Antrittsrede zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates der Stadt Bad Ems vom 20.08.2019

Oliver Krügel • 28. August 2019

Stadtspitze wurde durch drei Beigeordnete komplettiert

Antrittsrede des neuen Stadtbürgermeisters der Stadt Bad Ems,

Oliver Krügel,

zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 20.08.2019


- Es gilt das gesprochene Wort –

Sperrfrist: Redebeginn

Sehr verehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr geehrter Herr Bürgermeister der Verbandsgemeinde Uwe Bruchhäuser,

lieber Berny Abt,

liebe Mitglieder des Stadtrates,

liebe Jessica, liebe Familie,

werte Vertreter der Presse,


ich heiße Sie an dieser Stelle herzlich willkommen und bedanke mich für diesen tollen Zuschauerzuspruch. Für die Stadt ist dies ein besonderer Tag, denn ein Wechsel im Amt des Bürgermeisters und die Konstituierung eines neuen Stadtrates stellt auch immer eine Zäsur dar. Auch für mich persönlich ist dies ein besonderer Tag, der einen neuen Lebensabschnitt markiert.

1. Der Weg ins Amt

Der Weg in dieses verantwortungsvolle Amt begann, nach monatelanger Vorbereitungszeit, am 6. Februar dieses Jahres. Auf der Mitgliederversammlung der Bad Emser Christdemokraten wurde ich als Stadtbürgermeisterkandidat nominiert. In dem mehr als fünf Monate andauernden, intensiven Wahlkampf, durfte ich viele Gespräche mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern führen. Ob es an den Haustüren, an Infoständen, auf offener Straße, bei einer der zahlreichen Infoveranstaltungen oder meinen beiden Grillevents war. Viele Themen, die die Menschen hier beschäftigen, waren nicht neu. Die Betrachtungsweisen sind jedoch verschieden und diese ergeben ein Gesamtbild. Daher möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei den Wählerinnen und Wählern für diese Gespräche und ihre Stimmen bedanken. In beiden Wahlgängen die meisten Stimmen zu erhalten sowie das Ergebnis der Stichwahl mit 63% sind ein deutliches Votum und ein Vertrauensbeweis.


„Weil´s um die Wurst geht“, lautete der Slogan meiner letzten Veranstaltung mit Grill vor der Stichwahl am 16.06. Redensartlich um die Wurst geht es demnächst auch hier in Bad Ems und damit ist nicht die neue städtische Räumlichkeit in der ehemaligen Metzgerei Wirges gemeint. Doch dazu gleich mehr.

Rückblickend möchte ich nochmals meiner Mannschaft für die grandiose Unterstützung danken. Ebenso gilt ein besonderer Dank meiner Partnerin Jessica. Sie war nicht nur Stütze und zeigte Verständnis für eine meiner intensivsten aber auch interessantesten Lebensphasen, sondern unterstützte mich in meiner Mannschaft ganz aktiv. Auch danke ich meiner gesamten Familie für das entgegengebrachte Verständnis und deren Unterstützung. Ebenfalls erwähnen möchte ich meinen Arbeitgeber, die Firma Schyns Medizintechnik GmbH und deren Geschäftsführer Alphonse und Florian Schyns. Sie haben in den vergangenen Monaten viel Verständnis für mein kommunalpolitisches Engagement gezeigt und haben mir bereits zugesagt, dass ich beruflich kürzertreten darf, um auch während der geregelten Arbeitszeit diesem Amt nachgehen zu können. Dies ist nicht selbstverständlich!

2. Vorbereitung, Einarbeitung und Dank

Im Wahlkampf konnten Sie meine Aktivitäten über die sozialen Medien, das Internet oder die Presse verfolgen. Dem aufmerksamen Betrachter wird sich die Frage gestellt haben, was der Krügel die vergangenen zwei Monate so gemacht hat. Urlaub, wäre die erholsam klingende Antwort. Vorbereitung auf dieses wichtige Amt, ist die korrekte. Bis zum heutigen Tage durfte ich Gespräche mit den Führungskräften unserer städtischen Funktionsbereiche führen. Ob Bauhof, Jugendzentrum, Kindertagesstätten, Museum oder Stadtbücherei.

Ich danke Herrn Fuchs, Frau Bruchhäuser, Frau Seifert sowie Frau Lehmann und Herrn Dötsch. Zudem danke ich Herrn Dr. Sarholz, er hat mich über den aktuellen Stand der Welterbe-Bewerbung und die nächsten Erfordernisse informiert. Gemeinsam mit den beiden Damen aus dem Vorzimmer, Frau Fila-Bruchhäuser und Frau Müller-Kohler, habe ich mich über die künftige Zusammenarbeit sowie Arbeitsabläufe ausgetauscht. Der Umzug in das neue städtische Büro hat mich auch zeitweilen beschäftigt. Den beiden Damen danke ich für deren Engagement und Weitsicht.

Ein Termin beim Landrat Frank Puchtler und dem Kreisjugendamt, um die derzeitige Kitasituation zu erörtern, war ebenfalls dabei. Mit dem Geschäftsführer des Staatsbades Bad Ems, Herrn Wilhelmi, durfte ich mich ebenso austauschen. Die Wichtigkeit einer kooperativen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Staatsbad möchte ich herausstellen. Hier gilt es, Synergieeffekte zu nutzen, beispielsweise bei der Bewirtschaftung von Grünflächen und dem Einsatz von Mitarbeitern.

Nicht zu vergessen ist die Verwaltung, mit der es diese Amtsperiode vorzubereiten galt. Herzlich bedanken möchte ich mich hier insbesondere bei Herrn Lindner, Herrn Büroleiter Bonn und unserem künftigen Schriftführer Herrn Lempka sowie Herrn Bruchhäuser als Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadt Bad Ems, der Verbandsgemeinde- sowie der Kreisverwaltung.

Last-but-not-least darf ich mich auch bei meinem Vorgänger im Amt, Berny Abt, bedanken. Er hat mir in den vergangenen Wochen einen Einblick gewährt und eine Übergabe gewährleistet. In den vergangenen 10 Jahren hat er die Geschicke unserer Stadt gelenkt. Bei den vergangenen Wahlen hat er für die Bad Emser Sozialdemokraten das beste Direktwahlergebnis deren Geschichte erzielt. Dies verdient Anerkennung. Jeder Kommunalpolitiker hat seine eigene Art, Berny hat zweifelsohne polarisiert. Seine Verdienste hat er in seiner Abschlussrede selbst beschrieben. Dazu fallen mir aktuell einige neue Veranstaltungen wie die ADAC Mittelrhein Classic oder das Harley Davidson Treffen ein. Sie haben neue Besucher nach Bad Ems gezogen. Unter anderem für die Bewerbung zum Welterbe zeichnete er sich verantwortlich, die ich nun fortführen darf. Dir und deiner Familie wünsche ich alles Gute sowie viel Glück und Gesundheit auf dem weiteren Lebensweg!


3. Herausforderungen dieses Amtes

Die Herausforderungen dieses Amtes sind vielschichtig.

In Bad Ems zeichnet sich der Stadtbürgermeister derzeit für 63 Mitarbeiter verantwortlich, unterstützt von unseren Fachbereichsleitern. Stand 31.12.2018 hatten wir 9.681 Einwohner.

Als Bürgermeister sind sie im ständigen Dialog mit den Bürgern, der Wirtschaft, der Politik sowie der Verwaltung und nicht zuletzt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt. Dabei treffen Sie auf verschiedene Interessenslagen sowie unterschiedliche Charaktere. Sie müssen unter anderem vermitteln, moderieren, agieren sowie anpacken. Und Entscheidungen treffen. Genau dies hat mir auch in meiner beruflichen Laufbahn immer viel Freude bereitet.

Mich motiviert es ungemein, in den Dialog zu gehen. Menschen von einer Idee zu überzeugen. Und zu dieser zu stehen. Nicht um „Gedei und Verderb“, aber eben mit der notwendigen Entschlossenheit. Und die Herausforderungen für uns in Zukunft sind vielschichtig.

Meine Motivation liegt unter anderem darin, diese unterschiedlichen Interessenslagen zu einem ordentlichen Konsens zu bringen. Auch aus diesem Grund habe ich mich für dieses Amt beworben.

Als Bürgermeister trägt man sowohl politische als auch rechtliche Verantwortung für Entscheidungen, die unser direktes Lebensumfeld betreffen. Dieser, wie ich finde sehr spannende Aspekt, ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Kommunalpolitik.

Apropos Kommunalpolitik: Im künftigen Stadtrat sind neben dem sitzungsleitenden Stadtbürgermeister und den drei Beigeordneten ebenfalls weitere 24 Damen und Herren Stadträte vertreten. Hinter diesen Persönlichkeiten steht wiederum eine Vielzahl von Personen.

Sie haben eventuell ebenfalls für den Stadtrat kandidiert, engagieren sich künftig in Ausschüssen oder unterstützen die politische Basisarbeit in den Ortsverbänden politischer Gruppierungen. All´ diesen Personen möchte ich, neben den Mandatsträgern, für deren Engagement danken und den Ratsmitgliedern an dieser Stelle zu deren Wahl gratulieren. Mein Dank gilt der Kommunalpolitik in Bad Ems, hier sind wir meines Erachtens nach sehr gut aufgestellt!


4. Bad Ems begeistert – wir dürfen stolz sein

Kennen Sie dieses Gefühl? Sie waren einige Tage oder gar Wochen verreist, kommen in unsere Stadt und sehen das Ortsschild. Was geht ihnen dabei durch den Kopf?

Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, zurück in meine Heimatstadt zu kommen. Beim Durchfahren wird einem nach einigen Tagen Abwesenheit sehr deutlich, wie schön es hier eigentlich ist, im malerischen Lahntal. Bad Ems hat viele schöne Seiten, angefangen bei unserem Kurviertel.

Wir neigen glaube ich dazu, im Alltag den Blick für die schönen Dinge zu verlieren. Wir leben in einer Stadt, in der andere Menschen Urlaub machen. Dieses Bewusstmachen finde ich wichtig.

Der Kaiser ist tot! Diese Aussage hört man oft. Und sie ist sachlich zweifelsohne korrekt. Wir dürfen dennoch unsere ruhmreiche Vergangenheit als Weltbad nicht vergessen und müssen den Spagat zur Moderne herstellen. Die Kombination zwischen historischem Kaiserbad und touristische Wellnessadresse Nummer Eins in Rheinland-Pfalz fände ich persönlich ziemlich spannend. Das wäre eine, wie ich finde, gelungene Perspektive für Bad Ems.


5. Herausforderungen der Stadt Bad Ems – Themen und Ziele

Thematisch gilt es einige Herausforderungen anzupacken. Erlauben Sie mir daher einen Status Quo in Verbindung mit einem Ausblick, welche Ziele wir uns aus meiner Sicht setzen sollten.

Wir wollen gemeinsam die Anerkennung zum Welterbe erreichen und eines der „Great Spas of Europe“ werden. Die Chancen die sich dadurch bieten, können wir heute nicht in Zahlen beziffern, wir können es nur vermuten. Die Möglichkeiten, etwaige finanzielle Fördermöglichkeiten von Seiten des Landes- und/oder des Bundes zu erhalten, könnten sich verbessern. Aber: Diese Anerkennung bietet nicht nur Chancen, sondern schafft auch Verpflichtungen. Sie ist kein Tourismussiegel, sondern insbesondere mit einer Verantwortung für den Erhalt unserer historischen Bäderarchitektur im Kurviertel verbunden. Damit einher geht auch eine neue Gestaltungssatzung , die auch Werbeanlagen mit einbezieht. Sie muss, auch unter Berücksichtigung der Landesbauordnung, neu aufgesetzt werden und eine größtmögliche Rechtssicherheit schaffen. Diese ist bereits in Arbeit.

Sicherlich wäre auch ein weiteres Welterbe, neben dem Limes, förderlich für unseren Tourismus. Unser Umland bietet ein breites Angebot, von dem alle profitieren können. Dabei hat Bad Ems unzweifelhaft Magnetwirkung. Doch auch das Nassauer Land hat mit dem gemeinsamen Naturpark sowie Weinbergen und Freizeitmöglichkeiten etwas zu bieten. Gemeinsam "bespielen" wir die Kategorien Aktiv & Outdoor, Wein & Genuss, Wellness & Gesundheit sowie Kultur & Events. Auch die Nähe zu Koblenz bietet Chancen und von einem breiteren Angebot in der Region profitieren alle. So kann aus einem Kurztrip von wenigen Tagen ein längerer Aufenthalt werden. Wir müssen dabei eng mit der Tourismusorganisation zusammenarbeiten und die Vermarktung von Bad Ems als touristisches Ziel vorantreiben.

Das Thema fehlender Kitaplätze wird immer akuter. Musste ich im Wahlkampf noch über 84 fehlende Kitaplätze sprechen, wird die neue Kindertagesstättenbedarfsplanung einen wesentlich größeren Fehlbedarf ausweisen. Ich möchte hier ganz bewusst nicht der bedarfsermittelnden Behörde, dem Kreisjugendamt des Rhein-Lahn-Kreises, vorgreifen. Daher warten wir die offizielle Meldung ab, die neue Bedarfsplanung wird im September übermittelt werden. Für uns als Stadt heißt das ganz konkret: Wir müssen darauf drängen, den Zeitplan für den Bau der Kita auf dem ehemaligen Balzer-Gelände einzuhalten. Wir müssen aber auch weitere Alternativen in Betracht ziehen. Denn bereits in der Wahlkampfphase wussten wir, dass diese Kindertagesstätte die künftigen Bedarfe nicht gänzlichen decken wird. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Kreisjugendamt und dem Landrat Frank Puchtler bedanken, mit welchen ich, wie bereits eingangs meiner Rede erwähnt, ein Gespräch führen durfte. Die Idee der Kita Römergarten wird dort positiv bewertet. In ähnlicher Form wurde kürzlich eine Kitalösung in Diez umgesetzt. Ein leerstehendes Objekt für städtische Zwecke zu nutzen kann von Vorteil sein, beispielweise auch aus Kosten- und Finanzierungsaspekten.

Der Gesundheitsstandort Bad Ems hat zweierlei Bedeutung für uns. Zum einen stellt er die medizinische Versorgung der Menschen sicher, die hier in Bad Ems und im Umland zuhause sind. Weiter ist er ein wichtiger Arbeitgeber. Die politischen Kräfte in Bad Ems haben sich bereits im Wahlkampf einhellig für den Erhalt in der heutigen Form ausgesprochen.

Die Kliniken Hufeland, als pneumologische Akut- und Rehaklinik sowie die Akutklinik des Paracelsus-Konzerns sind wichtige Angebote. Dabei stehen insbesondere der Erhalt der medizinischen Fachrichtungen, die auf der Bismarkhöhe angeboten werden, im Vordergrund. Sicherlich haben wir nur begrenzten Einfluss auf die Entscheidungsträger. Hier benötigen wir weiter die Unterstützung von Seiten der Landespolitik.

Man kann es gut finden oder nicht: In unserer heutigen Gesellschaft stehen medizinische Einrichtungen im wirtschaftlichen Wettbewerb. Diese müssen sich zukunfts- und konkurrenzfähig aufstellen, um überlebensfähig zu sein. Einzig auf die kommunalen Rahmenbedingungen können wir direkten Einfluss nehmen. Auch hier spielt, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels, der Standort eine wichtige Rolle. Denn ein attraktiver Wohnstandort „lockt“ potenzielle Fachkräfte. Die fachärztliche Versorgung bietet in den Disziplinen Augen- sowie Kinderheilkunde, Dermatologie (Haut), Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde, Nephrologie (Nieren), Psychologie und Zahnheilkunde ein breites fachärztliches Angebot. Auch hier gilt es, fachärztlichen Nachwuchs für Bad Ems zu begeistern, um Nachfolger von verdienten Medizinern zu gewinnen. Doch auch dazu gehört ein attraktiver Wohnstandort.

Bad Ems verfügt über mehrere Kur- und Rehakliniken . Die Verknüpfung mit Wellness und Tourismus liegt auf der Hand. Auch das medizinische Angebot stärkt das Kur- und Rehaangebot. Alles bedingt einander! Wir müssen dies aktiver bewerben im Zusammenhang mit dem Tourismus.

7 von 10 niedergelassenen Allgemeinmedizin ern sind über 60 Jahre alt. Wir können uns glücklich schätzen, dass diese Persönlichkeiten noch zur Verfügung stehen. Sollten diese demnächst in den wohl verdienten Ruhestand gehen, könnte dies zu Lasten der Kapazitäten für die hausärztliche Versorgung in Bad Ems gehen. Die Folge: Entweder man muss einen Hausarzt außerhalb von Bad Ems aufsuchen oder man muss längere Wartezeiten für Termine in Kauf nehmen. Dies ist nicht hinnehmbar! Die Kommunalpolitik kann hier sicherlich insgesamt weiter für einen starken Gesundheitsstandort kämpfen, so wie wir es auch in der Vergangenheit bereits getan haben.

Wohnstandort stärken und Perspektive bieten

Attraktiver Wohnraum sowie neue Bauplätze sind nicht nur ein Thema für junge Familien. Diese Frage beschäftigt auch Menschen im dritten Lebensabschnitt. Wir sollten Menschen für die Stadt gewinnen oder sie hier halten und nicht aufgrund der mangelnden Wohnraumsituation zu einem Umzug zwingen. Zwar wurde in den letzten Jahren bereits einiges an teils denkmalgeschützter Bausubstanz in Bad Ems saniert und renoviert, Wohnbaumaßnahmen wurden vorbereitet und man kann sie allmählich sehen. Doch auch dies reicht für die stetig wachsende Nachfrage nicht aus. Daher müssen wir uns intensiv für das Thema Wohnstandort einsetzen. Dabei sollten wir uns nicht nur auf Freiflächen konzentrieren, die im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen sind. Auch interessant sind jene, die bereits in bestehenden Bebauungsplangebieten liegen oder an solche direkt angrenzen.

Wirtschaft, Industrie und Handel schaffen Arbeitsplätze und Gewerbesteueraufkommen

Bad Ems ist kein typischer Industriestandort, unter anderem aufgrund der malerischen, aber beengten Tallage. Dennoch haben sich beispielsweise Unternehmen der Verpackungsindustrie, der Medizintechnik oder der Pharmaindustrie hier angesiedelt. Die medizintechnische Branche ist unter anderem historisch bedingt. Carl Heyer hat die Heiminhalation 1883 von Bad Ems in die Welt hinausgetragen. Und noch heute sind medizintechnische Produkte aus Bad Ems ein Kassenschlager. Ich wage zu behaupten, dass Bad Ems das Medical-Valley Rheinland-Pfalz, wenn nicht sogar Deutschlands ist und dies soll auch so bleiben.

Der Einzelhandel steht in Konkurrenz zu den umliegenden Städten wie Koblenz und nicht zuletzt dem Internet. Dennoch glaube ich, dass ein Einzelhandel mit Alleinstellungsmerkmalen und Beratungsfunktion erfolgreich sein kann.

Eine gute Zusammenarbeit und ein stetiger Austausch mit unserer Wirtschaft insgesamt, ist mir ein wichtiges Anliegen.

Sauberkeit und Ordnung sind Dauerbrenner-Themen

In Punkto öffentlicher Ordnung haben wir Nachholbedarf, insbesondere wenn es um den ruhenden Verkehr geht. Auch wenn dies Sache der Verbandsgemeinde ist, möchte ich diesbezüglich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Verwaltung nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Der städtische Bauhof ist eine äußerst wichtige Abteilung. Die Herren leisten einen engagierten und sehr guten Dienst für unsere Heimatstadt. Ihnen gilt mein Dank verbunden mit einer Vorfreude auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Neben einer externen Organisationsuntersuchung, die bereits im Gange ist, haben wir dringenden Nachholbedarf in Punkto Fahrzeugbeschaffungen. Hier möchte ich den Bauhof unterstützen, damit die Qualität der Arbeit konstant bleibt.

Vereine und Ehrenamt

Wir sind in Bad Ems mit vielen Vereine n und einem lebendigen Ehrenamt gut aufgestellt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Brauchtumspflege, der Erinnerung an unsere Geschichte, der Gesunderhaltung, dem Katastrophenschutz oder der Förderung dieses, der Ausübung von Sportarten, der Jungendarbeit, dem gemeinsamen Musizieren und vielem mehr. Sie sind fest in unserer Gesellschaft verankert. Wir können uns glücklich schätzen, eine so gesunde Vereinsstruktur zu haben. Diesem Personenkreis gilt dafür mein herzlicher Dank. Für unsere Vereine bin ich immer ansprechbar und wir werden sie von Seiten der Stadt weiterhin nach Kräften unterstützen!

ÖPNV

Wir haben in Bad Ems ein gutes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr . Derzeit gibt es 10 Bus-Linien in Bad Ems, davon werden 8 durch die DB Regio Bus Rhein-Mosel, eine durch Modigell & Scherer und eine weitere durch RMV bedient. Dazu kommt der Schienenverkehr auf der Lahntalstrecke. Die Möglichkeit das Jobticket zu nutzen, sollte den Arbeitnehmern in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern besser publiziert werden. Insbesondere die schwierige Parkplatzsituation in Bad Ems könnte so ebenfalls Entlastung erfahren. Wir können die Bushaltestellen qualitativ verbessern. Dazu gehört eine Überdachung der Wartezonen, wo dies auch baulich möglich ist. Ebenso ist die Barrierefreiheit sicherzustellen. Nach dem Halt Schifflerweg findet bis zur kath. Kirche kein weiterer Halt statt. Danach fährt der Bus eine Schleife und hält in der Römerstraße gegenüber vom Café Kesseler. Ein weiterer Halt im Zentrum in der Nähe der Wipsch wäre vorteilhaft, bevor der Bus die kath. Kirche anfährt. Dies spart den Fahrgästen Zeit und gestaltet die Nutzung des ÖPNV noch attraktiver. Schlussendlich bietet der Busverkehr in Bad Ems die große Chance, die Parkplatzsituation zu entspannen . Eine meiner Ideen war es, Parkflächen, die außerhalb der Stadt sind, an eine Buslinie anzubinden. Mit einer Art "Park-and-Ride" könnte so die Parkplatzsituation in der innerstädtischen Lage, neben der Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten , entspannt werden. Ein Beispiel wäre der Parkplatz vor dem Ortseingang in der Braubacher Straße.

Radverkehr

Das Radwegekonzept in Bad Ems gehört auf den Prüfstand. Es muss dringend überarbeitet und an die neuerlichen Gegebenheiten anpasst werden. In Zeiten von Parkraumknappheit und ökologischer Debatten verdient diese Art der Fortbewegung eine entsprechende Anerkennung sowie Förderung.

Wald und Forst

Das Waldsterben wird auch die kommunalen Gremien beschäftigen! Der Borkenkäfer und die klimatischen Bedingungen in den letzten beiden Jahren werden ihren Tribut zollen. Dabei ist der Wald nicht nur ein Erholungs-, sondern auch Wirtschaftsfaktor. Die Holzernte liegt weit unter den Erwartungen. Ich möchte eng mit unserem Revierförster Rainer Jäger zusammenarbeiten, notwendige Maßnahmen erörtern und gemeinsam mit dem Stadtrat voranbringen.

Finanzhaushalt

Über unseren Haushalt alleine könnte ich eine längere Rede halten - die Haushaltssituation ist angespannt . Die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung fand bereits deutliche Worte und stellte eindeutige Forderungen wie beispielsweise eine konsequente Haushaltskonsolidierung. Unsere Verbindlichkeiten sind auf einem hohen Stand: Die Investitionskredite betragen 5,7 Millionen Euro und die Liquiditätskredite 9,5 Millionen Euro. Somit insgesamt 15,2 Millionen Euro zum Ende des Haushaltsjahres 2019. Weiche Faktoren sind nicht mit inbegriffen, wie beispielsweise geplante Maßnahmen im Haushaltsjahr 2019 mit knapp 8 Millionen Euro. Darunterfallen unter anderem Positionen wie der neue Kindergarten auf dem Balzergelände (3,4), Fahrzeugbeschaffungen für den Bauhof (0,02), die Neugestaltung im Bereich des Güterbahnhofs (0,126), der Ankauf der Vier-Türme (2,667) und der Umbau des Alten Rathauses (1,455). Einschränkend zu den weichen Faktoren muss gesagt werden, dass es sich um ein Planwerk handelt. Der Stadtrat wird darüber befinden, ob und in welchem Rahmen wir Projekte umsetzen werden. Große Sprünge sind aus eigener Kraft nicht zu machen, es sei denn, wir können Fördermittel für bestimmte Projekte in Anspruch nehmen. Ich möchte mir in den kommenden Monaten einen genauen Überblick verschaffen, ob und wie wir die Situation verbessern können. Es geht hier um unsere Stadt und unser aller Geld. Dabei ist unbedingt zu beachten, die Stadt für die Einwohner, ansässiges sowie potenzielles Gewerbe und unsere Gäste attraktiv zu halten.


6. Zusammenfassung und Schlussworte

Zusammenfassend reichen die vorgenannten Aufgaben für mehr als fünf Jahre ! Und dabei ist diese Aufzählung nicht abschließend . Auch verändern sich Gegebenheiten, die Zielkorrekturen erfordern. Dennoch erfolgt die Weichenstellung in den kommenden Jahren und daher müssen wir diese Themen gemeinsam mit dem Stadtrat in konstruktiver Weise anpacken! Denn schlussendlich wollen wir ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleiben und die Attraktivität bestenfalls steigern.

Mir ist außerdem wichtig zu betonen: So, wie ich auch in meinem Wahlkampf immer ein offenes Ohr für Ihre Fragen und Bedürfnisse hatte, so werde ich dies auch in Zukunft haben! Dieses Versprechen kann ich Ihnen heute geben!

Eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtrat ist mir sehr wichtig. Partei- oder Fraktionstaktiken haben dort aus meiner Sicht keinen Platz. Ein wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit ist eine effiziente Ausschuss- und Ratsarbeit. Während die Fachausschüsse sich durch ihren Beratungscharakter für den Stadtrat auszeichnen, ist der Rat das Beschluss- und Kontrollorgan. Zudem möchte ich einen regelmäßigen Ältestenrat und Beigeordnetengespräche einführen. Sie sind bereits für den Rest des Jahres 2019 terminiert.

Diskussionen und Debatten sind zielgerichtet, ergebnisorientiert und fair zu führen, zum Wohle unserer Stadt. Grundlage unseres Handels muss die Gemeindeordnung und unsere Hauptsatzung sowie Geschäftsordnung sein. Und schlussendlich auch der gesunde Menschenverstand. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit diesen Persönlichkeiten eine gute Politik für die Stadt machen können. Mit jungen sowie erfahrenen Mandatsträgern im Stadtrat haben wir, wie ich finde, eine gelungene Mischung. Dieser wird authentisch sowie aus eigener Erfahrung, ein Sprachrohr unserer Bürgerschaft zu sein.


Abschließend möchte ich diese Rede meinem Großvater Johann widmen, der am 12. Juli dieses Jahres im dankbaren Alter von 92 Jahren verstorben ist. Er war mir ein wichtiger Mensch und wertvoller Gesprächspartner. Und er war ein politischer Mensch, wie ich einer bin. Die Zeit mit ihm werde ich niemals vergessen.


Ihnen wünsche ich nur das Beste, aber vor allem Gesundheit!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!


von Oliver Krügel 15. Juni 2026
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von Oliver Krügel 15. Juni 2026
Foto vom Sommerfest der Stiftung Scheuern mit engagierten Mitarbeitenden der Stiftung. Foto: Feix Soziales Engagement, gelebte Traditionen und gemeinschaftliche Begegnungen – der Sonntag führte den Bürgermeisterkandidaten der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und zeigte einmal mehr die große Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens in der Region. Der Tag begann mit der Teilnahme am Gottesdienst im Rahmen des Sommerfestes der Stiftung Scheuern. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit, das Sommerfest zu besuchen und mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, Angehörigen sowie den zahlreichen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Stiftung Scheuern zählt mit annähernd 1.300 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern des Rhein-Lahn-Kreises und leistet seit vielen Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. „Die Stiftung Scheuern steht beispielhaft für Menschlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung und ein beeindruckendes Maß an Engagement. Die Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, verdient höchste Anerkennung“, betonte Krügel. Am Nachmittag führte der Weg weiter nach Weinähr zur Kirmes mit ihrem traditionellen Entenrennen. Die Veranstaltung gehört seit Jahren zu den festen Bestandteilen des Dorflebens und erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten das Rennen entlang der Strecke und sorgten für beste Stimmung. „Solche Traditionen sind weit mehr als Unterhaltung. Sie schaffen Zusammenhalt, stärken die Identifikation mit dem Heimatort und bringen Generationen zusammen“, so Krügel. Den Abschluss des Tages bildete das Public Viewing in Dessighofen . Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern Ronny Metzner aus Dessighofen und Thomas Heymann aus Geisig sowie zahlreichen Fußballbegeisterten verfolgte Krügel dort den erfolgreichen WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao. Besonderen Dank richtete Krügel an die Ortsgemeinde Dessighofen für die gelungene Organisation der Veranstaltung. Mit viel Engagement sei es gelungen, einen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu schaffen. In geselliger Atmosphäre wurde gemeinsam mitgefiebert, gejubelt und der gelungene Auftakt der deutschen Mannschaft gefeiert. „Fußball verbindet Menschen über Generationen hinweg. Genau solche Veranstaltungen zeigen, wie stark der Zusammenhalt in unseren Ortsgemeinden ist. Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz solche Begegnungen überhaupt erst möglich machen“, sagte Krügel. „Dieser Sonntag hat eindrucksvoll gezeigt, was unsere Verbandsgemeinde auszeichnet: starke soziale Einrichtungen, lebendige Traditionen und ein aktives Gemeinschaftsleben. Genau diese Vielfalt macht unsere Heimat so lebens- und liebenswert“, fasste Krügel die Eindrücke des Tages zusammen.
von Oliver Krügel 15. Juni 2026
Ein abwechslungsreicher Samstag mit vielen Begegnungen und Gesprächen führte den Bürgermeisterkandidaten für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, gemeinsam mit seiner Frau zunächst nach Arzbach. Dort besuchten beide das Sommerfest des Caritas-Altenzentrums St. Josef und nahmen am gemeinsamen Gottesdienst teil. Im Anschluss nutzte Krügel die Gelegenheit zum Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Gästen des Sommerfestes. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Einrichtung für das gesellschaftliche Leben und das Miteinander in der Region leistet. Am Nachmittag wurde die Dialogreihe „Krügel grillt“ in Seelbach und Attenhausen fortgesetzt. In beiden Ortsgemeinden standen der persönliche Austausch und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Zukunft der Verbandsgemeinde einzubringen. Besonders erfreut zeigte sich Krügel über den Besuch der beiden Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig aus Seelbach und Udo Ludwig aus Attenhausen. In Seelbach nahm sich Ortsbürgermeister Jürgen Ludwig zudem Zeit für einen gemeinsamen Rundgang durch die Ortsgemeinde. Dabei erhielt Krügel einen Einblick in die vielfältigen Projekte und Entwicklungen vor Ort. So wurde deutlich, mit welchem Engagement sich Ortsgemeinderat und Gemeinde um die Zukunft Seelbachs kümmern. Vorgestellt wurden unter anderem die vorhandenen Bauplätze, zahlreiche in Eigenleistung umgesetzte Maßnahmen sowie innovative Ansätze zur Stärkung der Gemeindefinanzen, beispielsweise durch die Schaffung von Mietgaragen. Auch die Weiterentwicklung und Aufwertung des Friedhofs waren Themen des Rundgangs. „Gerade solche Gespräche und Einblicke vor Ort zeigen, wie viel Engagement in unseren Ortsgemeinden steckt. Viele Projekte entstehen nicht durch große Fördertöpfe, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken. Dieses Engagement verdient Respekt und Unterstützung“, betonte Krügel. Auch in Attenhausen standen die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Ortsgemeinde im Mittelpunkt der Gespräche. Die Dialogreihe bestätigte erneut das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an einer starken Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde. Die Veranstaltungsreihe „Krügel grillt“ wird in den kommenden Wochen in weiteren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau fortgesetzt. Ziel ist es, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Ideen, Wünsche und Anliegen unmittelbar einzubringen.
von Oliver Krügel 15. Juni 2026
Die Dialogreihe „Krügel grillt“ ist erfolgreich gestartet. Nach den bisherigen Stationen in Nievern, Becheln, Fachbach, Seelbach und Attenhausen konnten bereits viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt sowie zahlreiche Anregungen und Ideen für die Zukunft unserer Verbandsgemeinde aufgenommen werden. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig der persönliche Austausch vor Ort ist. In den kommenden Wochen wird die Reihe fortgesetzt. Die nächsten Stationen sind Arzbach, Obernhof und Zimmerschied. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine besondere Veranstaltung erwartet die Besucherinnen und Besucher in Obernhof. Dort findet „Krügel grillt“ im Rahmen der Schiffstour „Gemeinsam auf Kurs für Bad Ems-Nassau“ statt. Als Gäste werden Ministerpräsident Gordon Schnieder MdL sowie Landtagspräsident Matthias Lammert MdL erwartet. Passend zum Veranstaltungsort wird es dort zudem regionale Besonderheiten zu genießen geben. Neben den bekannten Grillangeboten werden Wildbratwürste aus heimischem Wild angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei einer kleinen Weinverkostung die Lahnweine kennenzulernen und damit einen Einblick in die traditionsreiche Weinbaukultur des unteren Lahntals zu erhalten. "Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen, gute Gespräche und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern in Arzbach, Obernhof und Zimmerschied“, so Oliver Krügel.
10. Juni 2026
Der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, besuchte sowohl das Weinbergfest in Obernhof als auch den Welterbetag im Limeskastell Pohl. Beide Veranstaltungen stehen beispielhaft für die kulturellen, historischen und touristischen Stärken der Region. Beim Weinbergfest in Obernhof wurde einmal mehr deutlich, welch großer Schatz der Weinbau an der Lahn für die Verbandsgemeinde ist. Die bewirtschafteten Weinberge prägen nicht nur das Landschaftsbild des unteren Lahntals, sondern tragen wesentlich zur touristischen Attraktivität der Region bei. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre zwischen Weinbergen, Lahn und den ausgezeichneten Lahnweinen zu genießen. Ebenso beeindruckend präsentierte sich der Welterbetag im Limeskastell Pohl. Als Teil des UNESCO-Welterbes Obergermanisch-Raetischer Limes vermittelt die Anlage anschaulich die Geschichte der Römerzeit und macht ein bedeutendes Kapitel der regionalen Vergangenheit erlebbar. Das Kastell ist weit über die Region hinaus bekannt und leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und zum Tourismus. „Unsere Verbandsgemeinde verfügt über außergewöhnliche touristische und kulturelle Potenziale. Der Lahnwein in Obernhof und Weinähr sowie das Limeskastell in Pohl stehen stellvertretend für die Vielfalt und Qualität dessen, was unsere Heimat ausmacht. Solche Einrichtungen und Veranstaltungen verdienen Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Unterstützung“, betont Oliver Krügel.  Mit Blick auf die Zukunft unterstreicht Krügel, dass ihm sowohl der Erhalt und die Weiterentwicklung des Lahnweinbaus als auch die Unterstützung des Limeskastells und weiterer touristischer Leuchttürme in der Verbandsgemeinde ein wichtiges Anliegen sind. „Diese besonderen Aushängeschilder unserer Heimat möchte ich auch künftig aktiv begleiten und – wenn mir die Bürgerinnen und Bürger ihr Vertrauen schenken – gerne aus dem Rathaus der Verbandsgemeinde heraus unterstützen und fördern.“ Fotos: Oliver Krügel
von Oliver Krügel 7. Juni 2026
Bildunterzeile: Von links: Helmut Klöckner, Bürgermeister a. D. der ehemaligen Verbandsgemeinde Nassau, Oliver Krügel, Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid sowie Birk Utermark, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Foto: Sascha Bröder. Am Sonntag, 31. Mai 2026, feierte die Freiwillige Feuerwehr Winden gemeinsam mit zahlreichen Gästen ihr 100-jähriges Bestehen. Bei bestem Wetter wurde das besondere Jubiläum würdig begangen. Unter den Gratulanten war auch Oliver Krügel, Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. In seiner Ansprache hob Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid die besondere Bedeutung des Faktors Mensch hervor. Dieser Gedanke zog sich auch durch die Grußworte und Gespräche rund um das Jubiläum. Denn neben moderner Technik und leistungsfähiger Ausrüstung sind es vor allem die Menschen, die den Erfolg und die Einsatzbereitschaft einer Feuerwehr ausmachen. „100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Winden stehen für Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und gelebten Zusammenhalt. Das ist alles andere als selbstverständlich und verdient unseren Respekt und unsere Anerkennung“, betonte Oliver Krügel. Die Freiwillige Feuerwehr Winden leistet seit einem Jahrhundert einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Ortsgemeinde und trägt mit ihrem Engagement wesentlich zum Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft bei. „Feuerwehr bedeutet weit mehr als Brand- und Katastrophenschutz. Feuerwehr bedeutet Gemeinschaft, Verantwortung und das Ehrenamt mit Leben zu füllen“, so Krügel weiter. Seine Glückwünsche richtete der Bürgermeisterkandidat an Wehrführer Tim Rommersbach sowie an alle aktiven und ehemaligen Feuerwehrangehörigen, die die Geschichte der Wehr in den vergangenen 100 Jahren geprägt haben. „Ein solches Jubiläum ist nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch Anlass, den vielen Menschen Danke zu sagen, die über Generationen hinweg Verantwortung für ihre Mitmenschen übernommen haben“, erklärte Krügel. Zum Abschluss zeigte sich der Bürgermeisterkandidat erfreut über die zahlreichen Begegnungen am Rande der Feierlichkeiten: „Ich habe mich sehr über die Gespräche mit den Kameradinnen und Kameraden gefreut. Besonders schön war der Austausch mit Angehörigen verschiedener Ortswehren unserer Verbandsgemeinde, die ich teilweise noch aus meiner Zeit im aktiven Feuerwehrdienst kenne und schätzen gelernt habe.“ Krügel dankte allen Helferinnen und Helfern sowie den Verantwortlichen für die gelungene Jubiläumsveranstaltung und wünschte der Freiwilligen Feuerwehr Winden für die Zukunft weiterhin eine erfolgreiche Entwicklung, ausreichend Nachwuchs und vor allem stets eine gesunde Rückkehr von allen Einsätzen.
von Stadt Bad Ems 25. April 2026
Foto: (Kerstin Fuchs - Stadt Bad Ems) (v.r.n.l.) - Albert Klatte (Betreibergesellschaft), Hotelier Sascha Häcker, Schiffseigner Christian Hochbein und Stadtbürgermeister Oliver Krügel. Bad Ems – Eine der prägendsten touristischen Attraktionen kehrt zurück: Die Lahnschifffahrt in Bad Ems wird wieder aufgenommen. Nach mehreren Jahren ohne Personenschifffahrt ist es gelungen, einen neuen Betreiber für den Betrieb auf der Lahn zu gewinnen. Der Fahrbetrieb soll planmäßig am 1. Juni starten, die feierliche Schiffstaufe ist bereits für den 30. Mai vorgesehen. Nachdem der langjährige Unternehmer Wolfgang Schmidt den Betrieb der „Lahnstolz“-Flotte im November 2019 aus Altersgründen eingestellt hatte, war die Zukunft der Lahnschifffahrt zunächst ungewiss. Das Fahrgastschiff Stadt Nassau war bereits Anfang der 2010er Jahre veräußert worden, das verbliebene Schiff verließ Bad Ems schließlich im Jahr 2021. „Seit 2020 haben wir im Hintergrund kontinuierlich daran gearbeitet, die Lahnschifffahrt zurück nach Bad Ems zu holen“, erklärt Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Ich habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Unternehmern geführt und verschiedenste Modelle geprüft – von reinen Schiffseigentümern bis hin zu möglichen Betreibergesellschaften.“ Die Herausforderung bestand dabei immer wieder darin, die entscheidenden Bausteine zusammenzubringen: einen geeigneten Schiffseigentümer, einen verlässlichen Betreiber sowie qualifiziertes Fachpersonal mit entsprechendem Schifferpatent. „Diese drei Komponenten haben lange Zeit nicht zusammengefunden“, so Krügel. Ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung war dabei auch das Engagement vor Ort: Der Bad Emser Hotelier Sascha Häcker hatte sich intensiv mit möglichen Konzepten befasst und zudem die Anlegestelle sowie die entsprechenden Nutzungsrechte gesichert. Im Herbst des vergangenen Jahres hat Stadtbürgermeister Oliver Krügel Herrn Christian Hochbein kontaktiert, nachdem dieser das Fahrgastschiff – ehemals Schloss Engers, später Belle Vie – erworben hatte. Künftig wird das Schiff unter dem Namen Aurelia auf der Lahn unterwegs sein. Hochbein, Unternehmer aus Mainfranken, ist mit seinem Unternehmen Maritime Ventures in der Binnenschifffahrt tätig und zeigte früh Interesse daran, das Schiff künftig auch auf der Lahn einzusetzen. In der Folge konnte – auch mit Unterstützung von Herrn Hochbein – mit Albert Klatte ein erfahrener Betreiber gewonnen werden, der künftig über die Sunflower Flussfahrten GmbH die Lahnschifffahrt organisieren und durchführen wird. Das Fahrgastschiff wird derzeit umfassend renoviert und technisch erneuert und wird in den kommenden Wochen an der Lahn in Bad Ems erwartet – rechtzeitig zum geplanten Start des Fahrbetriebs. „Dass sich nun Eigentümer, Betreiber und Standort zusammengefunden haben, ist ein echter Durchbruch“, so Krügel. „Die Rückkehr der Lahnschifffahrt ist ein starkes Signal für Bad Ems und die gesamte Region.“ Künftig sind feste Anläufe in Nassau und Obernhof vorgesehen, um die gesamte untere Lahn touristisch stärker zu vernetzen. Hierfür wird auch die Unterstützung der Stadt Nassau sowie der Ortsgemeinde Obernhof benötigt. „Wir gehen davon aus, dass dieses Angebot vor Ort positiv begleitet wird und sehen darin eine große Chance für die gesamte Region“, so Krügel. Ein Dank gilt auch dem Staatsbad Bad Ems sowie der Touristik Bad Ems-Nassau für die konstruktive Zusammenarbeit und die zugesagte Unterstützung bei Vermarktung und Einbindung – ebenso allen weiteren Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben. „Für mich ist das ein echter Meilenstein. Ich freue mich unheimlich, dass sich unsere Ausdauer und die vielen Gespräche hinter den Kulissen am Ende ausgezahlt haben.“
von CDU Gemeindeverband Bad Ems-Nassau 10. Februar 2026
Bad Ems, 10.02.2026 – Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Bad Ems-Nassau hat in seiner gestrigen Vorstandssitzung Oliver Krügel einstimmig als Kandidatenvorschlag für die Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau am 6. September 2026 beschlossen. Die endgültige Nominierung erfolgt durch die Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes. Zuvor hatte ein vom Vorstand eingesetzter Arbeitskreis intensiv beraten und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. „Mit Oliver Krügel schlagen wir der Mitgliederversammlung eine Persönlichkeit vor, die fachliche Kompetenz, kommunalpolitische Erfahrung und große regionale Verwurzelung in sich vereint“, erklärt Lutz Zaun, Vorsitzender des Arbeitskreises. „Er hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er gestalten, führen und Menschen mitnehmen kann.“ Oliver Krügel ist Stadtbürgermeister von Bad Ems und trägt dort Verantwortung für rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger sowie für etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Projekte angestoßen und erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die gemeinsame Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages mit der Verbandsgemeinde und dem Land Rheinland-Pfalz sowie die Etablierung des Emser Abendmarktes als neues Veranstaltungsformat. Zudem wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte sowie Investitionen privater und privatwirtschaftlicher Träger in Bad Ems konstruktiv von ihm begleitet. Dabei hat er nicht nur politische Entscheidungen vorbereitet, sondern praktische Erfahrung in Abstimmungsprozessen, Genehmigungsverfahren und interkommunaler Zusammenarbeit gesammelt. Dieses fundierte Praxiswissen im Zusammenspiel von Verwaltung, Gremien und Investoren ist auch für die Städte und Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde von großer Bedeutung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Amtszeit liegt im Bereich der Familien- und Bildungspolitik. Seit 2019 wurden in Bad Ems mit der Kita Villenpromenade und der Kita Römergarten insgesamt 170 neue Kita-Plätze geschaffen – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Stadt. Damit wurde nicht nur der Rechtsanspruch erfüllt, sondern eine verlässliche Betreuungssituation für Familien geschaffen. „Gerade im Bereich der Kindertagesstätten bringt Oliver Krügel umfangreiche praktische Erfahrung in Planung, Finanzierung und Umsetzung mit. Das ist für die Verbandsgemeinde, die selbst Träger mehrerer Einrichtungen ist und vor wichtigen Zukunftsentscheidungen steht, von großer Bedeutung“, so Zaun weiter. Ein weiterer Meilenstein ist die Einbindung Bad Ems’ in das UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. Im vergangenen Jahr wurde Oliver Krügel von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der elf Welterbestädte – nahezu ausschließlich hauptamtlichen Amtsinhabern – zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Dieses Votum zeugt von dem Vertrauen und der Anerkennung, die ihm auch über die eigene Stadt hinaus entgegengebracht werden. Bei der letzten Wahl zum Verbandsgemeinderat erhielt Oliver Krügel mit 8.195 Stimmen parteiübergreifend die höchste Stimmenzahl aller Kandidatinnen und Kandidaten. „Dieses Ergebnis zeigt das große Vertrauen, das ihm weit über die Stadtgrenzen hinaus in der gesamten Verbandsgemeinde entgegengebracht wird“, betont der Arbeitskreisvorsitzende. Als ehrenamtlicher Feuerwehrmann kennt Krügel zudem die strukturellen Herausforderungen der Freiwilligen Feuerwehren aus eigener Erfahrung. Neben seiner Tätigkeit als Stadtbürgermeister wirkt er als Fraktionsvorsitzender im Rat der Verbandsgemeinde aktiv an deren Entwicklung mit. Oliver Krügel erklärte nach dem einstimmigen Votum des Vorstandes: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Vorstandes und die kommenden Monate des intensiven Austauschs mit den Menschen in unserer Verbandsgemeinde. Ich bin hoch motiviert, Verantwortung zu übernehmen und unsere Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Verbandsgemeinderat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Werke erfolgreich in die Zukunft zu führen.“
von Stadt Bad Ems 26. Januar 2026
Foto: Kerstin Fuchs, Stadt Bad Ems. Bildunterzeile: Arbeitnehmervertreterin Barbara Böhnisch (rechts) und Stv. Bauhofleiter Max Fischer sowie Stadtbürgermeister Oliver Krügel (links), gratulieren dem Jubilar Rolf Daniel (2. v. links) herzlich zum Dienstjubiläum. Am 25. Dezember 2025 feierte Bauhofleiter Rolf Daniel sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Bauhof der Bad Ems. Die offizielle Ehrung des Dienstjubiläums fand urlaubsbedingt Anfang Januar 2026 statt. Der am 25. April 1963 geborene Jubilar absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Zimmerer und war anschließend mehrere Jahre als Geselle tätig. Seit März 2002 ist Rolf Daniel Teil des Bauhof-Teams der Stadt Bad Ems. Erste Führungsverantwortung übernahm er am 1. September 2020 als stellvertretender Bauhofleiter. Seit dem 1. Oktober 2022 steht er dem Bauhof der Stadt Bad Ems als Leiter vor. In seiner Zeit beim Bauhof der Stadt Bad Ems hat Rolf Daniel zahlreiche Projekte begleitet und maßgeblich vorangetrieben. Dazu zählen unter anderem der Umbau der Römerstraße, die Durchführung des Bartholomäusmarktes in vielen Auflagen, zwei Rheinland-Pfalz-Tage sowie der Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Emser Abendmarktes. Stadtbürgermeister Oliver Krügel würdigt Rolf Daniel als echten „Anpacker“ und hebt insbesondere seine hohe Verlässlichkeit sowie seine praxisnahe Herangehensweise hervor. Die Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Bauhof-Team sei stets offen, konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen. Zugleich weist der Stadtbürgermeister darauf hin, dass die gemeinsame Zeit in dieser Konstellation absehbar zu Ende geht: Rolf Daniel wird sich im Laufe des ersten Halbjahres 2026 in den Ruhestand verabschieden. „Mit dem bevorstehenden Ruhestand von Rolf Daniel steht der städtische Bauhof – wie viele andere Bereiche auch – vor einem personellen Umbruch“, so Krügel. „In den kommenden Jahren werden uns mehrere sehr erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ausgewiesene Leistungsträger verlassen. Das ist ein Einschnitt, aber auch eine Aufgabe, der wir uns frühzeitig, strukturiert und mit großem Respekt vor der Lebensleistung dieser Kolleginnen und Kollegen stellen.“ Die Stadt Bad Ems gratuliert Rolf Daniel herzlich zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum und bedankt sich bereits heute für seinen langjährigen, engagierten Einsatz für die Stadt. Anlässlich des Jubiläums bedankt sich Rolf Daniel seinerseits bei seinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und das Vertrauen in den vergangenen Jahren.
von Stadt Bad Ems 19. Januar 2026
Mit einem feierlichen Neujahrsempfang im Marmorsaal ist die Stadt Bad Ems am vergangenen Freitag gemeinsam mit deutlich über 200 Gästen aus Politik, Ehrenamt, Vereinen, Wirtschaft und Bürgerschaft in das neue Jahr gestartet. Unter den Gästen waren unter anderem der Europaabgeordnete Ralf Seekatz, der rheinland-pfälzische Landtagsvizepräsident Matthias Lammert, MdL, der Landtagsabgeordnete und Nassauer Stadtbürgermeister Manuel Liguori, der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Lennart Siefert, Uwe Bruchhäuser als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sowie Achim Deusner, Geschäftsführer des Staatsbades Bad Ems. Daneben nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Rat, Verwaltung, Institutionen sowie aus dem vielfältigen Vereins- und Ehrenamtsleben der Stadt teil. Der Abend war geprägt von Anerkennung für herausragendes Engagement, von nachdenklichen wie ermutigenden Worten zur aktuellen Lage – und von spürbarer Zuversicht für die kommenden Monate. Er begann mit einem Besuch der Sternensingergruppe in Begleitung von Regine Canz und dem Segen für alle Gäste. In seiner anschließenden Neujahrsrede betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel, dass es gerade in herausfordernden Zeiten Zutrauen in die eigenen Stärken, Vertrauen in demokratische Prozesse und den Mut brauche, Dinge aktiv anzugehen. Bad Ems sei eine Stadt mit großem Potenzial, getragen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Ehrenamtlichen. „Wir dürfen uns nicht kleinreden. Wir können etwas – als Stadt, als Gesellschaft und als Kommune“, so Krügel. Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr gab der Stadtbürgermeister auch einen konkreten Ausblick auf 2026 und benannte zentrale Vorhaben für Bad Ems. Er verwies auf die kürzlich eröffnete neue Kita Römergarten, für die am 21. Februar ein Tag der offenen Tür geplant ist, sowie auf die weiteren Schritte rund um das Alte Rathaus, das er als „besonders dickes Brett“ bezeichnete. Krügel erläuterte die Beweggründe des Stadtrats für eine umfassende Sanierung: Während eine reine Dachsanierung bereits Kosten von deutlich über zwei Millionen Euro verursachen würde – ohne gesicherten Fördermittelanteil und ohne zusätzlichen Nutzen für die Stadtgesellschaft –, ermögliche eine Gesamtsanierung mit einer ersten Kostenschätzung von rund 13 Millionen Euro bei einem städtischen Eigenanteil von etwa 15 Prozent, also ebenfalls rund zwei Millionen Euro, den vollständigen Erhalt und eine neue Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes. Für einen vergleichbaren Eigenanteil entstehe damit nicht nur ein neues Dach, sondern ein funktional und baulich vollständig saniertes Gebäude in der Kernzone des UNESCO-Welterbes, das den Bürgerinnen und Bürgern über Generationen hinweg zugutekomme. „Wenn wir von privaten Eigentümern Verantwortung einfordern, müssen wir selbst mit gutem Beispiel vorangehen“, machte Krügel deutlich. Diese Ausführungen wurden von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern mit zustimmendem Beifall aufgenommen und unterstrichen die breite Zustimmung zu der dargestellten Argumentation. Darüber hinaus sprach der Stadtbürgermeister über weitere Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen sowie Projekte zur Stärkung der Stadtentwicklung und Aufenthaltsqualität. Besonders hob er das Vorhaben eines Vollsortimenters auf der Wipsch hervor: „Wir wollen in diesem Jahr Genehmigungsreife erreichen“, zeigte sich Krügel optimistisch. Ein zentraler Bestandteil des Abends war anschließend die Ehrung von Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Ehrung für Zivilcourage und herausragende Jugendarbeit im Vereinssport
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