Antrittsrede zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates der Stadt Bad Ems vom 20.08.2019

Oliver Krügel • 28. August 2019

Stadtspitze wurde durch drei Beigeordnete komplettiert

Antrittsrede des neuen Stadtbürgermeisters der Stadt Bad Ems,

Oliver Krügel,

zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 20.08.2019


- Es gilt das gesprochene Wort –

Sperrfrist: Redebeginn

Sehr verehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr geehrter Herr Bürgermeister der Verbandsgemeinde Uwe Bruchhäuser,

lieber Berny Abt,

liebe Mitglieder des Stadtrates,

liebe Jessica, liebe Familie,

werte Vertreter der Presse,


ich heiße Sie an dieser Stelle herzlich willkommen und bedanke mich für diesen tollen Zuschauerzuspruch. Für die Stadt ist dies ein besonderer Tag, denn ein Wechsel im Amt des Bürgermeisters und die Konstituierung eines neuen Stadtrates stellt auch immer eine Zäsur dar. Auch für mich persönlich ist dies ein besonderer Tag, der einen neuen Lebensabschnitt markiert.

1. Der Weg ins Amt

Der Weg in dieses verantwortungsvolle Amt begann, nach monatelanger Vorbereitungszeit, am 6. Februar dieses Jahres. Auf der Mitgliederversammlung der Bad Emser Christdemokraten wurde ich als Stadtbürgermeisterkandidat nominiert. In dem mehr als fünf Monate andauernden, intensiven Wahlkampf, durfte ich viele Gespräche mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern führen. Ob es an den Haustüren, an Infoständen, auf offener Straße, bei einer der zahlreichen Infoveranstaltungen oder meinen beiden Grillevents war. Viele Themen, die die Menschen hier beschäftigen, waren nicht neu. Die Betrachtungsweisen sind jedoch verschieden und diese ergeben ein Gesamtbild. Daher möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei den Wählerinnen und Wählern für diese Gespräche und ihre Stimmen bedanken. In beiden Wahlgängen die meisten Stimmen zu erhalten sowie das Ergebnis der Stichwahl mit 63% sind ein deutliches Votum und ein Vertrauensbeweis.


„Weil´s um die Wurst geht“, lautete der Slogan meiner letzten Veranstaltung mit Grill vor der Stichwahl am 16.06. Redensartlich um die Wurst geht es demnächst auch hier in Bad Ems und damit ist nicht die neue städtische Räumlichkeit in der ehemaligen Metzgerei Wirges gemeint. Doch dazu gleich mehr.

Rückblickend möchte ich nochmals meiner Mannschaft für die grandiose Unterstützung danken. Ebenso gilt ein besonderer Dank meiner Partnerin Jessica. Sie war nicht nur Stütze und zeigte Verständnis für eine meiner intensivsten aber auch interessantesten Lebensphasen, sondern unterstützte mich in meiner Mannschaft ganz aktiv. Auch danke ich meiner gesamten Familie für das entgegengebrachte Verständnis und deren Unterstützung. Ebenfalls erwähnen möchte ich meinen Arbeitgeber, die Firma Schyns Medizintechnik GmbH und deren Geschäftsführer Alphonse und Florian Schyns. Sie haben in den vergangenen Monaten viel Verständnis für mein kommunalpolitisches Engagement gezeigt und haben mir bereits zugesagt, dass ich beruflich kürzertreten darf, um auch während der geregelten Arbeitszeit diesem Amt nachgehen zu können. Dies ist nicht selbstverständlich!

2. Vorbereitung, Einarbeitung und Dank

Im Wahlkampf konnten Sie meine Aktivitäten über die sozialen Medien, das Internet oder die Presse verfolgen. Dem aufmerksamen Betrachter wird sich die Frage gestellt haben, was der Krügel die vergangenen zwei Monate so gemacht hat. Urlaub, wäre die erholsam klingende Antwort. Vorbereitung auf dieses wichtige Amt, ist die korrekte. Bis zum heutigen Tage durfte ich Gespräche mit den Führungskräften unserer städtischen Funktionsbereiche führen. Ob Bauhof, Jugendzentrum, Kindertagesstätten, Museum oder Stadtbücherei.

Ich danke Herrn Fuchs, Frau Bruchhäuser, Frau Seifert sowie Frau Lehmann und Herrn Dötsch. Zudem danke ich Herrn Dr. Sarholz, er hat mich über den aktuellen Stand der Welterbe-Bewerbung und die nächsten Erfordernisse informiert. Gemeinsam mit den beiden Damen aus dem Vorzimmer, Frau Fila-Bruchhäuser und Frau Müller-Kohler, habe ich mich über die künftige Zusammenarbeit sowie Arbeitsabläufe ausgetauscht. Der Umzug in das neue städtische Büro hat mich auch zeitweilen beschäftigt. Den beiden Damen danke ich für deren Engagement und Weitsicht.

Ein Termin beim Landrat Frank Puchtler und dem Kreisjugendamt, um die derzeitige Kitasituation zu erörtern, war ebenfalls dabei. Mit dem Geschäftsführer des Staatsbades Bad Ems, Herrn Wilhelmi, durfte ich mich ebenso austauschen. Die Wichtigkeit einer kooperativen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Staatsbad möchte ich herausstellen. Hier gilt es, Synergieeffekte zu nutzen, beispielsweise bei der Bewirtschaftung von Grünflächen und dem Einsatz von Mitarbeitern.

Nicht zu vergessen ist die Verwaltung, mit der es diese Amtsperiode vorzubereiten galt. Herzlich bedanken möchte ich mich hier insbesondere bei Herrn Lindner, Herrn Büroleiter Bonn und unserem künftigen Schriftführer Herrn Lempka sowie Herrn Bruchhäuser als Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadt Bad Ems, der Verbandsgemeinde- sowie der Kreisverwaltung.

Last-but-not-least darf ich mich auch bei meinem Vorgänger im Amt, Berny Abt, bedanken. Er hat mir in den vergangenen Wochen einen Einblick gewährt und eine Übergabe gewährleistet. In den vergangenen 10 Jahren hat er die Geschicke unserer Stadt gelenkt. Bei den vergangenen Wahlen hat er für die Bad Emser Sozialdemokraten das beste Direktwahlergebnis deren Geschichte erzielt. Dies verdient Anerkennung. Jeder Kommunalpolitiker hat seine eigene Art, Berny hat zweifelsohne polarisiert. Seine Verdienste hat er in seiner Abschlussrede selbst beschrieben. Dazu fallen mir aktuell einige neue Veranstaltungen wie die ADAC Mittelrhein Classic oder das Harley Davidson Treffen ein. Sie haben neue Besucher nach Bad Ems gezogen. Unter anderem für die Bewerbung zum Welterbe zeichnete er sich verantwortlich, die ich nun fortführen darf. Dir und deiner Familie wünsche ich alles Gute sowie viel Glück und Gesundheit auf dem weiteren Lebensweg!


3. Herausforderungen dieses Amtes

Die Herausforderungen dieses Amtes sind vielschichtig.

In Bad Ems zeichnet sich der Stadtbürgermeister derzeit für 63 Mitarbeiter verantwortlich, unterstützt von unseren Fachbereichsleitern. Stand 31.12.2018 hatten wir 9.681 Einwohner.

Als Bürgermeister sind sie im ständigen Dialog mit den Bürgern, der Wirtschaft, der Politik sowie der Verwaltung und nicht zuletzt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt. Dabei treffen Sie auf verschiedene Interessenslagen sowie unterschiedliche Charaktere. Sie müssen unter anderem vermitteln, moderieren, agieren sowie anpacken. Und Entscheidungen treffen. Genau dies hat mir auch in meiner beruflichen Laufbahn immer viel Freude bereitet.

Mich motiviert es ungemein, in den Dialog zu gehen. Menschen von einer Idee zu überzeugen. Und zu dieser zu stehen. Nicht um „Gedei und Verderb“, aber eben mit der notwendigen Entschlossenheit. Und die Herausforderungen für uns in Zukunft sind vielschichtig.

Meine Motivation liegt unter anderem darin, diese unterschiedlichen Interessenslagen zu einem ordentlichen Konsens zu bringen. Auch aus diesem Grund habe ich mich für dieses Amt beworben.

Als Bürgermeister trägt man sowohl politische als auch rechtliche Verantwortung für Entscheidungen, die unser direktes Lebensumfeld betreffen. Dieser, wie ich finde sehr spannende Aspekt, ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Kommunalpolitik.

Apropos Kommunalpolitik: Im künftigen Stadtrat sind neben dem sitzungsleitenden Stadtbürgermeister und den drei Beigeordneten ebenfalls weitere 24 Damen und Herren Stadträte vertreten. Hinter diesen Persönlichkeiten steht wiederum eine Vielzahl von Personen.

Sie haben eventuell ebenfalls für den Stadtrat kandidiert, engagieren sich künftig in Ausschüssen oder unterstützen die politische Basisarbeit in den Ortsverbänden politischer Gruppierungen. All´ diesen Personen möchte ich, neben den Mandatsträgern, für deren Engagement danken und den Ratsmitgliedern an dieser Stelle zu deren Wahl gratulieren. Mein Dank gilt der Kommunalpolitik in Bad Ems, hier sind wir meines Erachtens nach sehr gut aufgestellt!


4. Bad Ems begeistert – wir dürfen stolz sein

Kennen Sie dieses Gefühl? Sie waren einige Tage oder gar Wochen verreist, kommen in unsere Stadt und sehen das Ortsschild. Was geht ihnen dabei durch den Kopf?

Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, zurück in meine Heimatstadt zu kommen. Beim Durchfahren wird einem nach einigen Tagen Abwesenheit sehr deutlich, wie schön es hier eigentlich ist, im malerischen Lahntal. Bad Ems hat viele schöne Seiten, angefangen bei unserem Kurviertel.

Wir neigen glaube ich dazu, im Alltag den Blick für die schönen Dinge zu verlieren. Wir leben in einer Stadt, in der andere Menschen Urlaub machen. Dieses Bewusstmachen finde ich wichtig.

Der Kaiser ist tot! Diese Aussage hört man oft. Und sie ist sachlich zweifelsohne korrekt. Wir dürfen dennoch unsere ruhmreiche Vergangenheit als Weltbad nicht vergessen und müssen den Spagat zur Moderne herstellen. Die Kombination zwischen historischem Kaiserbad und touristische Wellnessadresse Nummer Eins in Rheinland-Pfalz fände ich persönlich ziemlich spannend. Das wäre eine, wie ich finde, gelungene Perspektive für Bad Ems.


5. Herausforderungen der Stadt Bad Ems – Themen und Ziele

Thematisch gilt es einige Herausforderungen anzupacken. Erlauben Sie mir daher einen Status Quo in Verbindung mit einem Ausblick, welche Ziele wir uns aus meiner Sicht setzen sollten.

Wir wollen gemeinsam die Anerkennung zum Welterbe erreichen und eines der „Great Spas of Europe“ werden. Die Chancen die sich dadurch bieten, können wir heute nicht in Zahlen beziffern, wir können es nur vermuten. Die Möglichkeiten, etwaige finanzielle Fördermöglichkeiten von Seiten des Landes- und/oder des Bundes zu erhalten, könnten sich verbessern. Aber: Diese Anerkennung bietet nicht nur Chancen, sondern schafft auch Verpflichtungen. Sie ist kein Tourismussiegel, sondern insbesondere mit einer Verantwortung für den Erhalt unserer historischen Bäderarchitektur im Kurviertel verbunden. Damit einher geht auch eine neue Gestaltungssatzung , die auch Werbeanlagen mit einbezieht. Sie muss, auch unter Berücksichtigung der Landesbauordnung, neu aufgesetzt werden und eine größtmögliche Rechtssicherheit schaffen. Diese ist bereits in Arbeit.

Sicherlich wäre auch ein weiteres Welterbe, neben dem Limes, förderlich für unseren Tourismus. Unser Umland bietet ein breites Angebot, von dem alle profitieren können. Dabei hat Bad Ems unzweifelhaft Magnetwirkung. Doch auch das Nassauer Land hat mit dem gemeinsamen Naturpark sowie Weinbergen und Freizeitmöglichkeiten etwas zu bieten. Gemeinsam "bespielen" wir die Kategorien Aktiv & Outdoor, Wein & Genuss, Wellness & Gesundheit sowie Kultur & Events. Auch die Nähe zu Koblenz bietet Chancen und von einem breiteren Angebot in der Region profitieren alle. So kann aus einem Kurztrip von wenigen Tagen ein längerer Aufenthalt werden. Wir müssen dabei eng mit der Tourismusorganisation zusammenarbeiten und die Vermarktung von Bad Ems als touristisches Ziel vorantreiben.

Das Thema fehlender Kitaplätze wird immer akuter. Musste ich im Wahlkampf noch über 84 fehlende Kitaplätze sprechen, wird die neue Kindertagesstättenbedarfsplanung einen wesentlich größeren Fehlbedarf ausweisen. Ich möchte hier ganz bewusst nicht der bedarfsermittelnden Behörde, dem Kreisjugendamt des Rhein-Lahn-Kreises, vorgreifen. Daher warten wir die offizielle Meldung ab, die neue Bedarfsplanung wird im September übermittelt werden. Für uns als Stadt heißt das ganz konkret: Wir müssen darauf drängen, den Zeitplan für den Bau der Kita auf dem ehemaligen Balzer-Gelände einzuhalten. Wir müssen aber auch weitere Alternativen in Betracht ziehen. Denn bereits in der Wahlkampfphase wussten wir, dass diese Kindertagesstätte die künftigen Bedarfe nicht gänzlichen decken wird. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Kreisjugendamt und dem Landrat Frank Puchtler bedanken, mit welchen ich, wie bereits eingangs meiner Rede erwähnt, ein Gespräch führen durfte. Die Idee der Kita Römergarten wird dort positiv bewertet. In ähnlicher Form wurde kürzlich eine Kitalösung in Diez umgesetzt. Ein leerstehendes Objekt für städtische Zwecke zu nutzen kann von Vorteil sein, beispielweise auch aus Kosten- und Finanzierungsaspekten.

Der Gesundheitsstandort Bad Ems hat zweierlei Bedeutung für uns. Zum einen stellt er die medizinische Versorgung der Menschen sicher, die hier in Bad Ems und im Umland zuhause sind. Weiter ist er ein wichtiger Arbeitgeber. Die politischen Kräfte in Bad Ems haben sich bereits im Wahlkampf einhellig für den Erhalt in der heutigen Form ausgesprochen.

Die Kliniken Hufeland, als pneumologische Akut- und Rehaklinik sowie die Akutklinik des Paracelsus-Konzerns sind wichtige Angebote. Dabei stehen insbesondere der Erhalt der medizinischen Fachrichtungen, die auf der Bismarkhöhe angeboten werden, im Vordergrund. Sicherlich haben wir nur begrenzten Einfluss auf die Entscheidungsträger. Hier benötigen wir weiter die Unterstützung von Seiten der Landespolitik.

Man kann es gut finden oder nicht: In unserer heutigen Gesellschaft stehen medizinische Einrichtungen im wirtschaftlichen Wettbewerb. Diese müssen sich zukunfts- und konkurrenzfähig aufstellen, um überlebensfähig zu sein. Einzig auf die kommunalen Rahmenbedingungen können wir direkten Einfluss nehmen. Auch hier spielt, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels, der Standort eine wichtige Rolle. Denn ein attraktiver Wohnstandort „lockt“ potenzielle Fachkräfte. Die fachärztliche Versorgung bietet in den Disziplinen Augen- sowie Kinderheilkunde, Dermatologie (Haut), Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde, Nephrologie (Nieren), Psychologie und Zahnheilkunde ein breites fachärztliches Angebot. Auch hier gilt es, fachärztlichen Nachwuchs für Bad Ems zu begeistern, um Nachfolger von verdienten Medizinern zu gewinnen. Doch auch dazu gehört ein attraktiver Wohnstandort.

Bad Ems verfügt über mehrere Kur- und Rehakliniken . Die Verknüpfung mit Wellness und Tourismus liegt auf der Hand. Auch das medizinische Angebot stärkt das Kur- und Rehaangebot. Alles bedingt einander! Wir müssen dies aktiver bewerben im Zusammenhang mit dem Tourismus.

7 von 10 niedergelassenen Allgemeinmedizin ern sind über 60 Jahre alt. Wir können uns glücklich schätzen, dass diese Persönlichkeiten noch zur Verfügung stehen. Sollten diese demnächst in den wohl verdienten Ruhestand gehen, könnte dies zu Lasten der Kapazitäten für die hausärztliche Versorgung in Bad Ems gehen. Die Folge: Entweder man muss einen Hausarzt außerhalb von Bad Ems aufsuchen oder man muss längere Wartezeiten für Termine in Kauf nehmen. Dies ist nicht hinnehmbar! Die Kommunalpolitik kann hier sicherlich insgesamt weiter für einen starken Gesundheitsstandort kämpfen, so wie wir es auch in der Vergangenheit bereits getan haben.

Wohnstandort stärken und Perspektive bieten

Attraktiver Wohnraum sowie neue Bauplätze sind nicht nur ein Thema für junge Familien. Diese Frage beschäftigt auch Menschen im dritten Lebensabschnitt. Wir sollten Menschen für die Stadt gewinnen oder sie hier halten und nicht aufgrund der mangelnden Wohnraumsituation zu einem Umzug zwingen. Zwar wurde in den letzten Jahren bereits einiges an teils denkmalgeschützter Bausubstanz in Bad Ems saniert und renoviert, Wohnbaumaßnahmen wurden vorbereitet und man kann sie allmählich sehen. Doch auch dies reicht für die stetig wachsende Nachfrage nicht aus. Daher müssen wir uns intensiv für das Thema Wohnstandort einsetzen. Dabei sollten wir uns nicht nur auf Freiflächen konzentrieren, die im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen sind. Auch interessant sind jene, die bereits in bestehenden Bebauungsplangebieten liegen oder an solche direkt angrenzen.

Wirtschaft, Industrie und Handel schaffen Arbeitsplätze und Gewerbesteueraufkommen

Bad Ems ist kein typischer Industriestandort, unter anderem aufgrund der malerischen, aber beengten Tallage. Dennoch haben sich beispielsweise Unternehmen der Verpackungsindustrie, der Medizintechnik oder der Pharmaindustrie hier angesiedelt. Die medizintechnische Branche ist unter anderem historisch bedingt. Carl Heyer hat die Heiminhalation 1883 von Bad Ems in die Welt hinausgetragen. Und noch heute sind medizintechnische Produkte aus Bad Ems ein Kassenschlager. Ich wage zu behaupten, dass Bad Ems das Medical-Valley Rheinland-Pfalz, wenn nicht sogar Deutschlands ist und dies soll auch so bleiben.

Der Einzelhandel steht in Konkurrenz zu den umliegenden Städten wie Koblenz und nicht zuletzt dem Internet. Dennoch glaube ich, dass ein Einzelhandel mit Alleinstellungsmerkmalen und Beratungsfunktion erfolgreich sein kann.

Eine gute Zusammenarbeit und ein stetiger Austausch mit unserer Wirtschaft insgesamt, ist mir ein wichtiges Anliegen.

Sauberkeit und Ordnung sind Dauerbrenner-Themen

In Punkto öffentlicher Ordnung haben wir Nachholbedarf, insbesondere wenn es um den ruhenden Verkehr geht. Auch wenn dies Sache der Verbandsgemeinde ist, möchte ich diesbezüglich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Verwaltung nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Der städtische Bauhof ist eine äußerst wichtige Abteilung. Die Herren leisten einen engagierten und sehr guten Dienst für unsere Heimatstadt. Ihnen gilt mein Dank verbunden mit einer Vorfreude auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Neben einer externen Organisationsuntersuchung, die bereits im Gange ist, haben wir dringenden Nachholbedarf in Punkto Fahrzeugbeschaffungen. Hier möchte ich den Bauhof unterstützen, damit die Qualität der Arbeit konstant bleibt.

Vereine und Ehrenamt

Wir sind in Bad Ems mit vielen Vereine n und einem lebendigen Ehrenamt gut aufgestellt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Brauchtumspflege, der Erinnerung an unsere Geschichte, der Gesunderhaltung, dem Katastrophenschutz oder der Förderung dieses, der Ausübung von Sportarten, der Jungendarbeit, dem gemeinsamen Musizieren und vielem mehr. Sie sind fest in unserer Gesellschaft verankert. Wir können uns glücklich schätzen, eine so gesunde Vereinsstruktur zu haben. Diesem Personenkreis gilt dafür mein herzlicher Dank. Für unsere Vereine bin ich immer ansprechbar und wir werden sie von Seiten der Stadt weiterhin nach Kräften unterstützen!

ÖPNV

Wir haben in Bad Ems ein gutes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr . Derzeit gibt es 10 Bus-Linien in Bad Ems, davon werden 8 durch die DB Regio Bus Rhein-Mosel, eine durch Modigell & Scherer und eine weitere durch RMV bedient. Dazu kommt der Schienenverkehr auf der Lahntalstrecke. Die Möglichkeit das Jobticket zu nutzen, sollte den Arbeitnehmern in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern besser publiziert werden. Insbesondere die schwierige Parkplatzsituation in Bad Ems könnte so ebenfalls Entlastung erfahren. Wir können die Bushaltestellen qualitativ verbessern. Dazu gehört eine Überdachung der Wartezonen, wo dies auch baulich möglich ist. Ebenso ist die Barrierefreiheit sicherzustellen. Nach dem Halt Schifflerweg findet bis zur kath. Kirche kein weiterer Halt statt. Danach fährt der Bus eine Schleife und hält in der Römerstraße gegenüber vom Café Kesseler. Ein weiterer Halt im Zentrum in der Nähe der Wipsch wäre vorteilhaft, bevor der Bus die kath. Kirche anfährt. Dies spart den Fahrgästen Zeit und gestaltet die Nutzung des ÖPNV noch attraktiver. Schlussendlich bietet der Busverkehr in Bad Ems die große Chance, die Parkplatzsituation zu entspannen . Eine meiner Ideen war es, Parkflächen, die außerhalb der Stadt sind, an eine Buslinie anzubinden. Mit einer Art "Park-and-Ride" könnte so die Parkplatzsituation in der innerstädtischen Lage, neben der Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten , entspannt werden. Ein Beispiel wäre der Parkplatz vor dem Ortseingang in der Braubacher Straße.

Radverkehr

Das Radwegekonzept in Bad Ems gehört auf den Prüfstand. Es muss dringend überarbeitet und an die neuerlichen Gegebenheiten anpasst werden. In Zeiten von Parkraumknappheit und ökologischer Debatten verdient diese Art der Fortbewegung eine entsprechende Anerkennung sowie Förderung.

Wald und Forst

Das Waldsterben wird auch die kommunalen Gremien beschäftigen! Der Borkenkäfer und die klimatischen Bedingungen in den letzten beiden Jahren werden ihren Tribut zollen. Dabei ist der Wald nicht nur ein Erholungs-, sondern auch Wirtschaftsfaktor. Die Holzernte liegt weit unter den Erwartungen. Ich möchte eng mit unserem Revierförster Rainer Jäger zusammenarbeiten, notwendige Maßnahmen erörtern und gemeinsam mit dem Stadtrat voranbringen.

Finanzhaushalt

Über unseren Haushalt alleine könnte ich eine längere Rede halten - die Haushaltssituation ist angespannt . Die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung fand bereits deutliche Worte und stellte eindeutige Forderungen wie beispielsweise eine konsequente Haushaltskonsolidierung. Unsere Verbindlichkeiten sind auf einem hohen Stand: Die Investitionskredite betragen 5,7 Millionen Euro und die Liquiditätskredite 9,5 Millionen Euro. Somit insgesamt 15,2 Millionen Euro zum Ende des Haushaltsjahres 2019. Weiche Faktoren sind nicht mit inbegriffen, wie beispielsweise geplante Maßnahmen im Haushaltsjahr 2019 mit knapp 8 Millionen Euro. Darunterfallen unter anderem Positionen wie der neue Kindergarten auf dem Balzergelände (3,4), Fahrzeugbeschaffungen für den Bauhof (0,02), die Neugestaltung im Bereich des Güterbahnhofs (0,126), der Ankauf der Vier-Türme (2,667) und der Umbau des Alten Rathauses (1,455). Einschränkend zu den weichen Faktoren muss gesagt werden, dass es sich um ein Planwerk handelt. Der Stadtrat wird darüber befinden, ob und in welchem Rahmen wir Projekte umsetzen werden. Große Sprünge sind aus eigener Kraft nicht zu machen, es sei denn, wir können Fördermittel für bestimmte Projekte in Anspruch nehmen. Ich möchte mir in den kommenden Monaten einen genauen Überblick verschaffen, ob und wie wir die Situation verbessern können. Es geht hier um unsere Stadt und unser aller Geld. Dabei ist unbedingt zu beachten, die Stadt für die Einwohner, ansässiges sowie potenzielles Gewerbe und unsere Gäste attraktiv zu halten.


6. Zusammenfassung und Schlussworte

Zusammenfassend reichen die vorgenannten Aufgaben für mehr als fünf Jahre ! Und dabei ist diese Aufzählung nicht abschließend . Auch verändern sich Gegebenheiten, die Zielkorrekturen erfordern. Dennoch erfolgt die Weichenstellung in den kommenden Jahren und daher müssen wir diese Themen gemeinsam mit dem Stadtrat in konstruktiver Weise anpacken! Denn schlussendlich wollen wir ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleiben und die Attraktivität bestenfalls steigern.

Mir ist außerdem wichtig zu betonen: So, wie ich auch in meinem Wahlkampf immer ein offenes Ohr für Ihre Fragen und Bedürfnisse hatte, so werde ich dies auch in Zukunft haben! Dieses Versprechen kann ich Ihnen heute geben!

Eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtrat ist mir sehr wichtig. Partei- oder Fraktionstaktiken haben dort aus meiner Sicht keinen Platz. Ein wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit ist eine effiziente Ausschuss- und Ratsarbeit. Während die Fachausschüsse sich durch ihren Beratungscharakter für den Stadtrat auszeichnen, ist der Rat das Beschluss- und Kontrollorgan. Zudem möchte ich einen regelmäßigen Ältestenrat und Beigeordnetengespräche einführen. Sie sind bereits für den Rest des Jahres 2019 terminiert.

Diskussionen und Debatten sind zielgerichtet, ergebnisorientiert und fair zu führen, zum Wohle unserer Stadt. Grundlage unseres Handels muss die Gemeindeordnung und unsere Hauptsatzung sowie Geschäftsordnung sein. Und schlussendlich auch der gesunde Menschenverstand. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit diesen Persönlichkeiten eine gute Politik für die Stadt machen können. Mit jungen sowie erfahrenen Mandatsträgern im Stadtrat haben wir, wie ich finde, eine gelungene Mischung. Dieser wird authentisch sowie aus eigener Erfahrung, ein Sprachrohr unserer Bürgerschaft zu sein.


Abschließend möchte ich diese Rede meinem Großvater Johann widmen, der am 12. Juli dieses Jahres im dankbaren Alter von 92 Jahren verstorben ist. Er war mir ein wichtiger Mensch und wertvoller Gesprächspartner. Und er war ein politischer Mensch, wie ich einer bin. Die Zeit mit ihm werde ich niemals vergessen.


Ihnen wünsche ich nur das Beste, aber vor allem Gesundheit!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!


von Stadt Bad Ems 26. Januar 2026
Foto: Kerstin Fuchs, Stadt Bad Ems. Bildunterzeile: Arbeitnehmervertreterin Barbara Böhnisch (rechts) und Stv. Bauhofleiter Max Fischer sowie Stadtbürgermeister Oliver Krügel (links), gratulieren dem Jubilar Rolf Daniel (2. v. links) herzlich zum Dienstjubiläum. Am 25. Dezember 2025 feierte Bauhofleiter Rolf Daniel sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Bauhof der Bad Ems. Die offizielle Ehrung des Dienstjubiläums fand urlaubsbedingt Anfang Januar 2026 statt. Der am 25. April 1963 geborene Jubilar absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Zimmerer und war anschließend mehrere Jahre als Geselle tätig. Seit März 2002 ist Rolf Daniel Teil des Bauhof-Teams der Stadt Bad Ems. Erste Führungsverantwortung übernahm er am 1. September 2020 als stellvertretender Bauhofleiter. Seit dem 1. Oktober 2022 steht er dem Bauhof der Stadt Bad Ems als Leiter vor. In seiner Zeit beim Bauhof der Stadt Bad Ems hat Rolf Daniel zahlreiche Projekte begleitet und maßgeblich vorangetrieben. Dazu zählen unter anderem der Umbau der Römerstraße, die Durchführung des Bartholomäusmarktes in vielen Auflagen, zwei Rheinland-Pfalz-Tage sowie der Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Emser Abendmarktes. Stadtbürgermeister Oliver Krügel würdigt Rolf Daniel als echten „Anpacker“ und hebt insbesondere seine hohe Verlässlichkeit sowie seine praxisnahe Herangehensweise hervor. Die Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Bauhof-Team sei stets offen, konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen. Zugleich weist der Stadtbürgermeister darauf hin, dass die gemeinsame Zeit in dieser Konstellation absehbar zu Ende geht: Rolf Daniel wird sich im Laufe des ersten Halbjahres 2026 in den Ruhestand verabschieden. „Mit dem bevorstehenden Ruhestand von Rolf Daniel steht der städtische Bauhof – wie viele andere Bereiche auch – vor einem personellen Umbruch“, so Krügel. „In den kommenden Jahren werden uns mehrere sehr erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ausgewiesene Leistungsträger verlassen. Das ist ein Einschnitt, aber auch eine Aufgabe, der wir uns frühzeitig, strukturiert und mit großem Respekt vor der Lebensleistung dieser Kolleginnen und Kollegen stellen.“ Die Stadt Bad Ems gratuliert Rolf Daniel herzlich zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum und bedankt sich bereits heute für seinen langjährigen, engagierten Einsatz für die Stadt. Anlässlich des Jubiläums bedankt sich Rolf Daniel seinerseits bei seinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und das Vertrauen in den vergangenen Jahren.
von Stadt Bad Ems 19. Januar 2026
Mit einem feierlichen Neujahrsempfang im Marmorsaal ist die Stadt Bad Ems am vergangenen Freitag gemeinsam mit deutlich über 200 Gästen aus Politik, Ehrenamt, Vereinen, Wirtschaft und Bürgerschaft in das neue Jahr gestartet. Unter den Gästen waren unter anderem der Europaabgeordnete Ralf Seekatz, der rheinland-pfälzische Landtagsvizepräsident Matthias Lammert, MdL, der Landtagsabgeordnete und Nassauer Stadtbürgermeister Manuel Liguori, der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Lennart Siefert, Uwe Bruchhäuser als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sowie Achim Deusner, Geschäftsführer des Staatsbades Bad Ems. Daneben nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Rat, Verwaltung, Institutionen sowie aus dem vielfältigen Vereins- und Ehrenamtsleben der Stadt teil. Der Abend war geprägt von Anerkennung für herausragendes Engagement, von nachdenklichen wie ermutigenden Worten zur aktuellen Lage – und von spürbarer Zuversicht für die kommenden Monate. Er begann mit einem Besuch der Sternensingergruppe in Begleitung von Regine Canz und dem Segen für alle Gäste. In seiner anschließenden Neujahrsrede betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel, dass es gerade in herausfordernden Zeiten Zutrauen in die eigenen Stärken, Vertrauen in demokratische Prozesse und den Mut brauche, Dinge aktiv anzugehen. Bad Ems sei eine Stadt mit großem Potenzial, getragen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Ehrenamtlichen. „Wir dürfen uns nicht kleinreden. Wir können etwas – als Stadt, als Gesellschaft und als Kommune“, so Krügel. Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr gab der Stadtbürgermeister auch einen konkreten Ausblick auf 2026 und benannte zentrale Vorhaben für Bad Ems. Er verwies auf die kürzlich eröffnete neue Kita Römergarten, für die am 21. Februar ein Tag der offenen Tür geplant ist, sowie auf die weiteren Schritte rund um das Alte Rathaus, das er als „besonders dickes Brett“ bezeichnete. Krügel erläuterte die Beweggründe des Stadtrats für eine umfassende Sanierung: Während eine reine Dachsanierung bereits Kosten von deutlich über zwei Millionen Euro verursachen würde – ohne gesicherten Fördermittelanteil und ohne zusätzlichen Nutzen für die Stadtgesellschaft –, ermögliche eine Gesamtsanierung mit einer ersten Kostenschätzung von rund 13 Millionen Euro bei einem städtischen Eigenanteil von etwa 15 Prozent, also ebenfalls rund zwei Millionen Euro, den vollständigen Erhalt und eine neue Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes. Für einen vergleichbaren Eigenanteil entstehe damit nicht nur ein neues Dach, sondern ein funktional und baulich vollständig saniertes Gebäude in der Kernzone des UNESCO-Welterbes, das den Bürgerinnen und Bürgern über Generationen hinweg zugutekomme. „Wenn wir von privaten Eigentümern Verantwortung einfordern, müssen wir selbst mit gutem Beispiel vorangehen“, machte Krügel deutlich. Diese Ausführungen wurden von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern mit zustimmendem Beifall aufgenommen und unterstrichen die breite Zustimmung zu der dargestellten Argumentation. Darüber hinaus sprach der Stadtbürgermeister über weitere Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen sowie Projekte zur Stärkung der Stadtentwicklung und Aufenthaltsqualität. Besonders hob er das Vorhaben eines Vollsortimenters auf der Wipsch hervor: „Wir wollen in diesem Jahr Genehmigungsreife erreichen“, zeigte sich Krügel optimistisch. Ein zentraler Bestandteil des Abends war anschließend die Ehrung von Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Ehrung für Zivilcourage und herausragende Jugendarbeit im Vereinssport
von Stadt Bad Ems 5. Januar 2026
Foto / Bauhof Bad Ems: Stv. Bauhofleiter Max Fischer (v.l.), Bauhofleiter Rolf Daniel und Stadtbürgermeister Oliver Krügel (rechts im Bild) verabschieden Werner Breuer (3 v.l.) und Frank Lanio mit einem Präsentkorb als Anerkennung für die langjährige Treue Zum Jahreswechsel wurden mit Werner Breuer und Frank Lanio zwei langjährige und hochgeschätzte Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Frank Lanio, der seit dem 1. Januar 2009 im Bauhof tätig war, verantwortete insbesondere Elektroarbeiten, die Stadtreinigung sowie die Instandhaltung der städtischen Ausstattung. Werner Breuer, der dem Bauhof bereits seit dem 18. März 1985 angehörte, war vor allem für Verkehrssicherung, Beschilderung und Straßenreparaturen zuständig. Mit ihrem Ausscheiden endet nicht nur eine berufliche Wegstrecke, sondern es geht zugleich ein bedeutendes Stück Erfahrung, Fachwissen sowie gelebter Bauhofpraxis verloren. Beide galten über viele Jahre hinweg als echte Leistungsträger. Ihr Wissen, das sich aus Fachkenntnis, Erfahrung und zahlreichen besonderen Situationen des Arbeitslebens speiste, lässt sich nicht vollständig weitergeben. Vieles davon entsteht nur durch langjährige Praxis – durch Erlebtes, durch bewältigte Herausforderungen und durch das Wissen, wie man in wiederkehrenden oder auch außergewöhnlichen Fällen richtig reagiert. Diese Lücke wird die Mannschaft nun gemeinsam schließen müssen, insbesondere mit Blick auf die jüngeren Nachfolgerinnen und Nachfolger. Neben der fachlichen Seite wiegt jedoch auch der menschliche Abschied schwer. Mit Werner Breuer und Frank Lanio verlassen nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde das Team. Der Abschied erfolgt daher durchaus mit einem weinenden Auge. Gleichzeitig überwiegt die Freude darüber, dass beide bei bester Gesundheit in einen neuen Lebensabschnitt starten können – etwas, das keineswegs selbstverständlich ist. „Wir verlieren zwei Persönlichkeiten, die unsere Arbeit über viele Jahre geprägt haben – fachlich wie menschlich“, betonte Stadtbürgermeister Oliver Krügel im Rahmen der Verabschiedung und führte weiter aus: „Gleichzeitig dürfen wir dankbar sein, dass beide nun gesund und mit vielen Möglichkeiten vor sich in diese neue Phase starten.“ Auch Bauhofleiter Rolf Daniel richtete im Namen der gesamten Mannschaft Worte des Dankes an die beiden Ruheständler. „Werner Breuer und Frank Lanio waren über viele Jahre feste Größen in unserem Bauhof. Auf ihre Erfahrung, ihre Verlässlichkeit und ihre Kollegialität war jederzeit Verlass“, so Daniel. Beide hätten den Bauhof nicht nur fachlich geprägt, sondern auch menschlich das Miteinander entscheidend mitgestaltet. Dass der Ruhestand für Werner Breuer und Frank Lanio eher ein „Unruhestand“ werden dürfte, daran zweifelt niemand, der beide kennt. Zu aktiv, zu interessiert und zu engagiert sind ihre Persönlichkeiten, um sich dauerhaft zurückzulehnen. Zum Abschluss betonte Oliver Krügel, dass mit dem Eintritt in den Ruhestand zwar ein Kapitel ende, die Verbundenheit jedoch bleibe: Mit großem Dank, Respekt und den besten Wünschen für Gesundheit, Zufriedenheit und neue Aufgaben verabschiedet sich die Stadt von zwei geschätzten Kollegen – verbunden mit der Hoffnung, dass der Kontakt auch über den aktiven Dienst hinaus erhalten bleibt. Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 05.01.2026
von Oliver Krügel 2. Januar 2026
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Euch von Herzen ein gutes, gesundes und zuversichtliches neues Jahr. Möge 2026 viele schöne Momente, persönliche Erfolge und vor allem Zuversicht für das bringen, was vor uns liegt. Gerade in bewegten Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und ein offenes Miteinander sind. Ich wünsche mir, dass wir auch im neuen Jahr dort, wo Herausforderungen entstehen, miteinander im Gespräch bleiben – ehrlich, lösungsorientiert und mit dem gemeinsamen Blick auf das Wohl unserer Städte und unserer Gemeinden in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Auch im neuen Jahr stehen wichtige Aufgaben und Entscheidungen vor uns. Gemeinsam wollen wir weiterentwickeln, Bewährtes bewahren und Neues mutig anpacken – immer mit dem Ziel, unsere Heimat lebenswert, menschlich und zukunftsfähig zu gestalten. Ich danke Ihnen allen für das Vertrauen, das Engagement und das gute Miteinander im vergangenen Jahr. Lassen Sie uns diesen Weg auch 2026 gemeinsam weitergehen. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Glück, Zuversicht und viele gute Begegnungen. Herzliche Grüße Oliver Krügel Stadtbürgermeister Bad Ems Fraktionsvorsitzender der CDU Bad Ems-Nassau
von Oliver Krügel 19. Dezember 2025
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Weihnachtszeit lädt dazu ein, innezuhalten, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Dankbarkeit für das gemeinsam Erreichte auszudrücken. Das Jahr 2025 war für Bad Ems ein Jahr wichtiger Weichenstellungen, sichtbarer Fortschritte und intensiver gemeinschaftlicher Anstrengungen. Viele Projekte konnten weiterentwickelt, neue Initiativen angestoßen und unsere Stadt in ihrer Rolle als Wohn-, Wirtschafts- und Welterbestandort gestärkt werden. Ein besonders sichtbares Beispiel hierfür ist der Emser Abendmarkt , den wir erfolgreich in sein zweites Jahr geführt haben. Die Veranstaltungsreihe wurde auf sieben Termine ausgeweitet und wuchs von ursprünglich 14 auf inzwischen 52 Stände. Damit hat sich der Abendmarkt als feste Größe etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt. Im Mai durfte ich aus Marienbad mit einem besonderen Vertrauensbeweis zurückkehren: Meine Wahl zum Vorsitzenden der Great Spa Towns of Europe ist eine große Ehre und zugleich eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie stärkt Bad Ems innerhalb des UNESCO-Welterbes und unterstreicht unsere internationale Vernetzung. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir im Oktober erstmals die Generalversammlung der Great Spa Towns of Europe in Bad Ems ausrichten konnten und uns dabei von unserer besten Seite präsentiert haben. Im Zusammenhang mit unserem UNESCO-Welterbe konnten wir zudem weitere wichtige Fortschritte erzielen. Bereits im Frühjahr haben wir uns erfolgreich um eine LEADER-Förderung beworben, um das Projekt „Welterbe sichtbar machen“ auf den Weg zu bringen. Im Herbst folgte der positive Förderbescheid. Derzeit laufen die Planungen, damit ab dem Jahr 2026 sowohl Gäste als auch Bürgerinnen und Bürger das Welterbe in Bad Ems noch stärker wahrnehmen und erleben können – durch konkrete, sichtbare Elemente im öffentlichen Raum und innerhalb der Welterbezone. Darüber hinaus ermöglicht die Förderung die planerische Vorbereitung für die Schaffung eines Welterbezentrums , mit dem die Vermittlungsarbeit auf ein neues Niveau gehoben werden soll. In diesen Kontext fügt sich auch der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit ein. Mit Franzensbad , unserem Welterbe-Partner aus Tschechien, treiben wir die Initiierung einer Städtepartnerschaft voran. Die Vertragsunterzeichnung steht kurz bevor, sodass wir im Jahr 2026 offiziell mit dem Austauschprogramm starten können. Auch bei zentralen Stadtentwicklungsprojekten sind wir weiter vorangekommen. Für das Projekt REWE am Wipsch konnten wir mitteilen, dass der Vorhabenträger kurz vor dem Abschluss der Bauantragsplanung steht. Zudem hat der Vorhabenträger weitere Immobilien an der Wipsch erworben. Dies lässt darauf schließen, dass dieses Projekt mit großer Ernsthaftigkeit betrieben wird. Damit sind wir auf einem guten Weg und zeigen, dass Bad Ems bei wichtigen Zukunftsfragen handlungsfähig bleibt. Ein weiterer wichtiger Impuls für unsere lokale Wirtschaft ist die Einführung des Bad Emser Stadtgutscheins . Dieses unkomplizierte und für die teilnehmenden Betriebe kostenfreie System stärkt gezielt den Einzelhandel und die Dienstleister vor Ort und wird bereits gut angenommen. Ergänzend dazu arbeiten wir an weiteren Angeboten zur Stärkung der Nahversorgung . Für den Stadtteil Spieß befinden wir uns mit einem renommierten Anbieter in finalen Gesprächen, der unter dem Konzept „Herr Anton“ hochwertige, überwiegend regionale Produkte in automatisierter Form anbietet und das Versorgungsangebot sinnvoll ergänzen soll. Einen bedeutenden Schritt konnten wir zudem bei der Weiterentwicklung des Parkhauses Grabenstraße gehen. Wir stehen kurz vor der finalen Vertragserstellung zur Veräußerung. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für eine Modernisierung und Attraktivierung – mit einer besseren Nutzbarkeit für Besucherinnen und Besucher ebenso wie für Anwohnerinnen und Anwohner. Mit dem Vertragsabschluss für den Bestattungswald im Kaiserwald haben wir darüber hinaus Vorsorge für die kommenden Jahrzehnte getroffen und einen würdevollen Ort der Waldbestattung dauerhaft gesichert. Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen Geschäftseröffnungen in unserer Stadt. Stellvertretend sei der Römer-Kiosk genannt, dessen Betreiber mit großem Engagement den Post- und Paketservice in Bad Ems aufrechterhält. Gerade in Zeiten, in denen es für den Einzelhandel immer schwieriger wird, braucht es Mut, Durchhaltevermögen und kluge Konzepte. Dafür gilt mein ausdrücklicher Dank – ebenso wie allen, die das Angebot in unserer Stadt sichern. Darüber hinaus haben wir uns aktiv am regionalen Zukunftsprogramm beteiligt. Von den insgesamt 4,592 Millionen Euro an Fördermitteln für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau entfallen rund 379.000 Euro auf unsere Stadt Bad Ems . Damit werden in den kommenden Jahren sichtbare Verbesserungen umgesetzt, darunter die Aufwertung städtischer Spielplätze , Investitionen in Kindertagesstätten , gesicherte Fahrradstellplätze , Ladeinfrastruktur und Reparatursäulen für Fahrräder, die Attraktivierung des Skateparks sowie Mittel für das Projekt „Kultur trifft Kaffee“ , mit dem wir die Reaktivierung des leerstehenden Café Maxheimer unterstützen möchten. Auch im Bereich des städtischen Bauhofs konnten wir Verbesserungen auf den Weg bringen. So wurde die Auftragsvergabe für verschiedene Investitionsgüter beschlossen, unter anderem die Anschaffung eines neuen Mähcontainers, um Arbeitsabläufe effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Weniger erfreulich war hingegen, dass wir erneut in das Minispielfeld investieren mussten, nachdem es durch Vandalismus beschädigt worden war. Solche Vorfälle sind besonders bedauerlich, da hier Gemeineigentum betroffen ist, in das viel Geld und Engagement geflossen ist. Öffentliche Einrichtungen sind für alle da – ihr Schutz sollte uns allen ein Anliegen sein. Im September hat der Stadtrat zudem einstimmig beschlossen, sich der überparteilichen kommunalen Initiative „Jetzt reden wir“ anzuschließen. Hintergrund sind die seit Jahren zunehmenden Belastungen der Kommunen: eine unzureichende Finanzausstattung, überbordende Bürokratie, einschränkende Planungshoheit und ein zunehmend überlastetes Ehrenamt . Gemeinsam mit vielen anderen Städten und Gemeinden fordern wir eine stärkere finanzielle Eigenständigkeit, mehr Planungs- und Handlungshoheit, einen konsequenten Bürokratieabbau sowie eine nachhaltige Stärkung des Ehrenamtes . Abschließend lässt sich festhalten, dass der Stadtrat im Jahr 2025 zahlreiche Vorhaben – auch von privaten Investoren– konstruktiv begleitet und weiterentwickelt hat. Dies stets mit einem kritischen Blick, aber auch mit Weitblick für die Zukunft unserer Stadt. In diesem Zusammenhang ist ein besonderer Meilenstein zu nennen: Bad Ems hat die Marke von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten . Diese Entwicklung ist Ergebnis der Wohnbauprojekte der vergangenen Jahre. Entstanden sind dabei vor allem hochwertige Eigentumswohnungen , die neue Zielgruppen ansprechen. Entgegen mancher vereinfachender Darstellungen handelt es sich hierbei überwiegend um Wohnraum für Menschen, die sich diesen leisten können. Zugleich bleibt es selbstverständlich Aufgabe der Stadt, auch die Schwächeren und Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft im Blick zu behalten. Beides gehört zu einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung. Ein weiterer sehr erfreulicher Meilenstein ist die Fertigstellung der Kita Römergarten. Die Eröffnung ist für den 5. Januar vorgesehen. Damit sichern wir auch für die Zukunft ausreichend Kita-Plätze in unserer Stadt – ein wichtiger Schritt, der lange Zeit keine Selbstverständlichkeit war und auf den wir gemeinsam stolz sein können. Mein besonderer Dank gilt Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Ebenso danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und Verbandsgemeinde, den Werken sowie allen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz Bad Ems lebens- und liebenswert machen. Gerade das Ehrenamt - ob in unseren Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Vereinen oder Initiativen - ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es steht für Verantwortung, Solidarität und gelebte Gemeinschaft und leistet einen unschätzbaren Beitrag für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Zuversicht und alles Gute für das kommende Jahr. Ihr Oliver Krügel Stadtbürgermeister
von Stadt Bad Ems 12. Dezember 2025
R üdiger von Stengel (v.l.) und Stadtbürgermeister Oliver Krügel beim jüngsten Termin im Besprechungsraum des Stadtbüros - (Foto: Stadt Bad Ems, Kerstin Fuchs) In Bad Ems wurde in den vergangenen Monaten viel über die Zukunft des Rewe-Petz-Standortes und die Entwicklung des Wipsch-Areals spekuliert. Da in der Stadt und der Region immer wieder unzutreffende Gerüchte kursieren, stellt Stadtbürgermeister Oliver Krügel nun den aktuellen Stand klar – faktenbasiert und transparent. „Gerüchte gehören in einer lebendigen Stadt wohl dazu. Aber wenn aus Mutmaßungen falsche Meldungen werden, dann ist es mir wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern ein realistisches Bild zu geben“, betont Krügel. Hierzu traf er sich jüngst mit dem Vorhabenträger, Herrn Rüdiger von Stengel, um den aktuellen Stand sowie die weiteren Schritte im Detail zu besprechen. „Das Projekt lebt, es wird aktiv und mit großem Engagement vorangetrieben.“ Der Vorhabenträger Rüdiger von Stengel arbeitet seit mehreren Monaten intensiv an der Bauantragsplanung. Die Komplexität des Vorhabens ergibt sich insbesondere daraus, dass sowohl die bestehende Tiefgarage als auch der Marktplatz teilweise überbaut werden sollen. „Hier reden wir über ein statisch äußerst anspruchsvolles Projekt. Auf die Tiefgarage und den Marktplatz zu bauen bedeutet, dass die Fachingenieure derzeit sehr präzise berechnen müssen, welche Tragfähigkeiten vorliegen und wie die neuen Gebäude darauf sicher errichtet werden können“, erklärt Krügel. Auch im Bestandsgebäude stehen umfangreiche Umbauten an – in enger Abstimmung mit Rewe Petz, deren Anforderungen an den künftigen Ladenbau zwingend zu berücksichtigen sind. Parallel laufen Gespräche mit potenziellen Mietern für die künftig freiwerdenden Flächen im Untergeschoss, darunter namhafte Non-Food-Anbieter und ein Fitnessstudio. Mehrere Fachingenieurbüros arbeiten derweil gleichzeitig an der finalen Ausarbeitung. Erste Gespräche mit der Bauaufsicht sowie dem Brandschutz fanden bereits statt. Der Zeitplan sieht vor, dass der Bauantrag bis Ende des ersten Quartals fertiggestellt wird, anschließend die Beratung in den städtischen Gremien erfolgt und der Antrag im nächsten Schritt bei der Kreisverwaltung eingereicht wird. Eine Baugenehmigung wird – vorbehaltlich des formalen Verfahrens – bis zum vierten Quartal des kommenden Jahres angestrebt, sodass der Baustart ebenfalls zu diesem Zeitpunkt realistisch erscheint. Zur baulichen Umsetzung wird – bei planmäßigem Ablauf – mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren gerechnet. Dabei ist vorgesehen, dass die Tiefgarage weitestgehend offen bleibt. Eine dauerhafte oder großflächige Schließung ist ausdrücklich nicht beabsichtigt. Auch der Rewe-Markt soll während der Bauphase weitgehend geöffnet bleiben, sodass die Nahversorgung im Mittelzentrum jederzeit gewährleistet bleibt. Lediglich ein kurzer Zeitraum für den finalen Umzug könnte unvermeidbar sein. Ziel ist jedoch, die neuen Flächen Schritt für Schritt fertigzustellen und erst dann umzuziehen, um Versorgungslücken zu vermeiden. Im Zuge der Gesamtmaßnahme soll auch die Tiefgarage deutlich attraktiver gestaltet werden: heller, freundlicher und umfassend saniert. Im Anschluss ist geplant, gemeinsam mit allen Mietern, Anliegern, Berechtigten sowie der Stadt Bad Ems ein neues Nutzungskonzept zu erarbeiten, um die Tiefgarage langfristig funktional und städtebaulich sinnvoll weiterzuentwickeln. Ein weiterer Aspekt betrifft die im Raum stehende Idee einer zusätzlichen Kita-Fläche innerhalb des Projektes. Aufgrund der aktuellen und perspektivisch sinkenden Bedarfszahlen besteht hierfür kein Bedarf mehr. Die betreffenden Bereiche werden daher für andere Nutzungen vorgesehen – ebenfalls positiv und zukunftsorientiert ausgerichtet. Ein deutliches Signal für die Ernsthaftigkeit des Investors ist der zusätzliche Erwerb eines Nachbargebäudes und eines angrenzenden Grundstücks. „Wer nicht an ein Projekt glaubt, investiert nicht in zusätzliche Immobilien. Für mich zeigt dieser Schritt ganz deutlich, dass der Vorhabenträger das Areal langfristig entwickeln und das Projekt zum Erfolg führen will“, so Krügel. Weitere kaufvertragliche Abstimmungen zu umliegenden Grundstücken befinden sich bereits in der finalen Phase. „Wir sehen die Entwicklung in Bad Ems sehr positiv. Der jüngst erworbene Status als Welterbe und die Bereitschaft auch anderer Geldgeber, zukunftsweisende Entwicklungen umzusetzen, haben uns sehr ermutigt, uns an der Wipsch zu engagieren. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt setzt Maßstäbe. Die einstimmige Aufstellung des Bebauungsplans im Stadtrat unter Berücksichtigung der Belange der Nachbarn und der klugen Moderation des Stadtbürgermeisters Krügel in so kurzer Zeit – das habe ich so noch in keiner anderen Stadt erlebt“, sagt von Stengel. Insgesamt werden am Standort zwischen 15 und 20 Millionen Euro investiert – ein außergewöhnlich starkes Signal für eine Stadt der Größenordnung von Bad Ems. „Für diese Investition bin ich Herrn von Stengel ausdrücklich dankbar. Das ist ein klares Bekenntnis zu Bad Ems und ein wichtiger Impuls für die Zukunft unserer Innenstadt“, betont Krügel. „Wir sichern nicht nur dauerhaft unseren Vollsortimenter im Mittelzentrum, sondern nutzen gleichzeitig die Chance, das Wipsch-Areal neu zu ordnen, es attraktiver zu machen und unser Zentrum fit für die kommenden Jahrzehnte zu gestalten.“ Abschließend fasst der Stadtbürgermeister zusammen: „Dieses Projekt wird unsere Innenstadt spürbar stärken, neue Angebote schaffen und die Entwicklung unseres Stadtkerns auf Jahre positiv prägen. Es ist ein starkes Signal für Bad Ems und für alle, die an die Zukunft unserer Stadt glauben.“ (Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 12.12.2025)
von Stadt Bad Ems 1. Dezember 2025
Foto/Stadt Bad Ems, Kerstin Fuchs: Initiatorin Lydia Lehmann (Mitte) zeigt beim Vor-Ort-Termin das nahezu fertiggestellte Taubenhaus. Mit dabei: Stadtbürgermeister Oliver Krügel (2. v. r.), Staatsbad-Geschäftsführer Achim Deusner (3. v. l.) sowie die Helfer Peter Meuer (1. v. l.), Frank Girmann (kniend) und Sascha Meuer (rechts), die stolz auf das Ergebnis blicken. Bad Ems. Mit großer Resonanz ist am Samstag das neue Taubenhaus auf der Liegewiese an der katholischen Kirche eröffnet worden. Rund 40 Interessierte waren der Einladung gefolgt, um sich ein Bild von dem in ehrenamtlicher Arbeit entstandenen Holzbau zu machen. Bereits vor dem Eröffnungstag verschaffte sich Stadtbürgermeister Oliver Krügel einen Eindruck von den abgeschlossenen Arbeiten. Das Projekt wurde von Lydia Lehmann, der früheren Leiterin der Stadtbücherei, initiiert und über drei Jahre hinweg vorbereitet. Der betreute Taubenschlag soll dazu beitragen, mögliche Probleme durch eine unregulierte Taubenpopulation von vornherein zu vermeiden. Statt auf drastische Methoden zu setzen, verfolgt man in Bad Ems bewusst einen präventiven und tierfreundlichen Weg: Im Schlag werden die Tauben artgerecht versorgt, und zur Regulierung der Bestände werden künftig gelegte Eier durch täuschend echte Gipseier ersetzt. Auf diese Weise bleibt der natürliche Brutinstinkt erhalten, während eine Überpopulation verhindert wird. „Wir gehen hier in Bad Ems ganz bewusst einen anderen Weg als andere Städte – und setzen auf eine Lösung, die sowohl tiergerecht ist als auch die Interessen der Bürger im Blick behält“, betont Stadtbürgermeister Oliver Krügel. „Ich bin dankbar für den außerordentlichen Einsatz von Lydia Lehmann und den vielen Unterstützern, die gezeigt haben, wie gut unser Zusammenhalt funktioniert.“ Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen Erfahrungswerte von Tierkennern: Ohne Steuerung könnten sich in Bad Ems bis zu 1000 Tauben ansiedeln – mit entsprechenden Belastungen für Gebäude, öffentliche Flächen und auch für die Hygiene. Die Vermehrung verläuft rasant: Täubinnen können mehrmals im Jahr je zwei Eier legen, und bereits der Nachwuchs ist nach einem halben Jahr fortpflanzungsfähig. Getragen wird das Projekt von einem engagierten Team aus rund zehn Ehrenamtlichen, die täglich füttern, reinigen und das Wohl der Tiere im Blick behalten. Das Taubenhaus selbst – ein etwa 2 × 3 Meter großer und drei Meter hoher Holzbau – entstand dank finanzieller Unterstützung Bad Emser Unternehmen: Hermani, Heuchemer und Trappehl engagierten sich ebenso wie die Bürgerstiftung Bad Ems, das Staatsbad und der städtische Bauhof. Rund 200 Stunden freiwillige Arbeit flossen in den Bau. Die Schreiner Peter Meuer und Alexander Michel vom Staatsbad errichteten den Schlag in ihrer Freizeit, während Sascha Meuer das Dach deckte. Der Eine-Welt-Laden stellt das portionierte Spezialfutter bereit. Auch der Erste Beigeordnete Frank Ackermann dankte beim Eröffnungstermin im Namen der Stadt und in Vertretung des Stadtbürgermeisters. Er würdigte das beharrliche Engagement von Lydia Lehmann. Als nächster Schritt sollen ein kleiner Zaun und eine Zugangstreppe entstehen, für die weiterhin finanzielle Mittel benötigt werden. Spenden sind weiterhin möglich an die Bürgerstiftung Bad Ems (Stichwort: Taubenschlag), die Spendenquittungen ausstellt.
von Stadt Bad Ems 24. November 2025
Foto: Peter Asberger Peters Fußpflege blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück: Am vergangenen Freitag feierte Inhaber Peter Asberger sein Jubiläum gemeinsam mit zahlreichen Kundinnen und Kunden in Bad Ems. Zu den Gästen zählte auch Stadtbürgermeister Oliver Krügel, der persönlich gratulierte und Peter Asberger zu zehn erfolgreichen Jahren sowie zu dem großen Vertrauen seiner Kundschaft beglückwünschte. Besonders stolz zeigte sich Peter Asberger auf seine älteste Kundin Frau Knoth, die ebenfalls beim Jubiläum anwesend war. Mit ihren 92 Jahren ist sie ein schönes Beispiel für die langjährige Verbundenheit vieler Stammkundinnen und Stammkunden mit Peters Fußpflege.
von Stadt Bad Ems 24. November 2025
Foto v. l. n. r.: Stadtbürgermeister Oliver Krügel (Trägervertreter), Natalia Bondarenko (Mitarbeiterin) Annett Funkt (stellvertretende Kita-Leitung) In der Kindertagesstätte Villenpromenade in Bad Ems gibt es Grund zum Feiern: Frau Natalia Bondarenko, Mitarbeiterin der städtischen Einrichtung, hat erfolgreich die Basisqualifizierung des Landes Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Mit dieser wichtigen Leistung wird sie im Rahmen der geltenden Fachkräfteverordnung offiziell als anerkannte Fachkraft im Bereich der Kindertagesbetreuung geführt. Diese Qualifizierung ist ein wesentlicher Baustein in der Personalentwicklung der Kita und trägt maßgeblich zur Sicherung der pädagogischen Qualität bei. Die Einrichtung setzt damit ein klares Zeichen für die Förderung des eigenen Nachwuchses an qualifiziertem Personal. Zu diesem besonderen Anlass ließ es sich auch der Trägervertreter, Stadtbürgermeister Oliver Krügel, nicht nehmen, Frau Bondarenko persönlich zu gratulieren und seine Anerkennung für den erfolgreichen Abschluss auszudrücken. Die Kita Villenpromenade unterstreicht damit einmal mehr ihr Engagement für hohe Standards in der frühkindlichen Bildung und Betreuung. (Pressemitteilung der Stadt Bad Ems vom 24.11.2025)
von Stadt Bad Ems 17. November 2025
Bad Ems. – Mit einer eindrucksvollen und würdevollen Gedenkfeier hat die Stadt Bad Ems am Sonntag den Volkstrauertag begangen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Gremien sowie Abordnungen örtlicher Vereine waren der Einladung gefolgt, um der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror zu gedenken. Die Ansprache hielt Stadtbürgermeister Oliver Krügel, der in bewegenden Worten an die Bedeutung des Gedenktages erinnerte. „Der Volkstrauertag mahnt uns, Verantwortung zu übernehmen – für Frieden, für Demokratie und für ein respektvolles Miteinander“, sagte Krügel. Er betonte, dass Erinnerung nicht Stillstand bedeute, sondern Auftrag: „Gedenken heißt, sich bewusst zu machen, wie zerbrechlich Frieden ist – und wie wichtig unser tägliches Handeln für eine freie, humane Gesellschaft bleibt.“ Einen weiteren Impuls gab Dekanin Kerstin Janot, die die Perspektive von Trost, Verantwortung und Versöhnung hervorhob. Sie erinnerte daran, dass Frieden immer im Kleinen beginne und dass jede Generation neu gefordert sei, ihn zu schützen. Zu den Gästen der Gedenkfeier gehörten auch Landrat Jörg Denninghoff, Uwe Bruchhäuser, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems–Nassau, sowie zahlreiche Stadträtinnen und Stadträte und Mitglieder des Verbandsgemeinderates, die durch ihre Teilnahme die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns unterstrichen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Frauenchor Cosima, der mit ausgewählten Liedstücken eine besonders würdevolle Atmosphäre schuf und der Gedenkstunde einen feierlichen Rahmen verlieh. Auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems war wieder mit großer Mannstärke vertreten und setzte damit ein sichtbares Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit in der Stadtgemeinschaft. Der städtische Bauhof sorgte wie gewohnt für den professionellen Auf- und Abbau und trug damit wesentlich zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung bei. Stadtbürgermeister Krügel dankte allen Mitwirkenden ausdrücklich: „Es ist ein starkes Zeichen für unsere Stadt, wenn wir an einem solchen Tag gemeinsam innehalten und uns unserer Verantwortung bewusstwerden. Bad Ems hat heute gezeigt, dass das Erinnern lebendig ist.“ Die Gedenkstunde endete mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal und einem stillen Moment des gemeinsamen Erinnerns.
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