitige Besuche werden jährlich abwechselnd in Cosne oder in Bad Ems durchgeführt. Kommt der Besuch aus Cosne nach Bad Ems, - mal 30 oder auch manchmal 60 Teilnehmer -, dann sind Gastfamilien in Bad Ems zu finden und mit Fingerspitzengefühl auf die Treffen vorzubereiten. Die Organisation eines Besuchs- und Versorgungsprogramms, wie z.B.   die Reservierung von Transportmitteln - Busse, Schiffe -, Buchungen von Führungen für die Franzosen und Deutschen, Absprachen mit Restaurants und den Gastgebern. Die Kontakte zu den nationalen und regionalen Freundschafts-Gesellschaften und die Teilnahme an Tagungen bereichern dabei die Arbeit vor Ort.

 

„Doch was wäre die Persönlichkeit ohne seine bessere Hälfte. Beide bilden ein Team. Sie stärkt nicht nur seinen Rücken, sondern steht Seite an Seite mit ihm. Die DFG ist ihr Leben“, betonte Stadtbürgermeister Krügel.

 

Gregor Hermann übernahm diese Anerkennung sichtlich bewegt und stellte dabei die Sprachkenntnisse seiner Frau als äußerst hilfreich dar. 

Ihm habe man versucht die französische Sprache zu vermitteln, die Lehrerin habe dann aber „das Handtuch“ geschmissen. Diese ehrliche Aussage quittierte das Publikum mit einem anerkennenden Beifall. 


Ehrung für besonderes kulturelles Engagement für Willi Becker

„Wir ehren heute Abend eine Person, die [sich] seit vielen Jahrzehnten […] ehrenamtlich – und auch beruflich – in Sachen Kultur mehr als engagiert und einbringt. Es geht um einen echten Macher in Sachen Kultur!“, verrät der Erste Beigeordnete Frank Ackermann, der die Laudatio für den zu ehrenden übernahm. Dabei gab Ackermann zu, dass „es ist immer ein Problem [sei], den Namen der zu ehrenden Person in eine im Spannungsbogen zu halten und solange nicht zu nennen, bis alle Eigenschaften, Projekte und Tätigkeiten genau dieser Person, aufgezählt wurden.

Als er auf den Lebenslauf des zu ehrenden einging, seine Herkunft mit „er ist ein echter Emser Bub“ verriet und auch noch als ehrenamtliche Stationen den St. Martins Chor und die Emser Lerchen nannte, hallten bereits die erste „Willi“ Rufe durch den Marmorsaal. 

„Die Musik ist sein Leben. Die Musik ist seine Passion. Er lebt die Musik seit Kindesbeinen!“, unterstrich Ackermann die Leidenschaft Willi Beckers für die Musik.

Ein Insider habe ihm im Vorgespräch zu dieser Laudatio erzählt, dass es nur wenige Hochkarätige Chöre und Chorleiter Weltweit gibt, die seinen Namen nicht kenne und überall dort wo er in aller Welt „Chorweit“ unterwegs ist seinen Vornamen kennen, nennen und ihm „Willi“ entgegenrufen.

Zudem verriet Ackermann interessanterweise: „Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, hätte er den Beruf des Buchdruckers weiter fortführen sollen, um damit dann was anständiges zu lernen. Er lernte auch zuerst den Beruf des Schriftsetzers, um die 

familiäre Tradition fortzuführen. Die Lehre absolvierte er bei der Rhein-Zeitung. Nebenbei holte er das Abitur nach und studierte „Schulmusik, Gesang und Orchesterwesen“!

Später arbeitete er im Landesdienst für das Kulturministerium, war als Projektleiter für den Kultursommer RLP verantwortlich und konnte somit auch viele internationale Kontakte knüpfen konnte. Unter anderem baute er die Landesmusikakademie im Schloss Engers –  auf! Er begleitete die letzten 60 Jahre in Bad Ems viele Chöre, entweder als Sänger oder als Chorleiter! Die Region ließ ihn – trotz seiner umfangreichen beruflichen Tätigkeit - also nicht los. „Ich sage mal Gott sei Dank nicht los, denn sonst hätte er uns die letzten 60 Jahre mit seiner Arbeiten und seinen umfangreichen Projekten und Ideen nicht 

weiter erfreuen können“, betonte Ackermann. 

Gemeinsam mit Stadtbürgermeister Oliver Krügel rief er in 2023 den Bürgerchor Bad Ems in Leben mit dem Ziel, Jedermann (und Frau) das Singen zu ermöglichen und gleichzeitig als kulturelle Botschafter von Bad Ems aktiv zu sein. 

So bereiste der Bürgerchor bereits das so genannte drei Bädereck in Tschechischen und besuchte die dortigen „Great-Spa-Towns“ of Europe-Städte mit dem Bürgerchor.

Der Chor war im Herbst letzten Jahres auch auf Konzertreise in Dresden und begeistere dort – unter anderem in der Frauenkirche - und gewann somit neue Fans hinzu.

 

„Was er anpackt, setzt er mit voller Leidenschaft und immer sehr professionell um. Er Brennt und lebt quasi mit und für die Musik! Er ist ein Macher auf seinem Gebiet“, schwärmte der Erste Beigeordnete Ackermann.

 

Gemeinsam mit dem Stadtbürgermeister gratulierten sie auf der Bühne in Richtung Mannheim. Becker konnte leider persönlich nicht zugegen sein, aufgrund einer Familienfeier. Die Überreichung der Urkunde werde nochmals nachgeholt. 


Ehrung für ehrenamtliche Lebensleistung an Frank Girmann

Die Laudatio übernahm der Beigeordnete Bernd Geppert, der zu Beginn auf das vielfältige Engagement des zu ehrenden einging. 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, zitierte er ein Lieblingszitat des engagierten Bad Emsers. Seit vielen Jahren kümmert sich diese Person um die Pflege und Sichtbarmachung der Stolpersteine. Dies geschah lange, bevor die Schulen in dieser Hinsicht hier aktiv geworden sind. Zudem erwarb er eine landwirtschaftliche Fläche auf dem Ehrlich als Insektenwiese, zum Erhalt der Artenvielfalt.

Auf dem Malberg hat diese Person in Absprache mit der zuständigen Försterin drei Feuchtbiotope für Amphibien angelegt. Diese Biotope werden auch entsprechend von ihr selbst gepflegt. Er war im Vorstand des Bohrturmvereins. Durch seine Mitarbeit hat sie die Sanierung tatkräftig unterstützt. Derzeit unterstützt er das Bürgerprojekt betreuter Taubenschlag für Bad Ems. In der vergangenen 10 Jahre stand er dem Förderverein für unsere Stadtbücherei vor.

„Seit den 70er Jahren hat er Interesse an Bergbau und Eisenbahn, seit 1986 ist er Vorsitzender und Motor der Arbeitsgemeinschaft Bergbau und Bahnen“, betonte Geppert mit dem Hinweis, dass spätestens jetzt vielen klar werde, um wen es sich handele. 

Frank Girmann kaufte und sanierte das alte Steiger Haus und eröffnete hier das Bergbaumuseum. Das Bergbauarchiv wurde durch ihn kontinuierlich ausgebaut. Das Museum wurde von ihm umgebaut und erweitert und stets nach den Vorgaben des Brandschutzes ausgerichtet. Jahrzehntelang hat er die Sicherung und Archivierung von Originalunterlagen und Plänen aus dem lokalen und regionalen Bergbau vorangetrieben, teils mit sehr aufwendiger Restaurierung. 

Zudem unterhält er verschiedene Kooperationen mit Universitäten, beispielsweise mit der Hydrogeologie der Ruhr Universität in Bochum, der Seismologie mit dem Geoforschungszentrum am Helmholz Institut in Potzdam und der Archäologie mit der Goethe Universität in Frankfurt. 

Unzählige Wanderungen auf den Spuren des Emser Erzbergbaus hat er organisiert und durchgeführt sowie Informationen für die Touristik zusammengestellt.

Über die vielen Aktivitäten des Frank Girmann könnte man noch vieles mehr hervorheben.

 

Als Girmann auf die Bühne gebeten wurde, betonte auch Stadtbürgermeister Krügel mit Dank für sein Engagement: 

 

„Frank Girmann ist das Gesicht zur Erinnerungskultur für den Emser Bergbau“.

Stadtbürgermeister Oliver Krügel

 

Er bedankte sich für die Auszeichnung bei der Stadt aber auch bei seiner Partnerin Lydia, die „seine Marotten aushalte“. 

 

Gelungener Neujahrsempfang endet traditionell mit Sektempfang

Beim anschließenden Sektempfang blieben die Gäste noch bis weit nach 21:00 Uhr, um sich beim gemeinsamen Austausch über die gelungene Veranstaltung zu freuen. Stadtbürgermeister Krügel freute sich um diese „Sternstunden, weil man verdienten Persönlichkeiten eine kleine Freude machen und das Publikum unterhalten konnte“. 

Da Bad Ems ein gesundes und vielfältiges ehrenamtliches Engagement vorweise, wird es auch im kommenden Jahr nicht an Persönlichkeiten fehlen, deren Engagement man würdigen könne, betonte er abschließend. Der Nachwuchs stehe in den Startlöchern, dies sehe man bereits an den Sternsingern, die nach der Pause mit ihrem Auftritt zum Einsatz kamen und für die Kinderrechte in der Welt sammelten. 

Sein Dank ging an die Beigeordneten und die Assistentinnen Kerstin Fuchs und Claudia Fila-Bruchhäuser sowie den Teams vom Bauhof und Staatsbad für die Unterstützung in Vorbereitung dieser Veranstaltung.


von CDU Gemeindeverband Bad Ems-Nassau 10. Februar 2026
Bad Ems, 10.02.2026 – Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Bad Ems-Nassau hat in seiner gestrigen Vorstandssitzung Oliver Krügel einstimmig als Kandidatenvorschlag für die Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau am 6. September 2026 beschlossen. Die endgültige Nominierung erfolgt durch die Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes. Zuvor hatte ein vom Vorstand eingesetzter Arbeitskreis intensiv beraten und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. „Mit Oliver Krügel schlagen wir der Mitgliederversammlung eine Persönlichkeit vor, die fachliche Kompetenz, kommunalpolitische Erfahrung und große regionale Verwurzelung in sich vereint“, erklärt Lutz Zaun, Vorsitzender des Arbeitskreises. „Er hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er gestalten, führen und Menschen mitnehmen kann.“ Oliver Krügel ist Stadtbürgermeister von Bad Ems und trägt dort Verantwortung für rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger sowie für etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Projekte angestoßen und erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die gemeinsame Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages mit der Verbandsgemeinde und dem Land Rheinland-Pfalz sowie die Etablierung des Emser Abendmarktes als neues Veranstaltungsformat. Zudem wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte sowie Investitionen privater und privatwirtschaftlicher Träger in Bad Ems konstruktiv von ihm begleitet. Dabei hat er nicht nur politische Entscheidungen vorbereitet, sondern praktische Erfahrung in Abstimmungsprozessen, Genehmigungsverfahren und interkommunaler Zusammenarbeit gesammelt. Dieses fundierte Praxiswissen im Zusammenspiel von Verwaltung, Gremien und Investoren ist auch für die Städte und Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde von großer Bedeutung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Amtszeit liegt im Bereich der Familien- und Bildungspolitik. Seit 2019 wurden in Bad Ems mit der Kita Villenpromenade und der Kita Römergarten insgesamt 170 neue Kita-Plätze geschaffen – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Stadt. Damit wurde nicht nur der Rechtsanspruch erfüllt, sondern eine verlässliche Betreuungssituation für Familien geschaffen. „Gerade im Bereich der Kindertagesstätten bringt Oliver Krügel umfangreiche praktische Erfahrung in Planung, Finanzierung und Umsetzung mit. Das ist für die Verbandsgemeinde, die selbst Träger mehrerer Einrichtungen ist und vor wichtigen Zukunftsentscheidungen steht, von großer Bedeutung“, so Zaun weiter. Ein weiterer Meilenstein ist die Einbindung Bad Ems’ in das UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. Im vergangenen Jahr wurde Oliver Krügel von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der elf Welterbestädte – nahezu ausschließlich hauptamtlichen Amtsinhabern – zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Dieses Votum zeugt von dem Vertrauen und der Anerkennung, die ihm auch über die eigene Stadt hinaus entgegengebracht werden. Bei der letzten Wahl zum Verbandsgemeinderat erhielt Oliver Krügel mit 8.195 Stimmen parteiübergreifend die höchste Stimmenzahl aller Kandidatinnen und Kandidaten. „Dieses Ergebnis zeigt das große Vertrauen, das ihm weit über die Stadtgrenzen hinaus in der gesamten Verbandsgemeinde entgegengebracht wird“, betont der Arbeitskreisvorsitzende. Als ehrenamtlicher Feuerwehrmann kennt Krügel zudem die strukturellen Herausforderungen der Freiwilligen Feuerwehren aus eigener Erfahrung. Neben seiner Tätigkeit als Stadtbürgermeister wirkt er als Fraktionsvorsitzender im Rat der Verbandsgemeinde aktiv an deren Entwicklung mit. Oliver Krügel erklärte nach dem einstimmigen Votum des Vorstandes: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Vorstandes und die kommenden Monate des intensiven Austauschs mit den Menschen in unserer Verbandsgemeinde. Ich bin hoch motiviert, Verantwortung zu übernehmen und unsere Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Verbandsgemeinderat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Werke erfolgreich in die Zukunft zu führen.“
von Stadt Bad Ems 26. Januar 2026
Foto: Kerstin Fuchs, Stadt Bad Ems. Bildunterzeile: Arbeitnehmervertreterin Barbara Böhnisch (rechts) und Stv. Bauhofleiter Max Fischer sowie Stadtbürgermeister Oliver Krügel (links), gratulieren dem Jubilar Rolf Daniel (2. v. links) herzlich zum Dienstjubiläum. Am 25. Dezember 2025 feierte Bauhofleiter Rolf Daniel sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Bauhof der Bad Ems. Die offizielle Ehrung des Dienstjubiläums fand urlaubsbedingt Anfang Januar 2026 statt. Der am 25. April 1963 geborene Jubilar absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Zimmerer und war anschließend mehrere Jahre als Geselle tätig. Seit März 2002 ist Rolf Daniel Teil des Bauhof-Teams der Stadt Bad Ems. Erste Führungsverantwortung übernahm er am 1. September 2020 als stellvertretender Bauhofleiter. Seit dem 1. Oktober 2022 steht er dem Bauhof der Stadt Bad Ems als Leiter vor. In seiner Zeit beim Bauhof der Stadt Bad Ems hat Rolf Daniel zahlreiche Projekte begleitet und maßgeblich vorangetrieben. Dazu zählen unter anderem der Umbau der Römerstraße, die Durchführung des Bartholomäusmarktes in vielen Auflagen, zwei Rheinland-Pfalz-Tage sowie der Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Emser Abendmarktes. Stadtbürgermeister Oliver Krügel würdigt Rolf Daniel als echten „Anpacker“ und hebt insbesondere seine hohe Verlässlichkeit sowie seine praxisnahe Herangehensweise hervor. Die Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Bauhof-Team sei stets offen, konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen. Zugleich weist der Stadtbürgermeister darauf hin, dass die gemeinsame Zeit in dieser Konstellation absehbar zu Ende geht: Rolf Daniel wird sich im Laufe des ersten Halbjahres 2026 in den Ruhestand verabschieden. „Mit dem bevorstehenden Ruhestand von Rolf Daniel steht der städtische Bauhof – wie viele andere Bereiche auch – vor einem personellen Umbruch“, so Krügel. „In den kommenden Jahren werden uns mehrere sehr erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ausgewiesene Leistungsträger verlassen. Das ist ein Einschnitt, aber auch eine Aufgabe, der wir uns frühzeitig, strukturiert und mit großem Respekt vor der Lebensleistung dieser Kolleginnen und Kollegen stellen.“ Die Stadt Bad Ems gratuliert Rolf Daniel herzlich zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum und bedankt sich bereits heute für seinen langjährigen, engagierten Einsatz für die Stadt. Anlässlich des Jubiläums bedankt sich Rolf Daniel seinerseits bei seinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und das Vertrauen in den vergangenen Jahren.
von Stadt Bad Ems 19. Januar 2026
Mit einem feierlichen Neujahrsempfang im Marmorsaal ist die Stadt Bad Ems am vergangenen Freitag gemeinsam mit deutlich über 200 Gästen aus Politik, Ehrenamt, Vereinen, Wirtschaft und Bürgerschaft in das neue Jahr gestartet. Unter den Gästen waren unter anderem der Europaabgeordnete Ralf Seekatz, der rheinland-pfälzische Landtagsvizepräsident Matthias Lammert, MdL, der Landtagsabgeordnete und Nassauer Stadtbürgermeister Manuel Liguori, der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Lennart Siefert, Uwe Bruchhäuser als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sowie Achim Deusner, Geschäftsführer des Staatsbades Bad Ems. Daneben nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Rat, Verwaltung, Institutionen sowie aus dem vielfältigen Vereins- und Ehrenamtsleben der Stadt teil. Der Abend war geprägt von Anerkennung für herausragendes Engagement, von nachdenklichen wie ermutigenden Worten zur aktuellen Lage – und von spürbarer Zuversicht für die kommenden Monate. Er begann mit einem Besuch der Sternensingergruppe in Begleitung von Regine Canz und dem Segen für alle Gäste. In seiner anschließenden Neujahrsrede betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel, dass es gerade in herausfordernden Zeiten Zutrauen in die eigenen Stärken, Vertrauen in demokratische Prozesse und den Mut brauche, Dinge aktiv anzugehen. Bad Ems sei eine Stadt mit großem Potenzial, getragen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Ehrenamtlichen. „Wir dürfen uns nicht kleinreden. Wir können etwas – als Stadt, als Gesellschaft und als Kommune“, so Krügel. Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr gab der Stadtbürgermeister auch einen konkreten Ausblick auf 2026 und benannte zentrale Vorhaben für Bad Ems. Er verwies auf die kürzlich eröffnete neue Kita Römergarten, für die am 21. Februar ein Tag der offenen Tür geplant ist, sowie auf die weiteren Schritte rund um das Alte Rathaus, das er als „besonders dickes Brett“ bezeichnete. Krügel erläuterte die Beweggründe des Stadtrats für eine umfassende Sanierung: Während eine reine Dachsanierung bereits Kosten von deutlich über zwei Millionen Euro verursachen würde – ohne gesicherten Fördermittelanteil und ohne zusätzlichen Nutzen für die Stadtgesellschaft –, ermögliche eine Gesamtsanierung mit einer ersten Kostenschätzung von rund 13 Millionen Euro bei einem städtischen Eigenanteil von etwa 15 Prozent, also ebenfalls rund zwei Millionen Euro, den vollständigen Erhalt und eine neue Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes. Für einen vergleichbaren Eigenanteil entstehe damit nicht nur ein neues Dach, sondern ein funktional und baulich vollständig saniertes Gebäude in der Kernzone des UNESCO-Welterbes, das den Bürgerinnen und Bürgern über Generationen hinweg zugutekomme. „Wenn wir von privaten Eigentümern Verantwortung einfordern, müssen wir selbst mit gutem Beispiel vorangehen“, machte Krügel deutlich. Diese Ausführungen wurden von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern mit zustimmendem Beifall aufgenommen und unterstrichen die breite Zustimmung zu der dargestellten Argumentation. Darüber hinaus sprach der Stadtbürgermeister über weitere Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen sowie Projekte zur Stärkung der Stadtentwicklung und Aufenthaltsqualität. Besonders hob er das Vorhaben eines Vollsortimenters auf der Wipsch hervor: „Wir wollen in diesem Jahr Genehmigungsreife erreichen“, zeigte sich Krügel optimistisch. Ein zentraler Bestandteil des Abends war anschließend die Ehrung von Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Ehrung für Zivilcourage und herausragende Jugendarbeit im Vereinssport
von Stadt Bad Ems 5. Januar 2026
Foto / Bauhof Bad Ems: Stv. Bauhofleiter Max Fischer (v.l.), Bauhofleiter Rolf Daniel und Stadtbürgermeister Oliver Krügel (rechts im Bild) verabschieden Werner Breuer (3 v.l.) und Frank Lanio mit einem Präsentkorb als Anerkennung für die langjährige Treue Zum Jahreswechsel wurden mit Werner Breuer und Frank Lanio zwei langjährige und hochgeschätzte Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Frank Lanio, der seit dem 1. Januar 2009 im Bauhof tätig war, verantwortete insbesondere Elektroarbeiten, die Stadtreinigung sowie die Instandhaltung der städtischen Ausstattung. Werner Breuer, der dem Bauhof bereits seit dem 18. März 1985 angehörte, war vor allem für Verkehrssicherung, Beschilderung und Straßenreparaturen zuständig. Mit ihrem Ausscheiden endet nicht nur eine berufliche Wegstrecke, sondern es geht zugleich ein bedeutendes Stück Erfahrung, Fachwissen sowie gelebter Bauhofpraxis verloren. Beide galten über viele Jahre hinweg als echte Leistungsträger. Ihr Wissen, das sich aus Fachkenntnis, Erfahrung und zahlreichen besonderen Situationen des Arbeitslebens speiste, lässt sich nicht vollständig weitergeben. Vieles davon entsteht nur durch langjährige Praxis – durch Erlebtes, durch bewältigte Herausforderungen und durch das Wissen, wie man in wiederkehrenden oder auch außergewöhnlichen Fällen richtig reagiert. Diese Lücke wird die Mannschaft nun gemeinsam schließen müssen, insbesondere mit Blick auf die jüngeren Nachfolgerinnen und Nachfolger. Neben der fachlichen Seite wiegt jedoch auch der menschliche Abschied schwer. Mit Werner Breuer und Frank Lanio verlassen nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde das Team. Der Abschied erfolgt daher durchaus mit einem weinenden Auge. Gleichzeitig überwiegt die Freude darüber, dass beide bei bester Gesundheit in einen neuen Lebensabschnitt starten können – etwas, das keineswegs selbstverständlich ist. „Wir verlieren zwei Persönlichkeiten, die unsere Arbeit über viele Jahre geprägt haben – fachlich wie menschlich“, betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel im Rahmen der Verabschiedung und führte weiter aus: „Gleichzeitig dürfen wir dankbar sein, dass beide nun gesund und mit vielen Möglichkeiten vor sich in diese neue Phase starten.“ Auch Bauhofleiter Rolf Daniel richtete im Namen der gesamten Mannschaft Worte des Dankes an die beiden Ruheständler. „Werner Breuer und Frank Lanio waren über viele Jahre feste Größen in unserem Bauhof. Auf ihre Erfahrung, ihre Verlässlichkeit und ihre Kollegialität war jederzeit Verlass“, so Daniel. Beide hätten den Bauhof nicht nur fachlich geprägt, sondern auch menschlich das Miteinander entscheidend mitgestaltet. Dass der Ruhestand für Werner Breuer und Frank Lanio eher ein „Unruhestand“ werden dürfte, daran zweifelt niemand, der beide kennt. Zu aktiv, zu interessiert und zu engagiert sind ihre Persönlichkeiten, um sich dauerhaft zurückzulehnen. Zum Abschluss betonte Oliver Krügel, dass mit dem Eintritt in den Ruhestand zwar ein Kapitel ende, die Verbundenheit jedoch bleibe: Mit großem Dank, Respekt und den besten Wünschen für Gesundheit, Zufriedenheit und neue Aufgaben verabschiedet sich die Stadt von zwei geschätzten Kollegen – verbunden mit der Hoffnung, dass der Kontakt auch über den aktiven Dienst hinaus erhalten bleibt. Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 05.01.2026
von Oliver Krügel 2. Januar 2026
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Euch von Herzen ein gutes, gesundes und zuversichtliches neues Jahr. Möge 2026 viele schöne Momente, persönliche Erfolge und vor allem Zuversicht für das bringen, was vor uns liegt. Gerade in bewegten Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und ein offenes Miteinander sind. Ich wünsche mir, dass wir auch im neuen Jahr dort, wo Herausforderungen entstehen, miteinander im Gespräch bleiben – ehrlich, lösungsorientiert und mit dem gemeinsamen Blick auf das Wohl unserer Städte und unserer Gemeinden in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Auch im neuen Jahr stehen wichtige Aufgaben und Entscheidungen vor uns. Gemeinsam wollen wir weiterentwickeln, Bewährtes bewahren und Neues mutig anpacken – immer mit dem Ziel, unsere Heimat lebenswert, menschlich und zukunftsfähig zu gestalten. Ich danke Ihnen allen für das Vertrauen, das Engagement und das gute Miteinander im vergangenen Jahr. Lassen Sie uns diesen Weg auch 2026 gemeinsam weitergehen. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Glück, Zuversicht und viele gute Begegnungen. Herzliche Grüße Oliver Krügel Stadtbürgermeister Bad Ems Fraktionsvorsitzender der CDU Bad Ems-Nassau
von Oliver Krügel 19. Dezember 2025
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Weihnachtszeit lädt dazu ein, innezuhalten, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Dankbarkeit für das gemeinsam Erreichte auszudrücken. Das Jahr 2025 war für Bad Ems ein Jahr wichtiger Weichenstellungen, sichtbarer Fortschritte und intensiver gemeinschaftlicher Anstrengungen. Viele Projekte konnten weiterentwickelt, neue Initiativen angestoßen und unsere Stadt in ihrer Rolle als Wohn-, Wirtschafts- und Welterbestandort gestärkt werden. Ein besonders sichtbares Beispiel hierfür ist der Emser Abendmarkt , den wir erfolgreich in sein zweites Jahr geführt haben. Die Veranstaltungsreihe wurde auf sieben Termine ausgeweitet und wuchs von ursprünglich 14 auf inzwischen 52 Stände. Damit hat sich der Abendmarkt als feste Größe etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt. Im Mai durfte ich aus Marienbad mit einem besonderen Vertrauensbeweis zurückkehren: Meine Wahl zum Vorsitzenden der Great Spa Towns of Europe ist eine große Ehre und zugleich eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie stärkt Bad Ems innerhalb des UNESCO-Welterbes und unterstreicht unsere internationale Vernetzung. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir im Oktober erstmals die Generalversammlung der Great Spa Towns of Europe in Bad Ems ausrichten konnten und uns dabei von unserer besten Seite präsentiert haben. Im Zusammenhang mit unserem UNESCO-Welterbe konnten wir zudem weitere wichtige Fortschritte erzielen. Bereits im Frühjahr haben wir uns erfolgreich um eine LEADER-Förderung beworben, um das Projekt „Welterbe sichtbar machen“ auf den Weg zu bringen. Im Herbst folgte der positive Förderbescheid. Derzeit laufen die Planungen, damit ab dem Jahr 2026 sowohl Gäste als auch Bürgerinnen und Bürger das Welterbe in Bad Ems noch stärker wahrnehmen und erleben können – durch konkrete, sichtbare Elemente im öffentlichen Raum und innerhalb der Welterbezone. Darüber hinaus ermöglicht die Förderung die planerische Vorbereitung für die Schaffung eines Welterbezentrums , mit dem die Vermittlungsarbeit auf ein neues Niveau gehoben werden soll. In diesen Kontext fügt sich auch der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit ein. Mit Franzensbad , unserem Welterbe-Partner aus Tschechien, treiben wir die Initiierung einer Städtepartnerschaft voran. Die Vertragsunterzeichnung steht kurz bevor, sodass wir im Jahr 2026 offiziell mit dem Austauschprogramm starten können. Auch bei zentralen Stadtentwicklungsprojekten sind wir weiter vorangekommen. Für das Projekt REWE am Wipsch konnten wir mitteilen, dass der Vorhabenträger kurz vor dem Abschluss der Bauantragsplanung steht. Zudem hat der Vorhabenträger weitere Immobilien an der Wipsch erworben. Dies lässt darauf schließen, dass dieses Projekt mit großer Ernsthaftigkeit betrieben wird. Damit sind wir auf einem guten Weg und zeigen, dass Bad Ems bei wichtigen Zukunftsfragen handlungsfähig bleibt. Ein weiterer wichtiger Impuls für unsere lokale Wirtschaft ist die Einführung des Bad Emser Stadtgutscheins . Dieses unkomplizierte und für die teilnehmenden Betriebe kostenfreie System stärkt gezielt den Einzelhandel und die Dienstleister vor Ort und wird bereits gut angenommen. Ergänzend dazu arbeiten wir an weiteren Angeboten zur Stärkung der Nahversorgung . Für den Stadtteil Spieß befinden wir uns mit einem renommierten Anbieter in finalen Gesprächen, der unter dem Konzept „Herr Anton“ hochwertige, überwiegend regionale Produkte in automatisierter Form anbietet und das Versorgungsangebot sinnvoll ergänzen soll. Einen bedeutenden Schritt konnten wir zudem bei der Weiterentwicklung des Parkhauses Grabenstraße gehen. Wir stehen kurz vor der finalen Vertragserstellung zur Veräußerung. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für eine Modernisierung und Attraktivierung – mit einer besseren Nutzbarkeit für Besucherinnen und Besucher ebenso wie für Anwohnerinnen und Anwohner. Mit dem Vertragsabschluss für den Bestattungswald im Kaiserwald haben wir darüber hinaus Vorsorge für die kommenden Jahrzehnte getroffen und einen würdevollen Ort der Waldbestattung dauerhaft gesichert. Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen Geschäftseröffnungen in unserer Stadt. Stellvertretend sei der Römer-Kiosk genannt, dessen Betreiber mit großem Engagement den Post- und Paketservice in Bad Ems aufrechterhält. Gerade in Zeiten, in denen es für den Einzelhandel immer schwieriger wird, braucht es Mut, Durchhaltevermögen und kluge Konzepte. Dafür gilt mein ausdrücklicher Dank – ebenso wie allen, die das Angebot in unserer Stadt sichern. Darüber hinaus haben wir uns aktiv am regionalen Zukunftsprogramm beteiligt. Von den insgesamt 4,592 Millionen Euro an Fördermitteln für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau entfallen rund 379.000 Euro auf unsere Stadt Bad Ems . Damit werden in den kommenden Jahren sichtbare Verbesserungen umgesetzt, darunter die Aufwertung städtischer Spielplätze , Investitionen in Kindertagesstätten , gesicherte Fahrradstellplätze , Ladeinfrastruktur und Reparatursäulen für Fahrräder, die Attraktivierung des Skateparks sowie Mittel für das Projekt „Kultur trifft Kaffee“ , mit dem wir die Reaktivierung des leerstehenden Café Maxheimer unterstützen möchten. Auch im Bereich des städtischen Bauhofs konnten wir Verbesserungen auf den Weg bringen. So wurde die Auftragsvergabe für verschiedene Investitionsgüter beschlossen, unter anderem die Anschaffung eines neuen Mähcontainers, um Arbeitsabläufe effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Weniger erfreulich war hingegen, dass wir erneut in das Minispielfeld investieren mussten, nachdem es durch Vandalismus beschädigt worden war. Solche Vorfälle sind besonders bedauerlich, da hier Gemeineigentum betroffen ist, in das viel Geld und Engagement geflossen ist. Öffentliche Einrichtungen sind für alle da – ihr Schutz sollte uns allen ein Anliegen sein. Im September hat der Stadtrat zudem einstimmig beschlossen, sich der überparteilichen kommunalen Initiative „Jetzt reden wir“ anzuschließen. Hintergrund sind die seit Jahren zunehmenden Belastungen der Kommunen: eine unzureichende Finanzausstattung, überbordende Bürokratie, einschränkende Planungshoheit und ein zunehmend überlastetes Ehrenamt . Gemeinsam mit vielen anderen Städten und Gemeinden fordern wir eine stärkere finanzielle Eigenständigkeit, mehr Planungs- und Handlungshoheit, einen konsequenten Bürokratieabbau sowie eine nachhaltige Stärkung des Ehrenamtes . Abschließend lässt sich festhalten, dass der Stadtrat im Jahr 2025 zahlreiche Vorhaben – auch von privaten Investoren– konstruktiv begleitet und weiterentwickelt hat. Dies stets mit einem kritischen Blick, aber auch mit Weitblick für die Zukunft unserer Stadt. In diesem Zusammenhang ist ein besonderer Meilenstein zu nennen: Bad Ems hat die Marke von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten . Diese Entwicklung ist Ergebnis der Wohnbauprojekte der vergangenen Jahre. Entstanden sind dabei vor allem hochwertige Eigentumswohnungen , die neue Zielgruppen ansprechen. Entgegen mancher vereinfachender Darstellungen handelt es sich hierbei überwiegend um Wohnraum für Menschen, die sich diesen leisten können. Zugleich bleibt es selbstverständlich Aufgabe der Stadt, auch die Schwächeren und Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft im Blick zu behalten. Beides gehört zu einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung. Ein weiterer sehr erfreulicher Meilenstein ist die Fertigstellung der Kita Römergarten. Die Eröffnung ist für den 5. Januar vorgesehen. Damit sichern wir auch für die Zukunft ausreichend Kita-Plätze in unserer Stadt – ein wichtiger Schritt, der lange Zeit keine Selbstverständlichkeit war und auf den wir gemeinsam stolz sein können. Mein besonderer Dank gilt Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Ebenso danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und Verbandsgemeinde, den Werken sowie allen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz Bad Ems lebens- und liebenswert machen. Gerade das Ehrenamt - ob in unseren Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Vereinen oder Initiativen - ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es steht für Verantwortung, Solidarität und gelebte Gemeinschaft und leistet einen unschätzbaren Beitrag für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Zuversicht und alles Gute für das kommende Jahr. Ihr Oliver Krügel Stadtbürgermeister
von Stadt Bad Ems 12. Dezember 2025
R üdiger von Stengel (v.l.) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel beim jüngsten Termin im Besprechungsraum des Stadtbüros - (Foto: Stadt Bad Ems, Kerstin Fuchs) In Bad Ems wurde in den vergangenen Monaten viel über die Zukunft des Rewe-Petz-Standortes und die Entwicklung des Wipsch-Areals spekuliert. Da in der Stadt und der Region immer wieder unzutreffende Gerüchte kursieren, stellt Stadtbürgermeister Oliver Krügel nun den aktuellen Stand klar – faktenbasiert und transparent. „Gerüchte gehören in einer lebendigen Stadt wohl dazu. Aber wenn aus Mutmaßungen falsche Meldungen werden, dann ist es mir wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern ein realistisches Bild zu geben“, betont Krügel. Hierzu traf er sich jüngst mit dem Vorhabenträger, Herrn Rüdiger von Stengel, um den aktuellen Stand sowie die weiteren Schritte im Detail zu besprechen. „Das Projekt lebt, es wird aktiv und mit großem Engagement vorangetrieben.“ Der Vorhabenträger Rüdiger von Stengel arbeitet seit mehreren Monaten intensiv an der Bauantragsplanung. Die Komplexität des Vorhabens ergibt sich insbesondere daraus, dass sowohl die bestehende Tiefgarage als auch der Marktplatz teilweise überbaut werden sollen. „Hier reden wir über ein statisch äußerst anspruchsvolles Projekt. Auf die Tiefgarage und den Marktplatz zu bauen bedeutet, dass die Fachingenieure derzeit sehr präzise berechnen müssen, welche Tragfähigkeiten vorliegen und wie die neuen Gebäude darauf sicher errichtet werden können“, erklärt Krügel. Auch im Bestandsgebäude stehen umfangreiche Umbauten an – in enger Abstimmung mit Rewe Petz, deren Anforderungen an den künftigen Ladenbau zwingend zu berücksichtigen sind. Parallel laufen Gespräche mit potenziellen Mietern für die künftig freiwerdenden Flächen im Untergeschoss, darunter namhafte Non-Food-Anbieter und ein Fitnessstudio. Mehrere Fachingenieurbüros arbeiten derweil gleichzeitig an der finalen Ausarbeitung. Erste Gespräche mit der Bauaufsicht sowie dem Brandschutz fanden bereits statt. Der Zeitplan sieht vor, dass der Bauantrag bis Ende des ersten Quartals fertiggestellt wird, anschließend die Beratung in den städtischen Gremien erfolgt und der Antrag im nächsten Schritt bei der Kreisverwaltung eingereicht wird. Eine Baugenehmigung wird – vorbehaltlich des formalen Verfahrens – bis zum vierten Quartal des kommenden Jahres angestrebt, sodass der Baustart ebenfalls zu diesem Zeitpunkt realistisch erscheint. Zur baulichen Umsetzung wird – bei planmäßigem Ablauf – mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren gerechnet. Dabei ist vorgesehen, dass die Tiefgarage weitestgehend offen bleibt. Eine dauerhafte oder großflächige Schließung ist ausdrücklich nicht beabsichtigt. Auch der Rewe-Markt soll während der Bauphase weitgehend geöffnet bleiben, sodass die Nahversorgung im Mittelzentrum jederzeit gewährleistet bleibt. Lediglich ein kurzer Zeitraum für den finalen Umzug könnte unvermeidbar sein. Ziel ist jedoch, die neuen Flächen Schritt für Schritt fertigzustellen und erst dann umzuziehen, um Versorgungslücken zu vermeiden. Im Zuge der Gesamtmaßnahme soll auch die Tiefgarage deutlich attraktiver gestaltet werden: heller, freundlicher und umfassend saniert. Im Anschluss ist geplant, gemeinsam mit allen Mietern, Anliegern, Berechtigten sowie der Stadt Bad Ems ein neues Nutzungskonzept zu erarbeiten, um die Tiefgarage langfristig funktional und städtebaulich sinnvoll weiterzuentwickeln. Ein weiterer Aspekt betrifft die im Raum stehende Idee einer zusätzlichen Kita-Fläche innerhalb des Projektes. Aufgrund der aktuellen und perspektivisch sinkenden Bedarfszahlen besteht hierfür kein Bedarf mehr. Die betreffenden Bereiche werden daher für andere Nutzungen vorgesehen – ebenfalls positiv und zukunftsorientiert ausgerichtet. Ein deutliches Signal für die Ernsthaftigkeit des Investors ist der zusätzliche Erwerb eines Nachbargebäudes und eines angrenzenden Grundstücks. „Wer nicht an ein Projekt glaubt, investiert nicht in zusätzliche Immobilien. Für mich zeigt dieser Schritt ganz deutlich, dass der Vorhabenträger das Areal langfristig entwickeln und das Projekt zum Erfolg führen will“, so Krügel. Weitere kaufvertragliche Abstimmungen zu umliegenden Grundstücken befinden sich bereits in der finalen Phase. „Wir sehen die Entwicklung in Bad Ems sehr positiv. Der jüngst erworbene Status als Welterbe und die Bereitschaft auch anderer Geldgeber, zukunftsweisende Entwicklungen umzusetzen, haben uns sehr ermutigt, uns an der Wipsch zu engagieren. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt setzt Maßstäbe. Die einstimmige Aufstellung des Bebauungsplans im Stadtrat unter Berücksichtigung der Belange der Nachbarn und der klugen Moderation des Stadtbürgermeisters Krügel in so kurzer Zeit – das habe ich so noch in keiner anderen Stadt erlebt“, sagt von Stengel. Insgesamt werden am Standort zwischen 15 und 20 Millionen Euro investiert – ein außergewöhnlich starkes Signal für eine Stadt der Größenordnung von Bad Ems. „Für diese Investition bin ich Herrn von Stengel ausdrücklich dankbar. Das ist ein klares Bekenntnis zu Bad Ems und ein wichtiger Impuls für die Zukunft unserer Innenstadt“, betont Krügel. „Wir sichern nicht nur dauerhaft unseren Vollsortimenter im Mittelzentrum, sondern nutzen gleichzeitig die Chance, das Wipsch-Areal neu zu ordnen, es attraktiver zu machen und unser Zentrum fit für die kommenden Jahrzehnte zu gestalten.“ Abschließend fasst der Stadtbürgermeister zusammen: „Dieses Projekt wird unsere Innenstadt spürbar stärken, neue Angebote schaffen und die Entwicklung unseres Stadtkerns auf Jahre positiv prägen. Es ist ein starkes Signal für Bad Ems und für alle, die an die Zukunft unserer Stadt glauben.“ (Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 12.12.2025)
von Stadt Bad Ems 1. Dezember 2025
Foto/Stadt Bad Ems, Kerstin Fuchs: Initiatorin Lydia Lehmann (Mitte) zeigt beim Vor-Ort-Termin das nahezu fertiggestellte Taubenhaus. Mit dabei: Stadtbürgermeister Oliver Krügel (2. v. r.), Staatsbad-Geschäftsführer Achim Deusner (3. v. l.) sowie die Helfer Peter Meuer (1. v. l.), Frank Girmann (kniend) und Sascha Meuer (rechts), die stolz auf das Ergebnis blicken. Bad Ems. Mit großer Resonanz ist am Samstag das neue Taubenhaus auf der Liegewiese an der katholischen Kirche eröffnet worden. Rund 40 Interessierte waren der Einladung gefolgt, um sich ein Bild von dem in ehrenamtlicher Arbeit entstandenen Holzbau zu machen. Bereits vor dem Eröffnungstag verschaffte sich Stadtbürgermeister Oliver Krügel einen Eindruck von den abgeschlossenen Arbeiten. Das Projekt wurde von Lydia Lehmann, der früheren Leiterin der Stadtbücherei, initiiert und über drei Jahre hinweg vorbereitet. Der betreute Taubenschlag soll dazu beitragen, mögliche Probleme durch eine unregulierte Taubenpopulation von vornherein zu vermeiden. Statt auf drastische Methoden zu setzen, verfolgt man in Bad Ems bewusst einen präventiven und tierfreundlichen Weg: Im Schlag werden die Tauben artgerecht versorgt, und zur Regulierung der Bestände werden künftig gelegte Eier durch täuschend echte Gipseier ersetzt. Auf diese Weise bleibt der natürliche Brutinstinkt erhalten, während eine Überpopulation verhindert wird. „Wir gehen hier in Bad Ems ganz bewusst einen anderen Weg als andere Städte – und setzen auf eine Lösung, die sowohl tiergerecht ist als auch die Interessen der Bürger im Blick behält“, betont Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Ich bin dankbar für den außerordentlichen Einsatz von Lydia Lehmann und den vielen Unterstützern, die gezeigt haben, wie gut unser Zusammenhalt funktioniert.“ Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen Erfahrungswerte von Tierkennern: Ohne Steuerung könnten sich in Bad Ems bis zu 1000 Tauben ansiedeln – mit entsprechenden Belastungen für Gebäude, öffentliche Flächen und auch für die Hygiene. Die Vermehrung verläuft rasant: Täubinnen können mehrmals im Jahr je zwei Eier legen, und bereits der Nachwuchs ist nach einem halben Jahr fortpflanzungsfähig. Getragen wird das Projekt von einem engagierten Team aus rund zehn Ehrenamtlichen, die täglich füttern, reinigen und das Wohl der Tiere im Blick behalten. Das Taubenhaus selbst – ein etwa 2 × 3 Meter großer und drei Meter hoher Holzbau – entstand dank finanzieller Unterstützung Bad Emser Unternehmen: Hermani, Heuchemer und Trappehl engagierten sich ebenso wie die Bürgerstiftung Bad Ems, das Staatsbad und der städtische Bauhof. Rund 200 Stunden freiwillige Arbeit flossen in den Bau. Die Schreiner Peter Meuer und Alexander Michel vom Staatsbad errichteten den Schlag in ihrer Freizeit, während Sascha Meuer das Dach deckte. Der Eine-Welt-Laden stellt das portionierte Spezialfutter bereit. Auch der Erste Beigeordnete Frank Ackermann dankte beim Eröffnungstermin im Namen der Stadt und in Vertretung des Stadtbürgermeisters. Er würdigte das beharrliche Engagement von Lydia Lehmann. Als nächster Schritt sollen ein kleiner Zaun und eine Zugangstreppe entstehen, für die weiterhin finanzielle Mittel benötigt werden. Spenden sind weiterhin möglich an die Bürgerstiftung Bad Ems (Stichwort: Taubenschlag), die Spendenquittungen ausstellt.
von Stadt Bad Ems 24. November 2025
Foto: Peter Asberger Peters Fußpflege blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück: Am vergangenen Freitag feierte Inhaber Peter Asberger sein Jubiläum gemeinsam mit zahlreichen Kundinnen und Kunden in Bad Ems. Zu den Gästen zählte auch Stadtbürgermeister Oliver Krügel, der persönlich gratulierte und Peter Asberger zu zehn erfolgreichen Jahren sowie zu dem großen Vertrauen seiner Kundschaft beglückwünschte. Besonders stolz zeigte sich Peter Asberger auf seine älteste Kundin Frau Knoth, die ebenfalls beim Jubiläum anwesend war. Mit ihren 92 Jahren ist sie ein schönes Beispiel für die langjährige Verbundenheit vieler Stammkundinnen und Stammkunden mit Peters Fußpflege.
von Stadt Bad Ems 24. November 2025
Foto v. l. n. r.: Stadtbürgermeister Oliver Krügel (Trägervertreter), Natalia Bondarenko (Mitarbeiterin) Annett Funkt (stellvertretende Kita-Leitung) In der Kindertagesstätte Villenpromenade in Bad Ems gibt es Grund zum Feiern: Frau Natalia Bondarenko, Mitarbeiterin der städtischen Einrichtung, hat erfolgreich die Basisqualifizierung des Landes Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Mit dieser wichtigen Leistung wird sie im Rahmen der geltenden Fachkräfteverordnung offiziell als anerkannte Fachkraft im Bereich der Kindertagesbetreuung geführt. Diese Qualifizierung ist ein wesentlicher Baustein in der Personalentwicklung der Kita und trägt maßgeblich zur Sicherung der pädagogischen Qualität bei. Die Einrichtung setzt damit ein klares Zeichen für die Förderung des eigenen Nachwuchses an qualifiziertem Personal. Zu diesem besonderen Anlass ließ es sich auch der Trägervertreter, Stadtbürgermeister Oliver Krügel, nicht nehmen, Frau Bondarenko persönlich zu gratulieren und seine Anerkennung für den erfolgreichen Abschluss auszudrücken. Die Kita Villenpromenade unterstreicht damit einmal mehr ihr Engagement für hohe Standards in der frühkindlichen Bildung und Betreuung. (Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 24.11.2025)
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